Schnell habe ich noch ein Drabble geschieben. Der Jürschn zeigt immer dienstags ein Bild, das man in Form eines Drabbles {genau 100 Wörter} beschreiben soll. Am Dienstag hatte ich nicht daran gedacht. Dafür jetzt.
Auf der roten Weihnachtskugel sitzt träumend die kleine Fee. Eine Schleife trägt sie in ihrem Haar, so rot, wie die Kugel. Ein grünes Kleidchen mit rotem Röckchen, ganz zart. Auch ihre Schuhe sind rot mit grün und genauso spitz wie ihre Ohren. Sie könnte zaubern mit den spitzen Schuhen. Das können alle Feen. Sie aber mag nicht. Sie könnte auch davon fliegen. Auch das können alle Feen. Doch auch das mag sie nicht. Was mag sie denn dann? Sie träumt davon, dass die rote Kugel ihr ein Weihnachtslied vorsingt. Das muss sie doch können. Schließlich ist sie eine Weihnachtskugel. Horch!
Schlagwort: Schreiben
Schreibschnuppen 5 und 6
Es war schon zweimal Mittwoch und bei Martina gab es neue Schreibschnuppen.
Zu denen möchte ich jetzt noch etwas schreiben.
Fenster, Versprechen, Topf hieß der Schreibimpuls am 30. Juli, Theo Ronnefeld war Realist hieß es gestern.
Ich habe nicht nur die vorgegebenen Textschnippsel verwendet und die erwünschten 100 Wörter, sondern außerdem meine ersten beiden Schreibschnuppen fortgesetzt, wobei ich für Herrn Ronnefeld einen zweiten Handlungsstrag eröffnen musste, weil der Herr sonst nicht in die Geschichte gepasst hätte.
Eins
Zwei
30. Juli
Er gab ihr das Versprechen, dass ihnen beiden nichts passieren würde, obwohl er sich dessen selbst nicht mehr so sicher war. Draußen nahm der Sturm noch einmal Fahrt auf, wirbelte einen Ast krachend gegen das Fenster. Die Scheibe barst, Scherben fielen klirrend zu Boden. Eine Böe fegte durch das Loch im Fenster herein und wehte eiskalte, nasse Luft in die kleine Laube. Felix fand in einer Ecke ein Brett und dichte mit ihm und ein paar alten Lappen das Fenster notdürftig ab. Dann setzte er den Topf wieder auf den Spirituskocher, um neuen Tee aufzugießen, der sie beide wärmen sollte.
Genau 100 Wörter.
06. August
Theo Ronnefeld war Realist. Als solcher behielt er die Ruhe, als seine Nachbarin in Tränen aufgelöst gegen seine Tür hämmerte und, nachdem er geöffnet hatte, derart hysterisch zu kreischen begann, dass er zunächst kein einziges Wort verstand.
„Clara ist entführt worden“, schluchzte die Frau. „Sie müssen etwas tun! Vielleicht ist sie auch schon tot.“
Beruhigend sprach er auf sie ein, fragte, wann Clara das Haus verlassen hatte und wohin sie gegangen sein könnte.
„Sie ist nirgends. Sie hat Angst vor Gewitter. Sie müsste längst zu Hause sein.“
„Gewiss hat sie irgendwo Unterschlupf gefunden und wartet das Ende des Unwetters ab.“
Genau 100 Wörter.
Hier hätte gern noch mehr geschehen dürfen, aber die 100 Wörter waren aufgebraucht. Ich bin sehr gespannt, ob ich auch bei den nächsten Schnuppen die Geschichte fortführen kann. Falls nicht, schreibe ich unabhängig von den Schnuppen hier noch ein paar Schnipsel hinzu, damit die Geschichte rund wird.
Jetzt verlinke ich noch schnell bei Martina
Schreibschnuppen-Challenge
Es ist Mittwoch und bei Martina gibt es eine neue Schreibschnuppe.
Licht zuckte durch die Nacht, Donner rollte heißt der Schreibimpuls.
Erinnert ihr euch noch an die Geschichte von gestern?
Dann schaut, wie es heute weitergeht.
Licht zuckte durch die Nacht, Donner rollte. Clara drängte sich dicht an Felix.
"Hast du Angst vor Gewitter?" fragte dieser.
"Es ist genau über uns. Was, wenn ein Blitz einschlägt?"
