SiSaSo {09.07.2017}

Wie gern bin ich dabei, bei der Linkparty zum Sieben-Sachen-Sonntag bei Anita.
Und wozu habe ich heute meine Hände gebraucht, sei es für 5 Minuten oder für 5 Stunden?
170709_084952Beim Blumengießen einen neue Hibiskusblüte entdeckt und gleich nach dem Foto die verblühten abgezubbelt.

Während ich immer noch Reinhard Mey hörte, die Handtasche aufgeräumt und zwei Coupons mit Treuemarken beklebt. Nun kann ich zwei große Wellness-Tücher günstig erwerben, in Türkis, wenn ich mag. Die kann ich für die Sauna gut gebrauchen. Vielleicht zeige ich sie mal, wenn ich sie habe. Die Coupons habe ich nicht fotografiert, ihr wisst ja, wie Rabatmarken aussehen.

An diesem Sonntag geschah sehr lange nichts, das ich mit meinen Händen tun konnte, außer Nachrichten tippen und das Telefon halten, und es war schon Nachmittag, als ich den Kühlschrank plünderte, die Taschen noch einmal umpackte und endlich in den Garten fuhr.
170709_170132 Dort mühte ich mich mit dem Gestänge des großem Sonnenschirms ab, bekam ihr aber nicht geöffnet. Zum Glück kam Christoph kurz nach mir. Für ihn war es ein leichtes, den Schirm aufzuspannen.
170709_171828Endlich im Schatten konnte ich dann den nächsten Rest an das Deckengarn anknibbern, gleich noch ein paar Reihen stricken und Drachentatoos auf Mädchenarme malen.170709_182341
Als es nicht mehr ganz so warm war, habe ich ein Stück Beet umgegraben, um den Giersch loszuwerden, der sich da schon wieder angesiedelt hatte. Ich weiß, aus Giersch kann man Salat machen. Dennoch hatte er an dieser Stelle nichts zu suchen, denn ich wollte zwei Gurkenpflanzen umsetzen, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Zucchini nicht hätten entfalten können.170709_191856

Für das Abendessen schnippelte ich Lauchzwiebeln, Tomaten, etwas Knoblauch und Feta.
170709_194513170709_202941Vom Grill habe ich eine geplatzte Bratwurst stibitz. Hm, lecker.
Silvana brachte noch Kartoffelsalat mit. Die Mädels spielten mit Silvanas kleinem Hund. Es war ein schöner runder Abend. Nach dem ganzen Ärger mit Mutti, von dem ich an anderer Stelle vielleicht noch erzähle, hatte ich das gar nicht mehr gedacht, aber es war wirklich schön.
Auf dem Heimweg stand ich an der Schranke und zwischen den Baumwipfeln an der Glockentiefe hing ein dicker runder Mond, dunkelgelb, fast orange und so groß, dass er zum Greifen nah erschien. Ich wollte ihn fotografieren, aber die Ampelanlage am Bahnübergang blendete. Wahrscheinlich hätte ich es auch sonst nicht geschafft, den Mond zu fotografieren. Ich kann das einfach nicht. Aber ein alter Karat-Titel kam mir sofort in den Sinn, als ich den Mond sah. Und falls ihr jetzt meint, ein Mondfoto gehört ohnehin nicht zum Sieben-Sachen-Sonntag, denn was soll man am Mond schließlich mit seinen Händen tun? Nun ihr Lieben, man kann ihn mit der Hand berühren. Herbert Dreilich jedenfalls konnte das vor mehr als 30 Jahren. Hört selbst.

So und nun sehen wir uns bei der Linkparty zum Sieben-Sachen-Sonntag

Samstagsplausch {08.07.2017}

So eine schöne Woche!!!
Davon muss ich euch erzählen beim Samstagsplausch bei Andrea.

Zunächst möchte ich mal noch vom letzten Wochenende, 01./02. Juli erzählen. Viele von euch wissen inzwischen, dass meine Mutti zwar {zum Glück} noch keine Pflege benötigt, sich aber gern von mir umtüddeln lässt und das auch einfordert, oft auf eine Art, die mich nervt, weil sie nie einfach sagt: "Ich möchte das so!". Das könnte ja eine Reaktion heraufbeschwören, in der Art: "Ich aber nicht!" Nein, die kleine alte Frau drückt auf die Tränendrüsen. "Ach, ich hatte ja so ein beschissenes Pfingsten! Und nun bist du schon wieder ein ganzes Wochenende nicht da!" Das schlimme Pfingsten hatte sie, weil ich sie zwar am Samstag mit in den Garten genommen hatte und sie am Sonntag mit ihrer Freundin verabredet war. Aber am Montag, am Montag hatte ich mir erlaubt, mich um die Enkelhexe und die Besuchskinder zu kümmern und sie nicht abzuholen und rumzufahren oder was auch immer. Und ganz schlimm wurde es dann, als ich das Wochenende drauf sowohl am Samstag, als auch am Sonntag eingeladen war. Da musste mit weinerlicher Stimme mir ein schlechtes Gewissen gemacht werden, weil ich mich zu wenig um meine arme alte Mutter kümmere. Dass sie drei Tage später mit einer Seniorengruppe einen wunderbaren Tagesausflug nach Berlin gemacht hat, hat sie mir wohlweißlich nicht erzählt. Mir erzählt sie immer nur von den traurigen Tagen, an denen sie allein daheim sitzt und sich überhaupt nicht beschäftigen kann, weil sie sich nicht beschäftigen will, sondern wünscht, dass ICH sie beschäftige. Das Beispiel mit Pfingsten ist nur stellvertretend für viele andere, und ich stehe schon immer vor dem Wochenende unter Druck, weil ich Angst habe, mich nicht erholen zu dürfen, da ich ja familiäre Verpflichtungen habe.
Am letzten Wochenende war das zu meiner Freude ganz anders. Es war regnerisches Wetter vorhergesagt und ich beschloss, bei jedem Wetter in den Garten zu gehen und selbst bei Regen dort in der Laube zu sitzen und zu stricken oder zu lesen. Als ich am Donnerstag zum Einkaufen bei Mutti war, kündigte ich ihr das bereits an, sagte ihr auch, dass sie durchaus mitkommen könnte, dass ich mich aber keinesfalls von ihr wieder über den Acker jagen lassen werde.
Als ich sie dann am Samstag abholte, hatte sie eine große Tasche dabei. Im Garten angekommen, packte sie eine Schüssel mit Kartoffelsalat aus. Den macht sie immer sehr lecker. Bratwurst hatte sie vorbereitet und Eier gekocht. "Damit du keine Arbeit hast!" Das fand ich ganz rührend. An diesem Tag haben wir viel gelesen. Und auch der Sonntag im Garten verlief sehr entspannt, was ich hier schon erwähnt habe. Das wollte ich unbedingt mal erzählen, weil ich in der letzten Zeit meist eher genervt reagiert habe.

