Drei Tage Mittelalter…

…drei Tage glücklich sein.
Hatte ich am Freitag Morgen geschrieben, die Hektik fiele von mir ab? So ganz funktionierte das dann doch nicht, weil ich nicht alles, was ich noch erledigen wollte, vor dem Unterricht schaffen konnte. Immerhin war ich noch mal bei SuShe. Danach war dann aber Eile geboten, um pünktlich zur Schule zu kommen. Ich rechnete mir aus, dass ich am Nachmittag genug Zeit haben müsste, eine Bauplane zu besorgen und ein paar Lebensmittel, allen voran Mineralwasser. Der Unterricht lief dann auch ein bissel anders als erwartet, aber nicht schlecht. Als ich am Nachmittag zum Auto lief, war ich in Gedanken schon auf dem Markt und ging den Aufbau durch. Zum Glück! Denn in dem Moment fiel mir ein, dass ich etwas ganz Wichtiges vergessen hatte. Die Gewandung lag noch daheim. So blieb mir nichts anderes übrig, als mich am Freitag Nachmittag im Berufsverkehr einmal quer durch Leipzig zu kämpfen. In den vierten Stock hinauf gerast, völlig außer Puste drei Worte mit Chris gewechselt, der zufällig da war, die Gewandung geschnappt und wieder auf den Weg gemacht, und zwar auf die Strecke A14-A38. Das ist zwar der längste Weg, war an diesem Tag und zu dieser Zeit aber gewiss der schnellste. 17.15 Uhr kam ich auf dem Marktgelände an, 15 Minuten, bevor die Autos dort verschwunden sein sollten. Diese Zeitspanne reichte, um alles aus dem Auto zu laden und im Stand abzustellen, so dass ich pünktlich Richtung Parkplatz rollen konnte. Bevor ich das Auto abstellte, drehte ich noch eine Runde zum Baumarkt und erstand eine Plane, ein Päckchen schöne große Holzklammern und eine lustige Tasse [für die Cidre und andere Getränke]. Als ich dann an meinem Stand ankam, atmete ich tiiiiiieeeef durch, hob den Blick zu der wunderschönen Linde, die den Standplatz mit ihrem Schatten verwöhnte [Ja, der Schatten war sehr willkommen an diesem Wochenende.] und war angekommen. Schnell spannte ich ein paar Leinen für den Vorhang und die Plane, stellte die Tische auf und dekorierte die Waren. Eine halbe Stunde später sah der Stand dann so aus:

Mittelaltermarkt Eisleben

Gerade als ich zum Baumarkt unterwegs war, hatte es einige Minuten sehr heftig geregnet. Zu dem Zeitpunkt war meine Wolle noch sicher in den Kisten verstaut und der Marktstand hat das Gröbste von meinen Sachen abgehalten. Gleich darauf strahlte schon wieder die Sonne. Vorsorglich hatte ich die Plane schon mal innen im Stand angebracht, damit ich sie im Bedarfsfall schnell über das Standinnere und über die Auslagen ziehen konnte. Innen sah es dann so aus:

Mittelaltermarkt Eisleben
[Das Foto stammt allerdings vom Sonntag, was jedoch nur Eingeweihte erkennen können.]

Danach saß ich am Spinnrad und von da an war das ganze Wochenende nur noch Freude.

Oups, Telefon, Hektik, der Alltag hat mich wieder. Dieser Eintrag wird später fortgesetzt.

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