"In der Nähe gibt es ein Flüsschen. Dort stehen Pappeln und Weiden. Wenn überhaupt schlägt der Blitz dort ein", meinte Felix.
Diese Antwort schien Clara zu beruhigen. Sie rückte ein Stück von Felix ab, nippte an ihrem Tee, der inzwischen kalt geworden war. Beim nächsten Blitz wurde es in der Gartenlaube taghell. Der Donner krachte und knisterte überlaut. Clara begann ängstlich zu zittern. Felix zog sie schützend in seine Arme.
Es sind wieder genau 100 Wörter. Langsam gewöhne ich mich an dieses Format.
Schreibimpulse
Ich liebe es zu schreiben
Seit ich im vergangenen Dezember am Adventskalender von Gabi Kremeskötter teilgenommen hatte, mag ich auch sehr das Schreiben zu Schreibimpulsen, die ich von anderen bekomme. Das kann ein Wort sein, eine Wortgruppe oder ein ganzer Satz. Auch Stimmungen eignen sich sehr gut als Schreibimpulse.
Auch bei der Autorin Martina Karin Bollhöfer gibt es tolle Schreibimpulse. Gleich zwei verschiedene, und das jede Woche. Da haben wir einmal die Wortspuren, die ich zwar gern lese, zu denen mir bisher aber nichts zu schreiben einfiel. Zum zweiten gibt es die Schreibschnuppen und die damit verbundene Challenge. Was mich da bisher von der Teilnahme abgehalten hat, ist die Vorgabe genau 100 Wörter. Ich zweifle, ob ich das hinbekomme. Wobei ich es natürlich einfach versuchen müsste, sonst erfahre ich es nie.
Taschenlampe, Pfefferminztee und Sehnsucht waren die Vorgaben.
Eisiger Wind peitschte Regenschauer vor sich her, vor denen Felix und Clara in die Gartenlaube flüchteten, die Felix‘ Großvater gehörte.
Die Sehnsucht nach Abenteuern hatte sie aus der Stadt hinausgetrieben. Im Wald wollten sie übernachten, unter dem Sternenhimmel. Romantisch hatten sie sich das vorgestellt. Doch das Wetter machte ihre Pläne zunichte. Durchnässt und frierend hatten sie sich in den Garten gerettet, um wenigstens ein Bisschen in der Natur bleiben zu können. Im Licht der Taschenlampe suchten sie nach Streichhölzern, um ein paar Kerzen und den Spirituskocher anzünden zu können.
Wenig später dampfte Pfefferminztee in den Tassen und wärmte die beiden.
Der Text war etwas schöner, runder, hatte aber 110 Wörter. Nun habe ich ihn auf 100 Wörter gekürzt.
Donnerstag – 10. April 2025
Hallo ihr Lieben
Wenn RoHen nicht da ist, laufe ich Gefahr, in ein depressives Loch zu stürzen, erst recht, wenn es draußen grau ist und ungemütlich aussieht.
Es gibt aber etwas, womit ich mir und meiner Seele helfen kann. Das ist Schreiben.
Also habe ich mich hingesetzt und den Vorspann für meine Oktobergeschichte geschrieben. Es sind nicht einmal 260 Wörter, aber sie haben mich in eine andere Welt entführt und es ging mir sofort besser.
Der Spätsommer ging in den Herbst über. An den Laubbäumen färbten sich die ersten Blätter gelb oder rot. Vielerorts wurden Märkte abgehalten. Man nannte sie Bauernmärkte, Erntedank- oder Handwerkermärkte. Ganz gleich wie sie hießen, sie führten Menschen zusammen, die Freude an handgearbeiteten Dingen hatten, an Naturerzeugnissen und überhaupt am Zusammensein.
Die Morgensonne stieg gerade aus den Wiesen, als Mira Wunder mit ihrem Planwagen in der kleinen Ortschaft am Wald anlangte. Ihr Eselchen zog den Wagen auf die Wiese, die zwischen dem Ort und dem Wald lag. Dort begannen die ersten Händler, ihre Stände aufzubauen. Mira fand einen schönen Platz am Waldrand, wo sie ihren Pavillon aufstellte. Mit bunten Strängen handgesponnener Wolle dekorierte sie die Seiten des Pavillons. Auf dem Boden breitete sie grobgewebte Teppiche aus und legte dicke Ballen ungeponnener Wolle darauf aus, die Besuchern als Sitzkissen dienen sollten. In der Mitte stand das Spinnrad.