Auf den Montag, 03. Juli freute ich mich, denn nach Feierabend stand der überüberüberfällige Besuch bei Anke und Jürgen auf dem Plan. Das war soooo schön. Zuerst wurde Kaffee getrunken und geschwatzt. Und dann saßen wir vor dem Fernseher.
Wie jetzt? Fernseher, wenn man zu Besuch ist? Mira und Fernsehen und das dann auch noch schön finden? Jaaaaaaa!
Zwölf Jahre lang haben Anke und Jürgen ein kleines Café betrieben und unzählige Veranstaltungen dort organisiert. Leute wie Katy Karrenbauer oder Veronika Fischer waren da zu Gast. Es gab sogar ein eigenes kleines Kabarett, das Tauchaer Brett’l, das leider seinen Spielbetrieb einstellen musste, als einer der Mitwirkenden in ein öffentliches Amt gewählt wurde. Inzwischen hat sich Jürgen entschieden, in den Ruhestand zu gehen und das Café aufzugeben. So gab es Ende März eine Abschiedsveranstaltung, deren erster Teil der Veranstaltungsreihe nachempfunden war, die so viele bekannte Größen in das kleine Café geführt hatte. Im zweiten Teil wurde noch einmal, ein allerletztes Mal Kabarett gespielt. Die gesamte Veranstaltung war aufgezeichnet worden. Für mich ein riesen Glück, denn zum Zeitpunkt der Veranstaltung weilte ich gerade bei meiner Schwester in der Pfalz. Am Montag Abend spielte Jürgen die Aufzeichnungen für mich ab und ließ mich auf diese Weise an der Veranstaltung teilhaben. Es war ganz gewiss nicht das letzte Mal, dass ich mir die Videos angeschaut habe.

Stammleser wissen, dass der Dienstag, {04. Juli} mein Schwimmbad- und Saunatag ist. Normalerweise. Manchmal liegt aber etwas an, das mir so wichtig erscheint, dass ich auf den Besuch in der Therme verzichte. So war es auch in dieser Woche. Das Finanzamt hatte einen Nachtrag zu meiner Steuererklärung angefordert, den ich in den letzten Jahren nie hatte einreichen müssen. Diesmal schon. Nun kenne ich mich zwar mit den Elsterformularen ganz gut aus, diese Anlage aber hatte ich noch nicht ausgefüllt und wusste nicht so genau, wieviel Arbeit da auf mich zukommt. Soll ja auch alles ordentlich und richtig gemacht werden. Ich weiß nicht, ob ich schon erwähnt habe, dass ich in der letzten Zeit ein seltsames Problem habe. Erledigungen, die von mir zu bestimmten Terminen oder in offiziellem Zusammenhang gefordert werden, bedrücken mich neuerdings. Nicht in der Firma, da habe ich dauernd Termine und muss immer alles mögliche schaffen und schaffe es auch. Aber Dinge, die ich mit Ämtern zu erledigen habe, lösen ein mulmiges Gefühl bei mir aus, obwohl es dafür gar keinen Grund gibt. Jedenfalls hatte ich diese Anlage auszufüllen und überlegte mir, dass ich das wohl auch noch nach dem Schwimmen schaffen könnte, dass aber das Schwimmen kaum eine Erholung wäre, wenn ich immer an die vor mir liegende Aufgabe denken muss. Also fuhr ich direkt nach Hause, machte mir einen Kaffee und hockte mich an den Rechner. Nachdem ich die Formulare aufgerufen hatte, lief alles sehr viel besser, als ich gedacht hatte und es war weniger aufwändig, als befürchtet. Als ich fertig war, fiel mir nicht nur ein Stein vom Herzen. Hach.

Am Mittwoch, 05. Juli war, wie eben erwähnt, der Fünfte. Und da fragt bekanntlich Frau Brüllen jeden Monat, was man den ganzen Tag so macht. Und wie schon in den letzten beiden Monaten habe ich diese Frage sehr gern beantwortet.

Am Donnerstag, 06. Juli wurde eingekauft. Vorher stand noch die Bücherei auf dem Plan, die mir wichtig war, denn das interessante Lesefutter war mir schon am letzten Wochenende ausgegangen. Ich entdeckte eine {mir} neue Fantasy-Reihe und nahm den ersten Band mit, erst mal zum Hineinlesen. Das tat ich dann am gleichen Abend noch und… legte das Buch beiseite. Ganz aufgegeben habe ich es noch nicht. Einen weiteren Versuch wird es geben, aber ob ich es tatsächlich zu Ende lese, weiß ich noch nicht, obwohl die Lesermeinungen sehr positiv sind. Wer sich selbst informieren mag, hier entlang {ACHTUNG! Amazon Werbelink}
Nach der Bücherei ging es dann endlich zum Einkaufen. Darauf freute ich mich diesmal auch, weil wir nicht in den etwas langweiligen N-Markt wollten, sondern in den Kaufmannsladen. Dort war es aber auch sehr leer. Also, die Gemüseregale enthielten mehr Lücken als Angebote, der Grund, warum ich im N-Markt um diese Uhrzeit nicht gern einkaufe. Der Kaufmannsladen hat 2 Stunden länger göffnet und normalerweise ein um Längen besseres Angebot. Nur nicht an diesem Donnerstag. Das machte aber nichts. Mutti fand, was sie brauchte, ich wurde in der Tiefkühltruhe fündig und(!) ich bekam mein besonderes Eiweißbrot, das es nur dort gibt und das das einzige Brot ist, das ich ohne Reue essen kann.

Am Freitag, 07. Juli begann das Wochenende. Natürlich musste ich auch an diesem Tag ganz normal zur Arbeit, aber es waren wenig Leute da, so dass ich viel Bürokram fertig bekam und außer den Sachen, die genau zum Feierbend herein kamen {wie jeden Freitag Feierabend}, gab es keine Überhänge für Montag. Wie schön. Außerdem hat MLSche ihr Prüfung geschafft. Auch ein Grund zur Freude.
Nun hätte ich zum Feierabend ganz entspannt in den Garten fahren können, aber als ich zu Hause ankam, grollten heftige Donner, weshalb ich dann doch erst mal in die Wohnung hinauf stieg {4. Stock, immer noch}. Kurz darauf entlud sich das Gewitter, das ich genüsslich bei weit geöffneten Fensteren von der Couch aus beobachten konnte. Zum Glück kam der Regen aus einer Richtung, dass er die Fenstern nicht traf und ich sie offen lassen konnte.
Nach dem Gewitter telefonierte ich noch ein wenig, las ein paar Seiten, strickte ein paar Reihen, schaute nebenbei eine Krimiserie auf Amazon und nickte dabei immer wieder ein. Als ein dicker dunkelgelber Mond durchs Fenster blickte, kuschelte ich mich für die Nacht in meine Strickdecke.

Jetzt ist Samstag Morgen, der 08. Juli. Ich werde in den Garten fahren, vielleicht später den versäumten Schwimmbadbesuch nachholen. Auf alle Fälle mich erholen und heute Abend noch einmal beim Samstagsplausch vorbei, um zu sehen, was ihr so von eurer Woche erzählt.

