Wenn erst mal der Wurm drin ist…

…dann geht der da so schnell auch nicht wieder raus.
Zur Zeit steckt der Wurm bei mir nicht in einzelnen Projekten, sondern in meinem Alltag, den ich mir definitiv zu voll gepackt habe.
Hach.
Da war noch diese Mütze zu stricken. Auf der Strickmaschine. Keine große Sache. Aber da ist ja auch noch immer und immer wieder die Datenbank. Eeeeeigentlich auch keine große Sache, weil lange genug von allen Richtungen durchdacht. Sollte funktionieren. Nicht aber, wenn man nicht drüber bleiben kann, weil dauernd das Telefon klingelt und man noch tausenderlei anderes im Kopf hat. Also heute die Festlegung: Telefon aus, Kopf frei. Lief einigermaßen, bis die Augen brannten und die Datenbank dann an einer Stelle doch nicht tat, was sie sollte. Fehlersuche nervt und kostet jede Menge Zeit. Also die fragliche Datei "einfach" neu geschrieben. Und siehe da…
Tja, da war dann aber auch immer noch die Mütze, von der ich nicht sicher war, ob die bunte Wolle reicht. Da war Hunger, weil ich seit dem Morgen noch nichts im Bauch habe außer Milchkaffee. Da ist die Idee, vor der Reise [die am Freitag morgens ca. 6.30 Uhr beginnen soll] noch dem 2 cm breiten grauen Haaransatz zu Leibe zu rücken. Am besten heute noch, weil die Farbe in aller Ruhe einziehen kann, während ich am Rechner sitze. Und dann kam der Plan: Wenn ich jetzt erst einmal eine Weile nicht auf den Bildschirm starren will, damit das Brennen der Augen aufhört, könnte ich fix einkaufen fahren, dann essen, dann Farbe aufs Haupt, dann weiter programmieren. Doch halt, da ist ja noch die Mütze. Falls die Wolle nicht reicht, könnte ich, wenn ich einmal zum Einkaufen unterwegs bin, auch gleich noch im Lädchen vorbei huschen und noch ein Knäuel Wolle holen. Also erst mal die Mütze, dann einkaufen und dann weiter wie oben beschrieben. Tja, nur dass erst mal die Maschen wieder auf die Strickmaschine mussten. Dann hopste da eine herunter, dann dort. Dann ging mir beim Farbwechsel gleich mal eine halbe Reihe verlustig. Bis ich das wieder gerichtet hatte, raste die Zeit dahin, die ich doch so gar nicht übrig habe. Und dann, drei Reihen vor Schluss eine Fadenschlaufe und der Schlitten verkeilte sich dermaßen, dass erst mal gar nichts mehr ging, nicht mal mit Gewalt. Ich hätte heulen können.
Das hab ich dann doch nicht getan, aber Chris auf den Anrufbeantworter gelabert, wie schlecht es mir doch geht. Das half ein wenig. Danach bekam ich dann das Strickstück von der Maschine, den Schlitten frei, OHNE Nadeln abzubrechen. Ebenfalls frei waren dann auch sämtliche 110 Maschen und der Fitz, der das Dilemma verursacht hatte. Damit hockte ich mich in die Küche und beim Einfangen der Maschen beruhigte ich mich wieder, strickte zwei Reihen mit der Hand und werde nachher auch die letzte noch stricken.
JETZT gehe ich erst mal auf den Dachboden, Wäsche aufhängen, dann fahre ich einkaufen und dann weiter, wie obern beschrieben ;). Das wird eine lange Nacht.

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