Ein Marktwochenende vom Feinsten…

…liegt hinter mir.
Am Sonnabend trafen wir uns zum Färbefest in Neckeroda. Wunderschöne Höfe, überall Blumen und natürlich Wolle, Wolle, Wolle…
Fotos habe davon noch keine, da ich keine rechte Zeit fand, selbst zu fotografieren, aber ich werde wohl ein paar nachreichen können, denn Elke [leider ohne Blog] hat fleißig fotografiert, während Eva, Csilla und ich an meinem 3-er Spinnrad Vorführungen gaben.
Wie Csilla schon schrieb, blieb uns keine Zeit, über das Fest zu schlendern und die ganze Pracht zu genießen. Ein Genuss war das Fest aber auch für uns, denn interessiertes Publikum ist sehr angenehm und Menschen zu begegnen, die man bisher nur aus Blogs und Mailinglisten kannte, ist immer wieder eine tolle Erfahrung.
Nachdem ich am Sonnabend Morgen wegen all meiner Marktvorbereitung erst 3:30 Uhr im Bett war und 6:00 bereits der Wecker wieder klingelte, war ich nach diesem schönen Tag in Thüringen doch recht geschafft, als ich [ich weiß nicht mehr genau wann, vielleicht 21:30] mitten in einem Wolkenbruch wieder daheim ankam. An Auto ausräumen wäre nicht mehr zu denken gewesen, aber das war auch gar nicht nötig, denn schon am Sonntag Morgen sollte es wieder auf Tour gehen, diesmal in Richtung Norden.
Da mein mittelalterliches Marktkleid, wie es damals Sitte war, auf dem Boden schliff, hatte es nach dem wettermäßig durchwachsenen Tag nun einen etwa 20 cm breiten Schlammsaum. So blieb mir nichts anderes übrig, als noch am Abend die Waschfee anzuwerfen, während ich in der Wanne lag und nur das Rumpeln der Fee verhinderte, dass ich im heißen duftenden Schaum auf der Stelle einschlief. Immerhin lag ich schon Mitternacht in der Falle. Das Kleid war tatsächlich am Sonntag Morgen trocken und da ich 6 Uhr ausgeschlafen hatte, schaffte ich es sogar noch, ein wenig Nachschub zu produzieren, den jedoch an diesem Tag nicht benötigt hätte. Bei strahlendem Sonnenschein und ganz entspannt [weil das Fest erst 12 Uhr beginnen sollte] ging es dann zum Tag der offenen Höfe nach Teltow.
Auch da gab es ein tolles Ambiente, sehr interessiertes Publikum und viele tolle Leute kennenzulernen. Besonders witzig fand ich den Ausspruch einer Standnachbarin, nachdem wir schon eine ganze Weile über Wolle und Stricken gefachsimpelt und schon den zweiten schweren Regenguss inclusive Rettungsaktion für Spinnrad und wundervoll gestrickte Tücher hinter uns gebracht hatten: "Jetzt habe ich erst mal erfahren, wer du bist. Ich kenne doch dein Blog."
Tja, die Welt ist ein Dorf, die Welt der Spinner, Stricker und sonst irgendwie Wollsüchtigen erst recht. Und hier gab es dann sogar auf meiner Kamera ein Foto…

Mira auf'm Markt
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