WmdedgT – Juli 2017

Tagebuchbloggen am 5. eines jeden Monats, gesammelt in der Linkparty Was machst du eigentlich den ganzen Tag? von Frau Brüllen.
Nachdem ich wie ein Stein geschlafen hatte und die Nacht somit nicht sehr erholsam war, quälte ich mich 20 Minuten vor dem Weckerklingeln bereits aus dem Bett. Die Zeit brauchte ich, um das Herzrasen in den Griff zu bekommen und halbwegs normal in den Tag starten zu können. Ein paar WhatsApp-Nachrichten flatterten zwischen der Freundin und mir hin und her, in denen wir verabredeten, dass ich mich von meiner Unpässlichkeit nicht beirren lasse und auf jeden Fall heute zum Feierabend nach Halle fahren und mit ihr strickschwatzen werde. Freilich hätten wir es auf nächste Woche verschieben können, aber wer weiß, was da wieder ist.
Kurz bevor ich los wollte, fiel mir ein, dass ich noch ein paar Dateien für die Arbeit brauchte. Also fix noch mal an den Rechner. Schneller, als den Stick herauszusuchen {und dann in meiner Schusseligkeit vielleicht noch daheim zu vergessen}, ging es, mir die Dateien selbst per Mail zu senden.
Dann aber endlich los. So spät bin ich in den letzen zwei Jahren nie mehr losgefahren. Da ich aber ohnehin nicht in den Kaufmannsladen wollte, das Morgenritual somit entfiel, war ich immer noch sehr rechtzeitig in der Firma. Und auch gleich schon wieder bedient.
Ich habe zwei Gruppen von Kollegen. Die eine Gruppe arbeitet in der Verwaltung. Mit den Leuten habe ich seltener zu tun. Man trifft sich in den Pausen auf dem Flur oder spricht gelegentlich einzelne Aufträge ab. Diese Gruppe ist der anderen gegenüber weisungsbefugt, was meist aber über mich läuft, obwohl ich als Freelancer irgendwie eine Sonderstellung einnehme, wobei das nicht unbedingt "besonders gut" bedeutet, sondern eher so "weder Fisch, noch Fleisch". Die andere Gruppe habe ich Tag für Tag um mich. Sie werden von mir betreut, betüddelt, unter- und angewiesen, was eben so anfällt.
Und diese Gruppe empfing mich am Morgen auf dem Hof mit viel Getön: "Sie haben gestern Abend vergessen, die Fenster zu schließen."
Hab ich nicht!
Vier oder fünf mal hintereinander wurde ich lautstark darüber aufgeklärt, dass die Fenster geschlossen werden müssen, weil es sonst im Falle eines Gewitters reinregnen kann. Ich versuchte zu erklären, dass ich nichts vergessen habe und die Fenster, als ich ging, definitiv zu waren. Ich wurde überhaupt nicht gehört. Stattdessen hieß es: "Jetzt haben wir endlich was gefunden, wo wir Sie auch mal anscheißen können."
Auch??? Als ob ich eine wäre, die immer nur meckert. Gründe hätte ich genug, aber ich mache es nicht, weil es in vielen Fällen gar keinen Zweck hätte.
Irgendwann war mir das alles zu blöd, und ich ließ die Leute auf dem Hof einfach stehen und ging zu meinem Arbeitsplatz. Die Freude an diesem Tag hatten sie mir für’s Erste verdorben.
Die kam dann zum Glück zurück, als mir die Kollegin aus der Verwaltung sagte, dass SIE die Fenster geöffnet hat {wie jeden Morgen}, um zu Lüften. Alles gut!
Schnell noch einen großen Pott Kaffee bereit gestellt und dann an die Arbeit. Das Übliche. Akten erstellen. Unterlagen einordnen. Ausdrucke verteilen. Tests auswerten. Übungsaufgaben weitergeben. FAQ beantworten, immer und immer wieder. Berechnungen anstellen. Bücher bestellen. Listen ausfüllen.
10:28 Uhr ein Anruf der Maklerin. Da ging ich ran, obwohl ich sonst private Anrufe während der Dienstzeit nicht entgegen nehme. Dies hier war eine Ausnahme und ging auch ganz schnell. Und nun haben wir einen Notartermin in Berlin. Den Entwurf des Kaufvertrages, den der Notar zwischenzeitlich per Mail geschickt hatte, las ich in der Mittagspause. Ist das ein Kauderwelsch. Zum Glück habe ich Erfahrung im Lesen und Interpretieren von Gesetzestexten, so dass mir das Ganze letzen Endes doch verständlich war.
Am Nachmittag standen ein paar Gespräche an, ein paar sehr individuelle Test mit ebensolcher Auswertung. Dann war endlich Feierabend, und ich konnte nach Halle düsen. Wobei "düsen" nicht das richtige Wort ist, denn ich ließ mir viel Zeit, tankte unterwegs und kam trotzdem noch vor Uta bei ihr daheim an. Die Männer waren ja da und empfingen mich freudig und dann war auch die Uta schon da. Natürlich hatte ich Neuigkeiten zu berichten, das Exposé zu zeigen und einen Kartenausschnitt, auf dem die Nähe zur Küste erkennbar ist. Jippieeeee.
Uwe kochte ein leckeres Abendessen. Wir schlemmten auf dem Balkon. Später verkrümelten sich die Männer, ein jeder woanders hin. Wir Mädels blieben auf Balkonien, schwatzten und strickten {nur ich} bis es dunkel war.170705_WA0005
Auf der Heimfahrt musste ich zunächst in Richtung Magdeburg fahren, weil die Autobahnauffahrt in Richtung Leipzig gesperrt war. Der kleine Umweg machte mir gar nichts aus. Ich fühlte mich die ganze Zeit über richtig fit und staunte über mich selbst, denn in letzter Zeit wurde ich oft zu den unmöglichsten Zeiten sehr müde. Vielleicht ist das nun endlich überstanden. An diesem Abend fühlte es sich jedenfalls so an.

SiSaSo {02.07.2017}

Letzten Sonntag hatte ich mich nicht an der Linkparty zum Sieben-Sachen-Sonntag bei Anita beteiligt, weil ich außer über knapp 500 km auf Landstraßen und Autobahnen mein Lenkrad festzuhalten, nicht viel mit meinen Händen gemacht habe, sei es für 5 Minuten oder für 5 Stunden. Na gut, die fünf Stunden wären mit dem Lenkrad festhalten in etwa hingekommen, aber weiter gab es nix zu zeigen.
Diese Woche ist das wieder anders. Diese Woche gibt es wieder deutlich mehr Aktivitäten, die ich darstellen kann.
Und schon sind wir mitten drin in meinem heutigen Sieben-Sachen-Sonntag.
3:37 Uhr
Aufgewacht und nach etwa 10 Minuten festgestellt, dass es keinen Sinn hatte, mich weiter im Bett herumzuwälzen.
Also las ich zunächst das Buch zu Ende, das kommenden Freitag in die Bücherei zurück wandern wird.
170702_062342

Nebenbei trank ich den ersten Pott Kaffee dieses Tages, von dem es hier schon so viele Fotos gab, dass ich es euch für diesmal erspare. Ein weiteres Buch habe ich zu lesen begonnen, werde es aber vielleicht doch nicht zu Ende lesen. Es ist {ACHTUNG! Amazon-Link} Giftspur: Kriminalroman (Ein Sabine-Kaufmann-Krimi)
Neben endlosen Schachtelsätzen stört mich, wie der Text mit aussagearmen Wortkonstruktionen künstlich aufgebläht wird. Wer braucht Formulierungen wie "die blonde, langhaarige Städterin", wo ein einfaches "sie" alles erklärt hätte? Natürlich, der Autor braucht so etwas, weil sich der Preis für ein Buch {und damit am Ende auch die Höhe seiner Tantiemen} unter anderem nach seinem Umfang richtet. Für den Lesefluss sind solche Formulierungen aber eher hinderlich. Hinzu kommen noch Formulierungen, die regelrecht falsch sind. Da wird jemand durch einen hölzernen Gegenstand erschlagen. Ja, freilich, so etwas kann passieren, etwa wenn jemandem ein Balken auf den Kopf fällt. {Obwohl auch da wohl das Wort von passender wäre.} Aber so war es im Buch nicht gemeint. Gemeint war, dass eine Person einen hölzernen Gegenstand zu Hilfe genommen hat, um jemanden zu erschlagen. Und in diesem Fall MUSS es mit heißen.
Ich weiß, das klingt krümelkackerisch. Aber es gibt jede Menge Autoren, die auf solche Kleinigkeiten achten. Und deren Bücher lese ich dann eben lieber.

