Meist frühstücken wir…

…bei Katl, weil sie die größere Küche hat und es bei ihr bequemer ist. An diesem Sonntag aber war ich an der Reihe, das Frühstück zu bereiten. Gebratene Würstchen gab es, Käse und Rührei mit Schinken. Tomaten, Gurken und Salat. Dazu einen Speckbogen. Deftig, deftig. Ich hätte auch Honig gehabt und Fruchtaufstrich, aber ich kann mich nicht entsinnen, wann ich Zeit meines Erwachenendaseins mal süß gefrühstückt hätte. Als ich Kind war, gab es hingegen immer süß, meist Konfitüre, die meine Mutter aus allerlei Gartenfrüchten selbst gekocht hatte. Lecker war diese, oh ja.
Vor dem Frühstück war ich bereits unterwegs gewesen. 5:30 Uhr hatte der Wecker geklingelt, denn meine Eltern wollten zum Busbahnhof. Inzwischen schippern sie den Rhein entlang Richtung Amsterdam.
So früh am Morgen versprach die Sonne einen herrlichen Tag. Der Himmel strahlend blau. Kein Gedanke daran, dass sich etwas ändern könnte.
Nach dem Frühstück sah es draußen gar nicht mehr so freundlich aus. Wolken versenkten den Tag im Grau, Wind frischte auf. Wir machten uns trotzdem auf den Weg in Richtung Wechselburg, wo es im Klostergarten ein Gartenfest geben sollte. Etwa 2 Kilometer vor dem Kloster ging es nur noch im Schritttempo weiter. Wir sollten auf eine Wiese gelotst werden, auf der sich Auto an Auto reihte. Von dort aus wälzte sich ein dichter Pulk von Fußgängern nervtötend langsam den Berg hinauf dorthin, wo wir das Kloster vermuteten. Wollten wir uns das antun?
Wollten wir nicht!
Und so führte uns unser Weg quer durchs Kohrener Land und nach Kohren Sahlis.
Kohren Sahlis

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