Ich muss mich ablenken…

…da hilft natürlich arbeiten, klar. Aber manchmal geht einem dann trotzdem noch eine Menge durch den Kopf. Kennt ihr das?
Schon heute Nacht habe ich gegrübelt. Stundenlang. Schlaf gab es da nur wenig, und ich hatte die größten Befürchtungen, was meinen Arbeitstag anging. Zum Glück war genug zu tun und auch ein wenig Ärger, sodass keine Gefahr bestand, ich könnte womöglich einnicken.
Ich bin kein launischer Mensch, wirklich nicht. Aber manchmal läuft einfach zu viel quer, und dann kommt es schon mal vor, dass auch ich "auf Krawall gebürstet" bin. So war es heute.
Da läuft man sich schon die Hacken ab, um sein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen.
Dann fischt man noch für Mitglieder der Familie dauernd irgendwelche Kastanien aus dem Feuer oder versucht es zumindest.
Zusätzlich noch versucht man, für andere nahestehende Menschen Erledigungen zu übernehmen, die diese nicht mehr oder nicht mehr allein ausführen können.
Freude machen will man anderen außerdem und ihnen zu schönen Erlebnissen verhelfen.
Auch hat man noch das eine oder andere für Behörden oder Ämter zu erledigen, was Zeit frisst, die man kaum erübrigen kann und zudem noch Geld kostet.
Und dann versucht man auch noch, Hilfe zu geben, die zwar eingefordert wird, oft sehr kurzfristig, zu der man aber nicht alle erforderlichen Informationen bekommt, damit das überhaupt funktionieren kann.
Und alles das nimmt man hin und schluckt und tut und macht, obwohl man dabei selbst fast auf der Strecke bleibt.
Aber wenn DANN noch Vorwürfe kommen, dass man nicht genug macht, dann möchte ich am liebsten alles hinschmeißen. ALLES. Den Job, die Wohnung, die Werkstatt. Dann möchte ich am liebsten alle Brücken abbrechen und einfach aus diesem Leben verschwinden und irgendwo anders, wo mich niemand kennt, ganz klein und ganz neu anfangen. Ganz für mich.
Meckermodus aus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.