Gegen 6:00 Uhr
170702_061249
Die gestern Abend gebrutzelten Steaks für den Transport in den Garten sicher verpackt.
Ja, Katl, die Dosen leisten mir gute Dienste. Und weil ich weiß, wie sehr du Lob brauchst, sollst du es an dieser Stelle bekommen. Also: Vielen Dank, dass du mir diese Transportdosen geschenkt hast. Ich benutze sie gern und oft.
Zum Frühstück ein Omelett gebraten und natürlich auch verputzt.
170702_061350

7:40 Uhr
Aus den weißen Wölkchen, die noch vor einer Stunde viel hellblauen Himmel sehen ließen, ist eine kompakte graue Wolkendecke geworden. Es sieht ungemütlich aus. Ich habe mich dennoch entschlossen, jetzt schon in den Garten zu fahren und Mutti später nachzuholen.

Im Garten…
…eine Schlange entdeckt.
170702_085953
Da sie sich überhaupt nicht bewegte, vermutete ich schon, dass sie nicht mehr am Leben war. Sicher wusste ich es aber nicht. Also holte ich die Hacke mit dem gaaaanz langen Stiel und stubste das Tier vorsichtig an. Es war wirklich tot. Ekel empfand ich nicht. Weder, weil es eine Schlange war, noch weil sie tot war. Das beruhigte mich sogar ein wenig. Wäre sie stattdessen davon gehuscht und im Gebüsch verschwunden, wäre mir wohl etwas mulmig geworden. Schließlich hätte ich nie gewusst, ob sie wieder hervor kommt und mich vielleicht beißt.
Wobei… ich glaube, es war eine Ringelnatter. Die sind ja zumindest nicht giftig.
Sehr dankbar war ich meinem Sohn. Ich hatte ihm das Foto der Schlange per WhatsApp gesendet. Keine 10 Minuten später war er da. Am Ende habe ich den Kadaver selbst entsorgt, aber es tat unglaublich gut, dass da jemand war, der mich mit dieser Situation nicht allein ließ.

Am Vormittag…
holte ich die Mutti ab, nachdem ich ihr Telefon wiedergefunden hatte. Hach, die kleine alte Frau. Da hatte sie mit meiner Schwester telefoniert, die ihr sagte, dass ich mich gleich auf den Weg machen wollte, um sie abzuholen. Sie meinte, sie werde sich gleich bereit machen. Und dann verlegte sie das Telefon, so dass sie meinen Anruf etwas später gar nicht mehr annehmen konnte. Beinahe wäre ich deshalb nicht hingefahren. Zum Glück schrieb die Schwester mir dann von ihrem Gespräch, so dass ich vermutete, die Mutti wartet vielleicht schon vor dem Haus auf mich. Als ich da ankam, war sie ganz verzweifelt wegen ihres Telefon. Dabei lag es ganz entspannt im Bad auf dem Waschtisch. Hach ja. So ein Kuddelmuddel.

Zu Mittag…
170702_134700…Eiweißbrot aufgeschnitten und Käse dazu serviert.
170702_134704 Nachdem Mutti am Samstag extra Kartoffelsalat gemacht und wir entsprechend geschlemmt hatten, beschlossen wir, am Sonntag nicht zu kochen und nur ganz bescheiden eine Kleinigkeit zu essen. So bescheiden war es dann gar nicht, denn der Käse, den Chris beigesteuert hatte, war ein besonderer Leckerbissen.

Am Nachmittag…
..Unkraut gejätet. Das hatte ich mir nicht so anstrengend vorgestellt, aber dieses seltsame Gras, das sich auf meiner Rabatte angesiedelt hatte, war so verwurzelt und verflochten, dass ich mit der Hacke gar nicht durchkam, sondern die Grabgabel holen musste. Damit ließ es sich gut entfernen, und als alles schön sauber war, pflanzte ich die Astilbe ein, die ich am Samstag aus dem Kaufmannsladen mitgebracht hatte.170702_160947

Und die Kokardenblume, die sich am Stamm des Pfirsichbaumes angesiedelt hatte, bekam einen neuen Standplaz, an dem sie sich entfalten kann.
170702_160950

Als alles eingepflanzt war, hatte sich die Sonne wieder einmal hinter dicken Wolken verschanzt und kalter Wind frischte auf. So packten wir zusammen, ich brachte Mutti heim und legte mich daheim für eine Weile in die heiße Badewanne. Das tat gut.
Und nun, ab zur Linkparty zum Sieben-Sachen-Sonntag.

Samstagsplausch {01.07.2017}

Diesmal gibt es wieder einen Zwei-Wochen-Bericht zum Samstagsplausch bei Andrea. Der Grund ist, dass ich am letzten Wochenende nicht zu Hause war. Zwar kam ich am Sonntag Abend zurück, aber da hatte ich Eindrücke zu verdauen und Entscheidungen abzuwägen und noch keinen Nerv, darüber zu schreiben. Inzwischen hatten die Eindrücke Zeit, sich zu setzen, die Entscheidung ist getroffen, und so gibt es hier jetzt eine Menge zu lesen und vielleicht ein paar schöne Fotos.

