Samstagsplausch {04.01.2020}


Willkommen…
…bei meinem Beitrag zu Andreas Samstagsplausch, dem ersten im neuen Jahr. Diesmal habe auch ich mal ein bearbeitetes Bild mit Schriftzug. Dummerweise sind beim Aufnehmen Schatten entstanden, die ich nicht retuschieren konnte/wollte. Es ließ sich an diesem Januarmorgen auf die Schnelle nicht besser machen.
Andrea hat bereits geschrieben, dass es ihr schwer von der Hand geht, die Zahl 2020 zu schreiben. Ich hingegen schreibe sie sehr gern, mir gefällt diese Zahl ausgesprochen gut. Sie vermittelt mir das Gefühl, dass dieses ganze Jahr nur gut werden kann. Etwas anderes erscheint nicht möglich.
Vorgenommen…
…habe ich mir nichts für dieses Jahr. Das schrieb ich neulich schon. Vielen Dank an Ingrid für den Tipp mit dem Heilpraktiker. Das könnte tatsächlich etwas bringen. Was auch schon Erfolg zeigt, ist eine Veränderung meiner Einstellung. Ich hatte, als wir in den Weihnachtsurlaub fuhren, mir tatsächlich etwas vorgenommen, das hätte kontraproduktiv sein müssen. Nämlich, auf nichts zu verzichten und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Böhmische Knödel genießen, ohne daran zu denken, wie viele Kohlehydrate da drin sind. Tschechisches Bier zum Abendessen genießen, ohne einen einzigen Gedanken an die enthaltenen Kalorien. Nach dem herzhaften Frühstück noch ein Stückchen Kuchen genießen. In den letzten drei Sätzen kam dreimal das Wort genießen vor. Eine ganz liebe Bekannte hatte gesagt: Einfach essen, wie wir es früher gemacht haben, ohne drüber nachzudenken. Essen, wenn man Hunger hat oder auch nur Appetit. Und sich nicht verrückt machen lassen von den ganzen Sprüchen, was man alles nicht darf. Das erzeugt ein schlechtes Gewissen. Das schlechte Gewissen erzeugt Stress. Und der wiederum verhindert, dass man abnehmen kann oder auch nur die Nahrung ganz normal verstoffwechselt.
Und ja, was soll ich sagen? Ich habe über die Fest- und Fresstage nicht ein einzigs Gramm zugenommen. Die gleiche Erfahrung hatte ich 2018 schon einmal gemacht, als ich mit Mutti auf einer Flusskreuzfahrt war. So kam ich nun endlich dahin, dass ich all die fruchtlosen Abnehmversuche in die Tonne kloppe, mich gegen die komischen Sprüche der Ärztin wappne und ansonsten mein Essen einfach nur genieße. Freilich im Urlaub kam auch noch ausreichend Schlaf hinzu, was sich im Alltag vermutlich nicht fortsetzen lässt. Immerhin kann ich ja versuchen, den Erwartungsdruck der anderen, egal ob Mutti oder Kollegen, nicht mehr an mich heran zu lassen. Also, ja, wenn ich mir für 2020 etwas vornehme, dann das.

Gefunden…
…habe ich einen interessanten Strick-Blog und auch gleich den dort gezeigten Maschenanschlag mit falschen Pikots ausprobiert, wie ihr oben auf dem Bild sehen könnt. Das werden dann gleich die ersten von 20 Paar Socken, die ich in diesem Jahr stricken will. Dieses Projekt, so viele Sockenpaare zu stricken, wie die Jahreszahl anzeigt, gab es früher schon. Das wurde dann soweit ich weiß eingestellt, weil es ja jedes Jahr mehr wurden und man das wohl irgendwann nicht mehr schaffen kann. Da ich aber ohnehin eine Menge Socken brauche, dachte ich mir, 20 Paare sollten machbar sein und habe dieses Projekt für mich reaktiviert. Vielleicht mag jemand von euch mitmachen. Das würde mich sehr freuen.
{Wie ich soeben auf Instagram gesehen habe, ist Regula schon voll dabei, etwa 20 Paare zu fertigen und hat das erste Paar auch schon abgenadelt. Wow!}

