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Wollkombinat

Alles wieder ordentlich. Naja, zumindest fast.
Jede Menge Arbeit gibts im Wollkombinat trotzdem. Und es wird immer mehr. Da bestellt jemand handgesponnene Wolle in bestimmter Menge, holt diese auch ab und ist dann so begeistert von dem Garn, dass er sich überlegt, ein ganz anderes Stück zu stricken, als ursprünglich vorgesehen. Natürlich wird mehr Garn gebraucht. Anruf genügt… und dann die Äußerung: Ich komme Montag früh. Oups. Zu schaffen wäre das freilich, wenn ich das ganze Wochenende spinne. Dann wäre das überhaupt kein Problem. Nur… muss ich am Wochenende ganz dringend und wichtig und unbedingt eine andere Arbeit erledigen und die nimmt auch wirklich das gesamte Wochenende ein, da muss ich richtig früh aufstehen, lange arbeiten und zwischendurch erholen ist wohl kaum drin. Und dann habe ich am Montag Vormittag einen Termin, bei dem ich diese Arbeit dabei haben muss. Ja, und was nun? Na, ganz einfach: Noch mehr arbeiten. Geht ja nicht anders. Die Menschen um mich herum können ja nichts dafür, dass jeder von ihnen ganz dringend etwas von mir gefertigt haben möchte. Und für mich und meine Arbeit ist das ja auch ein schönes Kompliment.
Und jetzt geh ich erst mal heim, falle ins Bett und bekomme in meiner Wohnung wieder nichts aufgeräumt, nichts gebügelt und schon gar nichts geputzt, denn die 5 Stunden, die mir bleiben, bis ich wieder los muss, die werde ich überwiegend mit Schlafen verbringen.
Einen ganz großen Vorteil hat das alles: Bei mir wird es nie langweilig. NIE! 😉

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