Das Wochenende, 17./18. Juni verlief leider nicht so entspannt, wie ich mir das vorher vorgestellt hatte. Der Samstag begann noch ganz ruhig. Das windige, graue, kühle Wetter lockte mich nicht zwingend in den Garten, nur Anti-Algen-Zusatz für das Poolwasser wollte ich besorgen und vielleicht gleich noch Glühlampen für Mutti. Also startete ich am Vormittag zu einer Einkaufsrunde, bei der ich mir Zeit ließ. Der Wasser-Zusatz war schnell gefunden, die passenden Glühlampen nicht. Da musste ich noch woanders hin. Inzwischen kam die Sonne zum Vorschein, S. sendete Suchnachrichten, wo C. sei und C. rief an. Ich würde gern grillen.
Schnell disponierte ich meine Einkaufstour um und baute Kinder-Abholen, C.-Abholen, Menschen-und-Einkäufe-in-den-Garten-bringen in die Tour ein. Zum Glück hatte ich aus unerfindlichen Gründen meinen Freizeit-Beutel mit zum Einkaufen geschleppt, so dass ich nun natürlich auch im Garten bleiben konnte. Strickzeug, Buch, Medikament und Hautcreme hatte ich dabei. Was sollte da noch schief gehen?
C.s Freund kam mit seiner kleinen Tochter vorbei, C. warf den Grill an und versorgte uns alle mit leckerem Abendessen. Später entfachte C. noch im Feuerkorb ein Lagerfeuer. Darum versammelten sich außer C. und R. noch ein paar Gartennachbarn.
Die großen Mädels verzogen sich ins Zelt, das Kleine verwob ein kleines Wollknäuel zu magischen Gebilden. Ich hockte auf der Schaukel und strickte an meiner Decke. Aber irgendwie war es nicht mein Abend, weshalb ich mich gegen 21 Uhr nach Hause verzog.
Den Sonntag habe ich hier schon in Kurzfassung wiedergegeben. Was dort nicht steht… dass Mutti mir den Abend verdorben hat. Es war recht wirbelig an diesem Sonntag. Die Mädels tobten im Pool herum und luden ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft zum Baden ein. Zwischendurch riefen sie immer wieder Hunger, so dass ich ständig am Baguetts aufbacken und anderes Essbares bereitstellen war. Chris gab sich alle Mühe, mich zu entlasten und machte sich über den Riesenabwasch her. Zwischendurch sauste er mit Gießkannen durch das Gelände und erledigte auch sonst einiges. Mutti gab natürlich wieder einmal keine Ruhe, wollte ständig etwas auf den Beeten herumwirtschaften. Wo ist denn die kleine Hacke? oder Gibst du mir den Dünger? {Ich dünge eigentlich nicht, was wächst, das wächst, und gut.} Die Krönung war, dass sie gegen 15.30 in der größten Sonne und zur schönsten Sonntags-Kaffeetrinken-Zeit nach der Grabegabel verlangte und unbedingt ein Stück Beet umgraben wollte… Die Hintergründe erspare ich mir jetzt. Ich habe ihr gesagt, wenn sie das macht, bekommt sie keinen Kaffee. Da hat sie es gelassen. Chris musste zur Arbeit, die Mädels waren noch da und ich organisierte per WhatsApp, dass und wann sie abgeholt werden. Das kleine Mädchen aus der Nachbarschaft brachte noch weitere 5 Kinder vom Kindergeburtstag mit und zwei Erwachsene, die über den Pool herfielen und sehr erschrocken waren, als Mutti meinte, das seien ihr zu viele Kinder, die könnten nicht alle in den Pool. Ich war gerade in der Hütte gewesen, und als ich dann auftauchte, schauten mich die Erwachsenen etwas vorwurfsvoll an. Wahrscheinlich meinten sie, ich sollte der Alten Frau sagen, dass sie nicht einfach die Kinder wegscheuchen kann. Ich war zu perplex, um zu fragen, weshalb sie unaufgefordert hier herein schneien und alles mit Beschlag belegen. Dann rief S. an, die Mädels sollten schon mal an die Straße kommen, sie würden sie gleich abholen. Nun musste schnell das Nötigste zusammen gepackt werden, der Rest blieb für später für mich zum Aufräumen.
Ich brachte die Mädels noch bis zur Straße, weil ich nicht wollte, dass sie allein dort warten müssen. Auf dem Rückweg atmete ich durch und dachte, nun könnte ich noch eine Stunde in aller Ruhe unter dem Apfelbaum sitzen, den Abend genießen {es war gegen 18.30} und dann in Ruhe aufräumen, Mutti heim bringen. Da komme ich am Garten an und sehe, wie die alte Frau schon ihre Tasche packt. Ich hatte in aller Eile aufzuräumen und sie dann nach Hause zu bringen. Nicht ein Moment blieb mir, die eingekehrte Ruhe zu genießen.
Als wir uns vor ihrer Haustür verabschiedeten, sagte sie: Das tut mir ja nun leid, dass ich dir den Abend verdorben habe, aber…
Was aber? Aber du bist selbst schuld, hättest du mich nicht mitgenommen? oder Aber Hauptsache, ich habe meinen Kopf durchgesetzt? oder Aber in Wahrheit ist das nur eine Floskel und es tut mir kein Bisschen leid?
Ich hatte nicht die Kraft, irgend etwas zu bemänteln, etwa zu sagen "ach, das macht nichts" oder ähnliches unehrliches Zeug. So sagte ich nur: Ja, das hast du.
Montag, 19. Juni
Erwartungsgemäß verlief der Arbeitstag ruhig, so dass ich eine Menge Bürokram aufarbeiten konnte. In den Computerräumen stand allerdings die Luft, so dass die Konzentration am Nachmittag stark nachließ und ich froh war, als ich Feierabend hatte. Und an diesem Abend nahm mich mir die Auszeit, die ich am Sonntag nicht haben konnte. Der Pool lag bereits im Schatten der großen Konifere. Und ich lag im Pool mit Buch, Mineralwasser und Melone. Herrlich. An jedem anderen Nachmittag hätte ich vielleicht Mutti gefragt, ob sie mitkommen will. Aber dann stellte ich mir vor, dass sie ja vermutlich 19.00 Uhr zum Vorabendprogramm zu Hause sein will, ich aber keinesfalls schon wieder unter Zeitdruck geraten wollte. Also unterließ ich es, sie mitzunehmen und konnte einen wunderbar entspannten Abend genießen.
170619_183800
Dienstag, 20. Juni
Wie der Arbeitstag verlief, vermag ich heute nicht mehr zu sagen. Immerhin war der Feierabend tiefenentspannt mit schwimmen und träumen. In der Sauna war ich natürlich nicht, die hatten wir auch ohne Holzhütte und Ofen.
Mittwoch, 21. Juni
Ein weiterer Gartenfeierabend in dieser Woche. Ich war extrem erholungsbedürftig. Dieser Abend war so schön, dass er einen eigenen Eintrag bekam.
Am Donnerstag, 22. Juni spielte Stoppok an der Moritzbastei. Da wollten wir eigentich hin. Aber ich war so kraftlos in dieser Woche und hatte doch noch so viel vor. Ich war froh, dass ich den Konzertbesuch absagen konnte, obwohl es ursprünglich meine Idee gewesen war.
So nutze ich den Donnerstag als Einkaufstag, wie immer, was mir für Freitag etwas mehr Freiheit brachte. Dann versuchte ich, meine Tasche(n) zu packen, was bei den Anfängen blieb. Eine Trommel Wäsche drehte sich in der Maschine und ich schlief auf der Couch ein. Später hing ich noch die Wäsche auf, das musste schon noch sein.
Am Freitag, 23. Juni konnte ich den Feierabend kaum erwarten. Schnell waren die Taschen fertig gepackt und ins Auto verladen. Das Gemüse gewaschen und samt Messer ebenfalls verpackt. Katl würde das meiste davon frisch putzen und schnippeln, wenn unterwegs Bedarf bestand.
Noch schnell getankt, und schon waren wir unterwegs in Richtung Norden. Erste kurze Pause nach rund 100 Kilometern.
170623_WA0008Nach fast genau vier Stunden hatten wir unser Ziel für diesen Abend erreicht. Hier stillten wir erst einmal unseren "Kaffeedurst" und richteten uns dann für die Nacht ein. Dabei stellte sich heraus, dass der Kaffee doch keine so gute Idee war, denn ich brauchte ewig zum Runterkommen und schlief wohl erst gegen 3 Uhr nachts ein.
Kurz nach sieben am Samstag, 24. Juni wachte ich wieder auf, angenehm erholt und voller Tatendrang.
In einem hübschen Café in Altentreptow gab es ein sehr leckeres Frühstück. Zeit zum Herumklumpern und Träumen. Danach suchte ich den Weg in ein winziges verwunschenes Dorf, über das ich in Zukunft sicher öfter etwas erzählen werde. 11.30 Uhr hatte ich dort einen Termin. Ich war früher dort, weil ich mich noch ein wenig umsehen wollte. Die Leute, mit denen ich mich treffen wollte, waren auch früher da. Dafür sah ich mich hinterher noch ein wenig um.
Zu Mittag gab es leckere Matjes-Brötchen im Hafen von Lassan. 170624_133105
Später besuchten wir das Hafenfest in Kamp. 170624_201628Nachdem wir bis auf die Haut durchnässt worden waren und uns auf dem Parkplatz umgezogen hatten, erwischten wir noch die wenigen Sonnenstrahlen, die es an diesem Wochenende gab. Usedom soll die sonnenreichste Insel Deutschlands sein. Davon war an diesem Wochenende jedoch nicht viel zu merken. Auch am Sonntag, 25. Juni nicht, als ich unbedingt noch nach Ahlbeck wollte. Spiegelglatt lag das Meer unter schweren Wolken.170625_122127Kann man glauben, dass dieses Foto um 12:21 Uhr mittags entstanden ist? Düster, oder?
Als wir nach reichlich 4 Stunden und 460 km wieder in Sachsen ankamen, schien wieder die Sonne. Nunja.