Als alles bereit war, trat die Marktfrau ein paar Schritte von ihrem Stand zurück und ließ ihre Blicke darüber schweifen, bis hin zum Waldrand. Dabei fiel ihr ein Baum auf, dessen Blätter im Sonnenlicht wie pures Gold funkelten und glänzten. Was mochte das wohl für ein Baum sein?
Lange konnte sie nicht darüber nachdenken, denn schon kamen die ersten Besucher zum Markt, die ersten Kinder scharten sich um das Spinnrad und ließen sich auf den Wollballen nieder. So setzte sich die Spinnerin an ihr Rad und begann zu spinnen. Das Rad summte leise und Mira erzählte den Kindern und allen, die sich bei ihr versammelt hatten, die Geschichte, die das Spinnrad ihr vorsang.
Es dauerte nicht lange, da kämpfte sich die Sonne durch das morgendliche Grau und erhellte mein Gemüt.
Am Nachmittag besuchte ich PesTör. Das tat uns, glaube ich, beiden sehr gut.
Ein schöner, erfüllter Tag.
Notizen – 07. Januar 2025
Elfchen des Tages
Oma
bastelt gern
Wichtel mit Zipfelmützen
Knubbelnasen und langen Bärten
märchenhaft
Tagesaufgabe(n)… Und wie weit gekommen?
Der Katl schreiben – So, fertig. Das war wichtig, denn die Katl hat heute Geburtstag, und wenn ich richtig gerechnet habe, ist es der 75. Da gratuliere ich natürlich, selbst wenn sie mich vielleicht vergessen hat.
Heikes ersten Socken fertigstricken? – Weiß nicht, ob ich heute so viel Strickzeit habe
Zwei Patche an RoHens Decke – Gestrickt und auf Insta gezeigt
RoHen zum Bahnhof bringen – Gern ist er nicht losgefahren, aber nutzt ja nix
Beim Mediamarkt neue Ladekabel kaufen – Es gab nicht die, welche ich wollte, aber eins habe ich.
Im Handyladen nachfragen, ob sie mir das Telefon neu einstellen können*** – Hab gefragt, eine Antwort bekommen, wie ich mir selbst helfen kann, und dann siehe unten
Falls halbwegs Wetter ist, mal zum 12-tel Blick gehen – Mist, ich vergaß, obwohl das Wetter gut war. Jetzt mag ich aber auch nicht nochmal los.
Und sonst so?
*** Das mit dem Telefon ist so eine seltsame Sache. Bis letztes Jahr konnte ich das Telefon immer mit USB mit meinem Rechner verbinden, bekam es automatisch angezeigt und konnte Fotos oder auch Dokumente auf den Rechner schieben. Seit ich aus dem Urlaub zurück bin, geht das nicht mehr. Nun hat der Sohn mir erzählt, dass dies eine neue Sicherheitseinstellung von Android ist, damit niemand unberechtigt auf mein Handy zugreifen kann. Automatische Sperre heißt der Quatsch und wurde mit dem neuesten Update eben automatisch aktiviert. Es soll wohl die Möglichkeit geben, dies manuell wieder abzuschalten. Nur finde ich diese Option auf meinem Telefon eben nicht. So ein Mist.
Ich habe hier mal was an den Farben geändert. Die erledigten Aufgaben in Knallrot fand ich nicht so schön. Grün ist angenehmer.
Ähm, ich bin zurück. Im Mediamarkt hatte ich zuerst beim Service wegen meines Telefons gefragt. Von dort wurde ich direkt zum Handystand verwiesen und da erhielt ich den Hinweis, ich sollte die obere Leiste nach unten wischen und dann von nur laden umstellen auf laden und Datein anzeigen. Das wollte ich jetzt ausprobieren. Stecke das Telefon an den Rechner und? Es zeigt wieder alle Speicher an, wie es immer war. OHNE, dass ich irgendetwas verändert hätte. Seltsam, seltsam.
Elfchen des Tages
Silvester
letzter Tag
des alten Jahres
es ist zu Ende
GUT!
Kommt alle gut ins neue Jahr.
Wie wäre es mit einem Haiku?
