Samstagsplausch {30.12.2017}

Ein Samstagsplausch ohne Plauschrunde bei Andrea. Der Grund ist, dass ich am Plaudersamstag nicht in die Nähe eines internetfähigen Rechners gelangte und dadurch nicht mitplaudern konnte. Überhaupt war die letzte Woche des Jahres 2017 so voll mit echtem Leben, dass der Rechner zum Stiefkind wurde.
Einen kleinen Wochenrückblick möchte ich nun doch noch aufschreiben.
Samstag, 23. Dezember
Ein ganzer Tag, der mir für Vorbereitungen zur Verfügung stand.
Für die Sülze mussten zunächst Eisbeine gekocht und dann von Knochen und Fett befreit werden.
Die Gänsekeulen sollten ins Rohr.
Geschenke waren hübsch zu verpacken.
Und für all das hatte ich einen ganzen Tag Zeit. Da lief das alles sehr entspannt.
Sonntag, 24. Dezember
Die Weihnachtsfeierlichkeiten bei Mutti begannen mit dem Kaffeetrinken. Danach las ich eine meiner Geschichten vor, die zu Weihnachten spielt. Besonders beeindruckte mich, dass der Sohn von der Gechichte sichtlich gerührt war.
Bescherung und Abendessen verliefen sehr friedlich, was mich sehr freute und mir gut tat.
Montag, 25. Dezember
Am ersten Weihnachtsfeiertag konnten wir Janice abholen. Ich freute mich sehr, dass wirklich alles klappte, wie geplant. Es herrschte eine angenehme Stimmung, die auch am Dienstag, 26. Dezember anhielt. Diesmal gab es Entenkeulen. Den feierlichen Abschluss des Weihnachtsfestes bildete mein Geschenk an die Familie. Wir besuchten gemeinsam die Show Holiday on Ice.
Es war sehr, sehr schön.171226_211433
Am Mittwoch, 27. Dezember packte ich am Morgen ein paar Kleidungsstücke zusammen, außerdem jede Menge Strickzeug und ein Buch. Dann startete ich in Richtung Norden. Zunächst verlief alles super, und ich kam bestens voran. Nach mehr als der Hälfte der Fahrt traf ich auf der A11 dann auf einen Stau, in dem ich reichlich 40 Minuten zubrachte. Nachdem er sich aufgelöst hatte, ging es zwar wieder zügiger voran, aber nicht mehr so schnell wie zu Beginn. So kam ich erst in der Dämmerung am Meer an, sammelte in Gützkow noch ein paar Lebensmittel ein und machte es mir in der Wohnung bequem. Die entspannteste Zeit des gesamten Jahres begann.171230_082610
Für die nächsten drei Tage hatte ich nichts anderes vor, als schlafen, stricken, lesen, mich am Strand herumtreiben und Fisch essen. 171229_121355
Es wurden 2 Paar Socken fertig, die Zackendecke wuchs um ein paar Reihen. Unterwegs war ich an den Ufern des Achterwassers und an den Stränden verschiedener Usedomer Seebäder. Leckersten Fisch bekam ich in Freest, Karlshagen, Koserow, Ahlbeck. Nur gelesen habe ich nicht eine Zeile.
Ursprünglich wollte ich am Samstag, 30. Dezember zurück fahren, doch dann überlegte ich mir, dass ich von dem gesamten Tag nicht viel haben würde, wenn immer der Gedanken im Hinterkopf lauert, dass ich am Abend noch 450 km zu fahren habe. So überlegte ich mir, den Samstag noch unbeschwert zu genießen, nicht allzuspät ins Bett zu gehen und am Sonntag ganz früh aufzubrechen.
Eine sehr gute Entscheidung, denn zum einen entdeckte ich auf der Strandpromenade in Ahlbeck eine Band, die dort am Nachmittag spielte und für Abwechslung sorgte. Es stellte sich heraus, dass es genau die Band war, die ich ein paar Jahre zuvor mit Mutti ebenda erlebt hatte. Hätte ich am Abend noch auf die Autobahn gemusst, hätte ich diesen Nachmittag niemals so genißen können. Außerdem setzte am Abend Schneeregen ein, der das Fahren unangenehm machte. Am frühen Sonntag Morgen war es trocken und klar und ich hatte über lange Strecken die Autobahn für mich allein. So schaffte ich die 450 km in genau vier Stunden und war zum Frühstück bei Mutti. Ich hatte mir das so schön ausgedacht und ihr einen Räucherfisch mitgebracht. Aber in Bezug auf Mutti werde ich es wohl nie mehr schaffen, mich "richtig" zu verhalten. Sie empfing mich mit recht verkniffenem Gesichtsausdruck und ließ sich deutlich ihren Unwillen darüber anmerken, dass ich mir erlaubt hatte, für ganze vier Tage ohne sie zu verreisen.
So blieb ich nicht lange, packte bei mir zu Hause die Taschen aus und einen andere ein und fuhr zu Christoph, wo sich Janice und ihre Mädels schon auf die Silvesterfeier vorbereiteten. Auf der Couch konnte ich noch ein wenig ruhen, bevor wir alle zur Silvesterfeier im Hotel aufbrachen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.