Die folgende Woche verlief recht unspektakulär.
Am Montag nach der Arbeit ein wenig Wäsche gewaschen, gelesen, gestrickt.
Am Dienstag kein Besuch im Schwimmbad, weil ich… was noch gleich?… erledigen wollte. Der Mittwoch sollte einen Garten-Feierabend bekommen, aber zunächst musste ich zur Hausärztin, um eine Überweisung zu einer Fachärztin abzuholen und diese dann gleich noch abzuliefern. Danach trieb mich ein dringendes Bedürfnis erst einmal nach Hause, wo Chris ein paar Minuten später auch eintreffen wollte. Wir wollten dann entscheiden, ob wir noch in den Garten fahren, vielleicht die Junghexe abholen. Als ich ins Bad kam, erwartete mich ein Berg Schmuddelwäsche, dem ich fix zu Leibe rückte. Chris kam dann erst kurz vor Mitternacht. Wir diskutierten noch ein Weilchen um mögliche Renovierungsarbeiten. Na gut.
Manchmal freue ich mich richtig darauf, am Donnerstag mit Mutti einkaufen zu fahren. Das läutet schon so ein wenig das Wochenende ein, denn wenn wir damit fertig sind, muss ich nur noch einmal zur Arbeit und dann habe ich frei. Es gibt immer mal Phasen, in denen ich solch kleine Hilfsmittel brauche, um mich zu motivieren. Mental war die Woche bis Donnerstag sowieso ein wenig seltsam. An den ersten beiden Wochentagen war ein wenig Papierkram zu erledigen, der mit der Entscheidung zusammen hing, die ich am Wochenende getroffen hatte. Im Grunde waren nur ein paar Kopien anzufertigen und zwei Unterschriften zu leisten. Ich kann nicht sagen, weshalb ich mich damit schwer tat, doch es war so. Dann gab es noch diese Sache mit der Überweisung. Das war nun überhaupt kein Akt. Ich hatte nicht einmal etwas zu entscheiden, nur ein wenig Lauferei. Trotzdem hat es mich belastet.
Und dann war endlich Freitag, 30. Juni 2017. Bis zum Nachmittag war es grau, kühl und windig. Auf dem Heimweg stimmte dann Sonnenschein auf das Wochenende ein. Ich wollte endich meinen lange aufgeschobenen Besuch antreten, doch die Gastgeber waren gar nicht zu Hause. Also ging ich heim und freute mich, Chris noch anzutreffen, bevor er zur Arbeit musste.
Obwohl die Sonne meinen Tatendrang geweckt hatte, bekam ich nichts rechtes fertig. ich hatte weder Lust zu stricken, noch irgend etwas anzuschauen und auch Lesen war keine Option. So legte ich mich ein wenig auf die Couch und schlief prompt ein. Die Nächte waren in dieser Woche nicht so erholsam. Ich brauchte wohl den Schlaf. Gegen 22.30 Uhr wachte ich wieder auf, nur, um ins Bett zu gehen.
Und nun ist Samstag, 01. Juli. Ich bin seit 2 Uhr auf, habe gestrickt, gelesen, die 2. Staffel einer Fantasy-Serie zu Ende geschaut und entschieden, die dritte Staffel nicht mehr anzusehen. Gegen 5.30 Uhr kam Chris von der Arbeit.
Jetzt ist es 7.00 Uhr. Die Sonne strahlt. Und ich bin inzwischen so müde, dass ich wieder ins Bett gehen könnte. Aber das wäre schade um den schönen Tag. Also werde ich ein wenig Kram zusammen packen, etwas um Frühstück einkaufen und in den Garten fahren, wo ich hoffentlich ein wenig Ruhe genießen kann, bevor ich wieder los muss, die Mutti abholen.

Und nun schnell ab das Ganze zum Samstagsplausch. Wir lesen uns.

SiSaSo {18.06.2017}

Es ist wieder Sonntag. Es ist wieder Linkparty zum Sieben-Sachen-Sonntag bei Anita.
Und was habe ich an diesem Sonntag getan mit meinen Händen, egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden?

170616_174416In aller Frühe die Blumen in der Wohnung gegossen, damit sie es gut haben, während ich an diesem warmen Tag im Garten weile.

170618_094114Für das Frühstück der Kinder Croissants gefüllt, gewickelt und gebacken.

170618_101538Fertige serviert, Nachschub vorbereitet.

170618_115914Losgefahren, um Mutti in den Garten zu holen.

170618_124553Foto aufgenommen und der Schwester geschickt, weil sie nicht wusste, wie Astilben aussehen.

170618_134809Das Wasserfass vollaufen lassen, damit wir abgestandenes Wasser zum Gießen haben.

170618_190027170618_190030Polster von der Schaukel geräumt und Pool abgedeckt, damit alles aufgeräumt ist, wenn ich Mutti wieder nach Hause fahre.
Sonntag vorbei. Unzufrieden, traurig.

WmdedgT – Juni 2017

An jedem 5. des Monats fragt Frau Brüllen, was man eigentlich den ganzen Tag macht. Im Mai hat mir das Spaß gemacht, deshalb habe ich auch im Juni notiert, was der 5. Tag des Monats mir gebracht hat. Da dieser Fünfte auf einen Feiertag {Pfingstmontag} fiel und sich somit auch ein SiSaSo angeboten hätte, gibt es diesmal auch einige Fotos.
170605_084241
7:20 Uhr habe ich mich noch einmal unter meine Decke gekuschelt und noch ein Weilchen geschlafen, schließlich war Feiertag. Die Decke ist auf diesem Foto übrigens links herum, was mir aber erst auffiel, als ich das Foto hochgeladen hatte.