Diese Frage stellte mir RomsK am Mittwoch. Ihre Idee war es, mich durch diese kleinen Gedichte wieder an das Schreiben meiner Geschichten heran zu führen. Sehr gute Idee. Ich dachte dabei gleich an die Elfchen, die ich eine Zeitlang häufig geschrieben habe.
Beides, Haikus und Elfchen sind reimlose Gedichte ohne Überschrift.
Weitere Regeln
Haiku
Drei Zeilen. Es werden die Silben gezählt.
1. Zeile – 5 Silben
2. Zeile – 7 Silben
3. Zeile – 5 Silben
Elfchen
Fünf Zeilen. Es werden die Wörter gezählt.
1. Zeile – 1 Wort
2. Zeile – 2 Worte
3. Zeile – 3 Worte
4. Zeile – 4 Worte
5. Zeile – 1 Wort
Und so entstanden am Mittwoch folgende Texte.
Haiku
Herbstblätter leuchten
sonnig warmes Farbenmeer
an grauen Tagen
Dämmerungsstrahlen
Abend in der stillen Straße
Geruhsam und sanft
Elfchen
Holunderblüten
Sonne, Wärme
Lange helle Nächte
Tage werden wieder kürzer
Holunderbeeren
Schaukeln
Hoch hinaus
In den Himmel
Glück empfinden und Liebe
Träumen
Und heute, passend zum Freitag, dem 13. noch ein Haiku:
Dreizehn, Zahl des Glücks
Wenn man, wie ich, daran glaubt
dann wird alles gut
Das Schreiben macht Spaß. Das werde ich bestimmt wieder öfter tun.
Ich suche was…
…neulich, als ich beim Samstagsplausch Nachlese hielt, entdeckte ich in einem Blog einen Hinweis auf einen Adventskalender, zu dem verschiedene BloggerInnen Geschichten beisteuerten. Da waren noch ein paar Tage frei und ich überlegte, ob ich mich melde, um auch noch eine Geschichte hinzuzufügen. Dann wurde ich abgelenkt und vergaß den Kalender. Vorhin fiel er mir wieder ein, und ich entschoss mich, nun doch etwas hinzuschicken. Nur finde ich einfach nicht mehr wieder, von welchem Blog die schöne Aktion ausging.
Menno!
Weiß von euch jemand, wo ich das gelesen haben könnte?
Das Fahrrad neu erfinden…
…oder was ist das, was ich gerade mache?
Vor 3 Jahren oder so habe ich mir ein Tablet zugelegt, weil ich unbedingt eines haben wollte. Ein winziges Ding, nicht viel größer als ein Smartphone. Genutzt habe ich es nicht, weil ich gar nichts rechtes damit anzufangen wusste. Manchmal hatte es Chris in Benutzung und des Öfteren die Minihexe, bevor sie ihr eigenes bekam, das doppelt so groß ist wie meines. Seitdem lag das kleine Teil wieder ungenutzt im Schrank.
Jetzt endlich bekam es eine neue Verwendung. Gestern Abend war ich im Werk, habe das Tablet geladen und die APP eines E-Book-Readers installiert.
Zunächst hielt ich mich an eine Empfehlung, die mir Konni vor ein paar Jahren gab, nämlich kostenlose E-Books zu lesen. Eines habe ich mir ausgesucht und testweise ein paar Seiten gelesen. Aber das Auswählen und erst recht den Kauf solcher Bücher möchte ich dann doch lieber am Rechner durchführen. Mit der Auswahl klappt es ganz gut. Leider sind die Titel, die ich gern lesen möchte, nicht wesentlich preisgünstiger, als die Druckausgaben. Meist spart man nur einen, höchstens zwei Euro. So ganz kann ich das nicht verstehen, hat man doch so überhaupt keine Material- oder Herstellungskosten. Aber egal, ich will ja nicht unbedingt am Preis sparen, sondern hauptsächlich am Platz.
Ich weiß, ich weiß, ich hänge der Entwicklung um einige Jahre hinterher, aber für mich ist das Thema E-Books eben gerade jetzt aktuell.
Während der Beschäftigung mit damit stieß ich auch auf die Möglichkeit, eigene Texte bei Kindle einzustellen. Was meint ihr? Sollte ich das mit meinen Märchen vielleicht tun? Oder ist das Unsinn?