Das graue Gestern…

…ist einem sonnigen Heute gewichen.
Als ich am Abend kurz nach sieben heim kam, war ich so kaputt von der Woche, dass ich froh war, alle Verabredungen für den Abend abgesagt zu haben. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, noch zur Stricknacht in die Fadenliebe zu fahren. Wohl wäre ich gern dort gewesen, aber die Vorstellung, irgendwann in der Nacht, noch müder als dato, von Halle zurückfahren zu müssen, hielt mich dann doch davon ab.
Erst recht konnte ich mich nicht dazu durchringen, im Nieselregen auf dem Augustusplatz zwischen Menschenmassen zu stehen, um einem Konzert zu lauschen. Schon gar nicht mit GabKo, deren Nachrichten immer so klingen, als sei ich mächtig blöd, dass ich nicht mit ihr zu so tollen Konzerten gehe. Wahlweise macht sie mir auch Vorwürfe, wenn ich sie nicht mitnehme. Hallo???
Ich habe Menschen in meiner Umgebung, mit denen ich sehr gern zu Konzerten gehe und derentwegen ich mich gestern sogar aufgerafft hätte, aber GabKo zählt nicht zu diesen Menschen, weil GabKo eine Art an sich hat, mich entweder völlig runterzuziehen {indem sie jammert und um verpasste Gelegenheiten ewig trauert} oder mich herunterzumachen {indem sie mich verspottet, weil ich all die komischen Sendungen nicht kenne, die sie auf RTL und Co. immer schaut oder weil ich nach einer vollgepackten Arbeitswoche am Wochenende keine Kraft mehr habe, von einem Konzert zum anderen zu rennen und für sie womöglich noch die Gesellschafterin und Taxifahrerin zu geben.}
Nö, das alles muss ich nicht haben.

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