8:10 Uhr Bin ich dann aber doch aufgestanden. So richtig munter wurde ich nicht, außerdem schmerzte die Schulter wieder und mir war kalt. Also habe ich zunächst das Bad geheizt und dann eine Weile in der warmen Wanne gelegen. Nun war ich doch richtig wach und, weil das warme Wasser der Schulter gut getan hatte, auch in der Lage, den Fleck zweifelhafter Herkunft, der sich über Nacht in die Küche geschlichen hatte, vom Boden aufzuwischen.
Als nächstes holte ich Wäsche vom Dachboden. Bei dieser Gewitterstimmung und meine seltenen Anwesenheit daheim bot sich nur der Dachboden zum Wäschetrocknen an. Nachdem ich drei Taschen gepackt und noch den Müll mit runter genommen hatte, ging es nach B’dorf, schließlich hatte ich versprochen, zum Frühstück bei Chris und den Kindern zu sein. Inzwischen war es 9:50 Uhr.
Zwei der Mädels saßen im Wohnzimmer und spielten, das dritte Mädel und der "ganz große Junge" schliefen noch.
Also hatte ich Küchendienst und wickelte zuerst Schinken-Käse-Croissants und danach noch Schokobrötchen. Der Duft lockte die Langschläfer herunter und die Schokobrötchen waren so schnell alle, dass ich gleich noch eine Charge gebacken habe. Dann waren da noch diese Beeren im Kühlschrank, die gewaschen und verlesen werden wollten. Zu meinem Glück wollte die niemand haben. Hmmm. Lecker. Und alle für mich.
Die Mädels zogen sich zurück, um in Ruhe zu planen, was sie alles tun wollen, wenn sie 18 sind. Bis dahin sind zwar noch einige Jahre hin, aber sie hatten jetzt schon viel zu bereden und zu bedenken. Der "ganz große Junge" streckte sich auf der Couch aus, um noch ein wenig zu ruhen, bevor er zur Arbeit musste. Das nutze ich, um mich im Sessel ebenfalls ein wenig auszuruhen, fragt sich nur, wovon 😉
Gegen 15:00 Uhr war es dann schon wieder an der Zeit, alle Taschen wieder zu packen, die Zimmer noch ein klein wenig aufzuräumen und uns auf den Weg zu machen.
Zuerst brachten wir alle zusammen Chris zur Arbeit, dann die Pfingstferienkinder nach Frohburg.
Auf dem Heimweg kehrten Janice und ich noch zum Abendessen ein.
Kurz vor 21:00 Uhr nach insgesamt 150 km Fahrt hatte ich dann auch die Junghexe daheim abgeliefert.
Zum Haare färben hatte ich keine Lust mehr, aber um noch eine Reihe an der Decke zu stricken und dabei eine Folge einer Serie zu schauen, reichte es noch.
Am Ende waren es mehrere Reihen, mehrere Folgen der Serie und inwischen nach Mitternacht, als der Tag zu Ende und ich ins Bett ging.
Und nun schnell den Beitrag ab zur Linkparty WmdedgT.

SiSaSo {21.05.2017}

Und wieder ist Sieben-Sachen-Sonntag bei Anita vom Grinsestern
Weil ich nicht wollte, dass der Sonntag genauso nervig wird, wie der Samstag, stand ich schon kurz nach sechs auf. Meine Idee war, in den Garten zu fahren und unterm Apfelbaum in aller Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken und ein paar Seiten zu lesen, bevor es soweit wäre, Mutti abzuholen. Doch irgendwie kam es dann doch anders.
Zuerst wurde fix der Abwasch erledigt.
170521_072719
Dann fand ich im Gestrick von gestern einen Fehler, drei Reihen tiefer. In einer Reihe konnte ich ihn beheben, doch die darüber liegenden Reihen hatten zu viel Faden, so dass ich ein Stück rückwärts stricken musste.
170521_094140
Die Mutti forderte ich auf, ein Buch einzupacken, weil heute Sonntag ist, der der Erholung dient und nicht nur der Wühlerei auf den Beeten. Als wir im Garten ankamen, begannen wir dann auch gleich mit einem Kaffee und einem zweiten Frühstück, bei dem wir den tollen Kartoffelsalat verdrückten, den Mutti eigentlich für das Mittagessen zubereitet hatte.
170521_114215
Dann hatte ich einiges zu buddeln, was gleich auch viel mehr Spaß machte, weil es nicht so unter Druck geschah, wie am Tag zuvor.
Christoph kochte inzwischen das Mittagessen, und obwohl wir vom zweiten Frühstück "eigentlich" noch satt waren, aßen wir natürlich mit, denn es hatte schon die ganze Zeit so verführerisch geduftet, dass wir uns das Essen nicht entgehen lassen konnten.
170521_133532
Danach hieß es erst mal Füße hoch. Na huch, was ist das? Zwei völlig verschiedene Socken. Zugegeben, ich hatte das schon früher am Tag bemerkt, aber da saß ich schon im Auto und hatte überhaupt keine Lust, die vier Treppen wieder hinaufzusteigen, um die Socken umzuziehen. Außerdem… oben in der Wohnung lag ja noch so ein Paar. {grins}
170521_135922
Am Nachmittag wurde dann weiter gehackt, gegraben, umgepflanzt, gegossen.
Das Foto hier war so schlecht, dass ich es selbst mit Unscharfmaskierung und allen möglichen Filtern nicht mehr hinbekommen habe. Bei Gelegenheit mache ich neue Gartenbilder. Vielleicht.

Als Mutti nach Hause wollte, nahm ich die Gelegenheit beim Schopf, noch in die Therme zu fahren zum Schwimmen, Saunieren, Planschen 😉
Danach gab es dann als Nachtmahl noch den Rest meiner feinen Gemüsesuppe. Hach. Die könnte ich auch jeden Tag essen.
170521_213729

Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Sonntag. Ich schaue jetzt mal bei Anita, was ihr so erlebt habt.

Samstagsplausch {20.05.17}

Mal sehen, ob es diesmal etwas wird mit unserem Samstagsplausch oder ob wieder alles mögliche dazwischen kommt.
Vorsicht, in diesem Text lasse ich an einigen Stellen meinen Frust darüber ab, wie mich eine nahestehende Person dauernd behandelt. Wer so etwas nicht lesen mag, sollte bitte wieder wegklicken.
Klassisch sollte ja über die Woche berichtet werden, was man gemacht oder gedacht hat und all sowas.
Also will ich mal mit dem Montag beginnen:
Da beteilige ich mich gern an den Montagsfreuden, allerdings scheint es diese im Mai nur eine Woche um die andere zu geben. Das macht nichts, auch wenn ich an diesem Montag einen Freugrund für mich gefunden hatte, ein „neues“ Buch aus dem Stapel, der am Freitag zurück in die Bücherei sollte. Ich hatte es hintenan gestellt, weil ich zuerst Camilla Läckberg lesen wollte, doch nun lag noch fast eine ganze Woche vor mir, also begann ich mit Tod im Regenwald. Es ließ sich gut und schnell lesen. Ich freute mich, am Montag nach Feierabend auf der Couch zu hocken und dieses Buch fast bis zur Mitte zu lesen. Dann fielen mir trotz meiner Neugier, wie es weitergeht, die Augen zu.
Der Dienstag ist eigentlich mein Saunatag. Dazu ist er geworden, weil kein anderer Wochentag so gut passt. An den meisten anderen Tagen liegen noch Erledigungen an, die ich immer erst hinter mich bringen müsste, bevor ich in die Sauna kann. Zu spät mag ich da aber nicht hingehen, weil ich dann immer schon so müde bin, dass ich fürchten muss, im Ruhebereich einzuschlafen. Das wäre mir peinlich, also wage ich das nur, wenn jemand dabei ist, der mich weckt, falls ich zu schnarchen beginne. 😉
Tja, in letzter Zeit stehen aber auch dienstags immer öfter Erledigungen an. Diese Woche war Mutti zu einer Geburtstagsfeier bei Freunden eingeladen. Hinfahren musste sie mit der Straßenbahn, aber abholen… wäre toll, wenn ich das machen könnte. Ja, klar, mach ich. Wann denn? 19 Uhr. Hm, ja klar.
Das war zu früh, um vorher in die Sauna zu gehen. Frühestens 16.15 Uhr hätte ich dort sein können und spätestens 18.30 Uhr hätte ich wieder gehen müssen. Abgesehen davon hätte es auch nicht gepasst, weil Mutti kurz nach sechs anrief und meinte, sie seien schon fertig. Immerhin schaffte ich es, noch eine Trommel Wäsche zu waschen. Also ist wenigstens etwas fertig geworden an diesem Tag.
Der Mittwoch ist bekanntlich mein Lieblingstag innerhalb der Arbeitswoche. Er war auch der erste Tag, an dem es richtig, richtig warm wurde. Kurz überlegte ich, dass ich vielleicht an diesem Abend schwimmen gehen könnte. Aber da war ja noch eine Erledigung, die ich schon eine Weile vor mir her schob. Und da war diese Müdigkeit, die mich seltsamerweise immer auf dem Heimweg überfällt. Wenn ich die Firma verlasse, bin ich immer noch voller Tatendrang und voller Vorstellungen, was ich alles noch erledigen möchte. Doch während des Heimweges springt mich diese Schlaffheit an. Ich ärgere mich darüber, weiß aber nicht, was ich dagegen tun könnte. Hinzu kam an diesem Mittwoch noch ein großer Hunger, weil der „Mitbewohner“ in der Nacht das gesamte Essen weggefuttert hatte, das ich am Abend zuvor vorbereitet hatte. Der überwiegende Teil war sowieso für ihn bestimmt, aber ein klein wenig hätte ich mir gern mit zur Arbeit genommen, weil der Kaufmannsladen, der zu meinem Morgenritual gehört, für 3 Tage geschlossen hatte und ich mir somit vor dem Dienst nichts Gesundes mehr beschaffen konnte. Also fuhr ich am Feierabend erst einmal zu einem anderen Kaufmannsladen, um Gemüse, Hähnchenfleisch und Käse zu kaufen. Immerhin hatte ich dann ein leckeres und gesundes Abendessen. Und weil ich nun ohnehin aufs Schwimmen verzichtet hatte, konnte ich wenigstens das Vormirhergeschobene erledigen. Das war dann recht befreiend, als es fertig war.
Am Donnerstag hatte ich einen Arzttermin, musste mich also beeilen, heim zu kommen, zu duschen und wieder loszuflitzen. Da musste ich den Einkauf mit Mutti, der für den Donnerstag immer gesetzt ist, verschieben. Wohin? Auf Freitag. Ach, geht nicht so gut, denn am Freitag stehen schon Bücherei und die Pferd-Mensch-Drogerie auf dem Plan, und weil ich nun einmal durch die Gegend und in diese Richtung fahre, muss gleich noch der Uhrmacher besucht werden und die Bank. Fein, da lassen wir den Einkauf im Supermarkt bleiben, oder besser gesagt, wir verschieben diesen nochmal. Auf kommenden Dienstag. Das ist viel besser, denn in der kommenden Woche können wir ja wieder nicht am Donnerstag gehen, wegen des Feiertags. Und Mittwoch passt auch nicht, da wir Besuch bekommen. Aber Dienstag passt bestens. Nur, dass damit mein Saunatag {mit Wassergymnastik} wieder flach fällt. Wohl könnte ich auch da nach dem Einkauf noch hin, geöffnet ist schließlich bis 23 Uhr. Aber die Wassergymnastik, die mir so wichtig ist, die ist dann vorbei. Und dann sagen die gleichen Leute, die mich immer mit Feierabendaufgaben versehen, ich soll mehr für meine Gesundheit tun. Oha.
Trotz allem hatte ich mich auf den Freitag Abend gefreut. Schließlich war Wochenfeierabend. Da konnte man alles doch ein wenig entspannter angehen. Auf die Bücherei freue ich mich sowieso jedes Mal, auch wenn ich diesmal nicht ganz so das gefunden haben, was ich mir vorgestellt hatte. Das ist immer so ein Ding. Manchmal möchte man das ganze Regal mitschleppen, und ich nehme dann auch gleich mal 5 oder 6 oder 7 Bücher. Und Mutti befindet in solchen Fällen dann immer: Sooo viele? Das schaffst du doch gar nicht! Nee, schaffe ich auch nicht, da sorgt sie schon dafür, dass ich nicht so viel Zeit zum Lesen habe, aber dann wird eben verlängert. Und das ist auch gut so, denn dann gibt es wieder Tage, da scheinen alle Bücher ausgeliehen zu sein, zumindest alle, für die ich mich interessiere, oder ich finde nur solche, die ich schon gelesen habe. Naja. Vier Bücher habe ich trotzdem gefunden. Mal sehen, ob sie mir gefallen.
Nach der Bücherei waren wir noch in der Drogerie. Ich gehe da gern hin. Lange Zeit war es sogar meine erklärte Lieblingsdrogerie, aber das ist sie nicht mehr, nachdem ‚Mutti letztes Jahr auf ganz üble Weise um 10 Euro betrogen wurde und die Kassierrerin dann auch noch frech wurde, obwohl ich ganz genau beobachtet hatte, was sie getan hatte. Aber egal, es gibt manchmal so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit. {vor-mich-hin-pfeif}
Als wir von unserer Runde zurückkamen war es kurz nach sieben und ich meinte, es wäre sogar noch Zeit für den N-Markt, in dem Mutti so gern einkauft. Najaaa, ich habe nichts zum Abendbrot. Ich hatte schon Blinker gesetzt, um zum N-Markt abzubiegen, da kam: Ach nö, die haben doch keine Wurst. Blinker wieder aus und durchgestartet. Wo willst du denn JETZT hin? Na, ins K-Land, wohin sonst? Oh jaaa, die haben sehr feine Wurst.
Bis wir dort ankamen wurde es immer gewittriger. Ach, ach, da werden wir wohl nass.
Vielleicht, und ich kann nicht mehr in die Sauna.
Doch, da kannst du noch hin. Du darfst sowieso nicht nur immer in die Sauna. Du musst schwimmen, viel schwimmen. Das ist gut für dich. Das musst du machen.
Wie ich das hasse, wenn sie mir dauernd sagt, was ich alles muss und was ich alles nicht darf.
Ich bin nachdem ich sie abgesetzt hatte, schnurstracks in die Therme gefahren. Ich bin brav geschwommen und ich war in der Sauna. Hihi.
Und nun haben wir noch den Samstag, an dem ich laut Freitagsfüller „einen schönen Gartentag“ geplant hatte. Nun, ich war im Garten, habe auch einiges geschafft, aber schön war es nicht. