Katl…

…ist hier. Gemeinsam vertauschen wir nachher die Sessel in meinem Wohnzimmer gegen die im 3 Gehminuten entfernten Vorstadtkino.
Hab ich euch schon mal erzählt, wie sehr ich Vorstadtkinos mag? Und dieses ganz besonders, weil es früher so etwas war, wie mein Kinderzimmer. Ich hatte nämlich kein Kinderzimmer. Die ersten Jahre gar nicht, und dann, als ich zur Schule kam, war auch meine jüngere Schwester da, und wir mussten uns ein 10-qm-kleines Zimmer teilen. Bei 6 Jahren Altersunterschied kann man sich denken, wieviel ich vom Kinderzimmer hatte. Entweder hielt die Kleine Mittagsschlaf oder sie musste abends natürlich viel früher ins Bett und und und. Naja, und ein Fernsehgerät hatten wir sowieso nicht. Die ersten Jahre, weil mein Vater sein Abendstudium absolvierte und oft am Lernen war, so dass die Glotze nur gestört hätte, später dann aus Prinzip, weil meine Eltern lieber ins Theater gingen oder eben ins Kino und weil ansonsten bei uns viel gelesen wurde, sehr viel.
Also, wie hatten keinen Fernseher und ich hatte kein eigenes Zimmer. Aber ein Kino hatten wir, und dessen Chef wohnte in der Wohnung unter uns und seine Tochter war ein halbes Jahr älter als ich und meine Buddelkastenfreundin. Naja, und wann immer das Wetter eben nicht für den Buddelkasten taugte [oder irgendwann mal der Buddelkasten nicht mehr für uns], hielten wir uns im Kino auf. Nach der Schule gingen wir da hin, um in dem winzigen Büro hinter der Kasse unsere Hausaufgaben zu machen. Am Wochenende gingen wir da hin, weil wir sonst allein daheim gewesen wären. Später gingen wir hin, um Freunde zu treffen. Eine Zeitlang hab ich dort sogar gejobbt.
Naja, und heute gehen wir deswegen hin:

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Ein Gedanke zu “Katl…

  1. …Und, wiewar der Film? Ich wollte im Januar auch so viele Filme sehen und war noch in keinem :(. Aber der Februar ist ja auch ein schöner Kinomonat :).
    Grüße zur guten Nacht von Uta

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