Ich werde mir jetzt mal einen Kaffee machen und mich dann noch ein Stündchen an die Nadeln hängen. Das Mittagessen muss ich heute nämlich nur heiß machen. Es gibt nochmal Lammkoteletts und gegrillte Peperoni. Meinen vorbereiteten Weißkraut-Eintopf kann ich später fertig machen und dann zum Großteil wahrscheinlich einfrieren, weil niemand zum Essen kommt.
Am Abend brate ich dann noch Gänsekeulen für morgen. Das habe ich der Mutti versporchen, weil wir Weihnachten keinen Gänsebraten hatten und weil ich das gern kochen möchte. Ja. Pssst. Wir sprechen jetzt nicht darüber, dass ich ein ganz schlechter Mensch bin, weil ich Fleisch esse, und das auch noch mehrmals die Woche. *kicher* In den Augen der Köche, die es zubereiten, der Metzger, die die Viecher schlachten und der Händler, die es verkaufen bin ich dann vermutlich doch ein guter Mensch. *hihi*

Euch allen ein recht schönes Wochenende
Eure Mira

12 Gedanken zu “Samstagsplausch {04.01.2020}

  1. So ist‘s recht, liebe Mira! Man muss sich doch in der Weihnachtszeit nicht auch noch kasteien. Hauptsache, du fühlst dich wohl!
    20 Paar Socken – da staune ich ;-). Alle Achtung! Das Strickstück bei deiner Kaffeetasse sieht hübsch aus. Was wird denn daraus?
    Ich finde es immer wieder süß, wie du mit deiner Mutti umgehst. Gänsekeulen sind aber auch zu lecker.
    Hab noch eine gute Restwoche! – Ach, und natürlich noch ein gutes, schönes neues Jahr!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    1. Aus dem bunten Strickstück sind Socken geworden, die du bei 12 von 12 betrachten kannst. Und damit sind die ersten von 20 Sockenpaaren fertig.
      Liebe Grüße
      Mira

  2. Tolle Socken hast du dir vorgenommen. Ich werde ganz sicher keine 20 Socken stricken. Aber vielleicht sollte ich mal wieder…
    Das Genießen ist wichtig! Ich esse nach 16:8. In den 8 Stunden darf ich essen, was ich will. Und habe damit tatsächlich Erfolg.
    Genieße das Leben!
    Andrea

    1. Liebe Andrea, ich kann dich nur bewundern, dass du trotz Schichtdienst 16:8 durchhältst. Ich bekomme das nicht mal bei normalem Dienst hin. ich müsste entweder morgens nüchtern aus dem Haus und dürfte gegen 12 das erste Mal essen, oder aber ich hätte zu Mittag die letzte Malzeit, weil ich zu spät nach Hause komme, um noch innerhalb der 8 Stunden zu bleiben.
      Mal sehen, wie sich das mit dem Genießen jetzt anlässt.
      Liebe Grüße
      die Mira

  3. Ja, wahrscheinlich sind wir alle zu brav, sonst würden wir nicht so oft ein schlechtes Gewissen haben…ich kenne das auch und versuche es mehr oder minder erfolgreich mir abzugewöhnen…

    Liebe Grüsse
    Augusta

    1. Da bin ich gerade dabei, mir das abzugewöhnen. Einfach ist es nicht, jedenfalls nicht immer. Aber notwendig, um mich selbst nicht zu vrlieren. Wir bekommen das hin.
      Einen genussvollen Restsonntag wünscht
      die Mira

  4. Es klappt sehr gut, mit dem “ein schlechtes Gewissen machen”, nicht wahr? Woran wir alles denken, weil uns die Medien zumüllen, ist ja nicht mehr auszuhalten. Zwischen den vielen “du sollst, du darfst nicht, du musst” einen gangbaren Weg zu finden und die gute Laune nicht zu verlieren, ist wirklich schwierig. Ich wünsche dir viel Freude und Genuss im Neuen Jahr. LG von Regula

    1. Danke liebe Regula, bisher habe ich es in diesem jahr tatsächlich geschafft, mir die Laune nicht verderben zu lassen. Kein Kunststück, in diesen 5 Tagen. Morgen sind alle Kollegen wieder in der Arbeit, auch die nervigen und der Chef. Mal sehen, wie das dann klappt mit dem Nicht-stressen-lassen und alledem. Und mal sehen, ob dann die Arbeit sich noch mit dem Genuss vereinbaren lässt.
      Einen schönen Sonntag Abend wünscht
      die Mira

  5. Liebe Mira,
    gerade sehe ich, dass ich bei dir das
    Buch von Ferdinand von Schirach sehe.
    Das steht auch ganz oben auf meiner Liste.
    Ich habe aber noch ein anderes mit dem
    gleichen Titel ist aber von
    Ulrike Meinhof.
    Mich interessiert, wie er in diesem Buch zu dem Ulrike steht.

    Freu mich, dass du das Buch hier zeigst.
    Lieben Gruß Eva

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.