Samstagsplausch {06.04.2019}

Guten Morgen ihr Lieben. Da will ich euch {und mir, damit ich nichts vergesse} mal erzählen, wie meine Woche verlief. Ich könnte sie in einem Wort zusammenfassen: Stress. Doch das würde dieser verrückten Woche überhaupt nicht gerecht werden, denn es gab mitten in all dem Chaos auch wunderbare Phasen der Entspannung. Das begann bereits am
Montag, 01. April
In all dem Chaos mit zuerst gar keinem Vertrag, dann halbtags, dann doch wieder anders und am Ende 10-Stunden-Einsätzen hatte ich meine Termine so geschickt hin und her geschoben, dass sich plötzlich ein völlig freier Tag ergab. Na, den musste ich nutzen, erst recht, da mein für die Woche nach Ostern geplanter Urlaub von der Lieblingskollegin mit einem: "Hier die Termine für Frau X." einfach vom Tisch gewischt wurde. Als ich anmerkte, dass ich da frei hätte, hieß es nur. "Ach, das ist ja nun blöd. Aber geht nicht anders." Ähm. Hallo???
Nun war also der Montag frei. Ich hatte sogar daran gedacht, den Wecker abzustellen und konnte bis halb sieben ausschlafen. Danach hatte ich noch einiges für die Firma zu muddeln, unter anderem meine Einsatzpläne zu ändern, da in einem sogar die Feiertage mit Terminen belegt waren, ein anderer infolge einer Nachricht vom Freitag Nachmittag völlig umgekippt war. Zwischendurch auf Arbeit bekomme ich das nicht so gut hin. Dafür hatte ich nun Ruhe und war dann mit meinem Werk auch recht zufrieden.
Den Nachmittag hatte ich mit Katl verplant. Zuerst besuchten wir einen Gartenmarkt. Das wollte ich unbedingt. Natürlich schleppte ich eine ganze Tasche voller Pflanzen fort. Danach war genießen in der Sauna angesagt. Ausgiebig!
Dienstag, 02. April
Neuer Job am alten Ort. Der Tag war so vollgepackt mit Einzelberatungsterminen, dass nicht einmal Zeit blieb, eine Tasse Kaffee zu trinken. Ja, richtig, ich habe ohne Pause durchgearbeitet und bin auch noch länger dageblieben. Zwar nur eine halbe Stunde, aber…
Der Feierabend war dann von viel Fahrerei geprägt, weil plötzlich eine Brücke gesperrt war, auf dem Umweg, dann kurz vor dem Ziel auch noch eine Kreuzung eingeengt, so dass es dort auch einen Stau gab {dort gibt es sonst nie Stau}. Der Sohn hatte noch einen Weg zu erledigen, für den wir wiederum die gesperrte Brücke weiträumig umfahren mussten. Es war eine Menge Hin-und-Her. Aber! Zwischendurch war knapp 2 Stunden Zeit für den Garten. Der Sohn wuselte um mich herum, machte Kaffee. Ein Nachbar warf den Grill an und auch für uns zwei Bratwürste mit darauf. Ich freute mich an den Hyazinthen, die Mutti im letzten Herbst gesteckt hatte und die nun ihre Schönheit entfalten.
Mittwoch, 03. April
An diesem Tag fuhr ich das erste Mal zur Arbeit zum neuen Standort. Vorher standen noch 4 Stunden beim alten Standort auf dem Plan. Nachdem diese absolviert waren, war Eile angesagt, da der neue Standort vom alten rund 60 km entfernt ist und ich 20 davon durch die Stadt muss. Um die Mittagszeit ließ sich das zum Glück recht gut bewältigen, und als ich dann auf der Landstraße zwischen grünenden Feldern hindurch fuhr, vorbei an blühenden Chausseebäumen, die weiß in der Sonne leuchteten, da war meine Welt ganz einfach in Ordnung.In dem schönen alten Haus ganz links im Bild befindet sich mein neuer Arbeitsplatz.
Donnerstag, 04. April
Nocheinmal ganztägig am alten Arbeitsplatz, also auch noch einmal 15 Uhr Feierabend und danach ein ganz normaler Einkauf mit Mutti. Das wird sich in Zukunft ändern, da ich am neuen Ort bis 18 Uhr arbeite. Ich habe noch gar keine Idee, wie wir das dann regeln.
Freitag, 05. April
Der Tag begann dunkelgrau mit Nieselregen. Ein Tag mit geteiltem Dienst. Vier Einheiten in L., eine Stunde Fahrt, 6 Einheiten in T. Auf diese freute ich mich. Auch habe ich einen Weg zur Entspannung gefunden. Sobald ich in L. aus der Firma raus war, fiel alles, was es dort an Stress und Unaufgearbeitetem gab, von mir ab. Es blieb einfach dort zurück. So konnte ich die Fahrt nach T. als Pause richtig genießen. Erst recht, nachdem ich festgestellt hatte, dass mein Autoradio mp3-Dateien doch direkt vom USB-Stick abspielt und ih die ganze Fahrt über die wunderbare Musik von Norbert Fimpel hören konnte. Außerdem wurde, je näher ich der Elbe kam, das Wetter immer besser.
Und in einem Büro mit sooo schönen Fenstern arbeitet man doch gern.
Auf dem Heimweg in der Abendsonne hielt ich noch an einem N-Markt, um Hähnchenbrust zu holen und dann war im Garten nur noch Entspannung angesagt. Der Sohn grillte unser Abendessen und sorgte mit einen feinen Feuerchen für angenehme Wärme auch nach Sonnenuntergang.
Ich konnte den Wochenfeierabend und den Frieden in der Natur unendlich genießen.
Nun ist Samstag, 06. April. Die Wäsche hängt auf der Leine, die Taschen sind für einen weiteren Gartentag gepackt. Jetzt will ich noch schnell in den Handyladen. Es geht um Vertragsverlängerung oder worum auch immer. Mal sehen, was sie anzubieten haben.
Diesen Beitrag bringe ich noch schnell zum Samstagsplausch bei Andrea. Eure Beiträge werde ich vermutlich erst am Abend lesen, denn jetzt möchte ich erst einmal endlich nach draußen. 😉

12 Gedanken zu “Samstagsplausch {06.04.2019}

  1. Den Streß beim Grillen und an einem Feuerchen einfach … wegschlemmen. Das habt ihr richtig gemacht.
    Nun wünsche ich dir eine stressfreiere Woche.

    Herzliche Grüße
    Ivonne

    1. Danke für deine lieben Wünsche, die sich ein wenig schon erfüllt haben. Bis vor 3 Stunden hätte ich noch gesagt: Diese Woche wird Stress in Potenz. Dann hatte ich einen Termin, vor dem mir ein wenig unangenehm zumute war. Und dann gestaltete sich ausgerechnet dieser Termin sehr, sehr positiv und verringerte damit den Stress deutlich.

      Nun sehe ich dem Rest der Woche positiv entgegen.
      Liebe Grüße
      die Mira

  2. Da hast du ja einen schönen Arbeitsplatz, liebe Mira. Ich musste lächeln, als ich las, dass deine Welt unterwegs in Ordnung war – grünende Felder, blühende Bäume… Ja, so ist es gut! Immer schön positiv denken!
    Wünsche dir eine gute Woche und grüße herzlich
    Ingrid

    1. Ja, liebe Ingrid, im Moment freue ich mch auf die Fahrten überland. Dabei kann ich ein wenig zur Ruhe kommen, auch wenn es keine echte Mittagspause ist.

      Mal sehen, wie sich die nächsten Wochen gestalten.

      Liebe Grüße
      die Mira

    1. Ja, das stimmt, anstrengend war es, und es wird im April leider nicht wieder besser. Für den Mai habe ich den Plan noch nicht fertig, aber versuche, mir da etwas Freiraum zu schaffen.

      Schön war die Woche trotz Anstrengung. Das ist ja die Hauptsache.
      Liebe Grüße
      die Mira

  3. Boa zwischen den Arbeitsplätzen 60 Km eine ganz schöne Strecke, bleibt das immer so? Ja die Gartensaison ist eröffnet bei uns gibt es schon Radischen zum ernten.
    L G Pia

    1. Liebe Pia, in der letzten Zeit hat sich an meinen Einsatzplänen nahezu stündlich was geändert. So kann ich nicht sagen, wie lange das mit den 60 km so bleibt. Die nächsten vier Wochen auf alle Fälle. Danach versuche ich, die Einsätze in Leipzig einzuschränken, was den Arbeitsweg auf 40 km verringert. Außerdem würde das die tägliche Arbeitszeit von 10 bis 11 Stunden auf 6 verringern, was mir auch sehr entgegen käme.
      Ich werde berichten, wie sich das alles entwickelt.

  4. Sach mal, das ist aber ein wunderschöner idyllischer Marktplatz. Steht im Kontrast zur funky Musik, was dem Geschmackserlebnis von süßsauer oder bittersüß entspricht, das wiederum dem Genuss eines leckeren Drops gleichkommt. Deine Arbeit ist demnach ein bittersüßes Bonbon des Alltags.

    1. So könnte man das sehen. Interessanter Gedankengang. Es gab übrigens am Freitag Nachmittag noch einen starken Kontrast. Auf diesem fast ein wenig mittelalterlich anmutenden Markt einer mitteldeutschen Kleinstadt spielten unzählige Kinder. Die kleinsten konnten gerade laufen, die ältesten waren vielleicht 8. Sie spielten Ball, fuhren Roller und ein Mädchen hatte ein kleines Fahrrad. Diese vielen Kinder waren ausnahmlos schwarzhaarig und die Hautfarben varierten von milchkaffeebraun bis nachtschwarz. Die Mütter, die auf den Bänken am Rand des Platzes auf ihre Kinder warteten, waren tief verschleiert. Irgendwie mochte dieses lustig bunte Treiben so gar nicht zum biederderen Ambiente des Marktplatzes passen.

      Tja, so widersprüchlich ist unser Alltag. Das empfinde ich auch als anregend. Irgendwie.

      Allerdings nicht jetzt. Jetzt brauche ich zum Anregen einen Guten-Morgen-Kaffee

    1. Oh ja, liebe Regula, und ein leichtes Ziehen in den Waden und Kniekehlen. Das vergeht dann hoffentlich, wenn ich nachher weiter buddle.
      LG die Mira

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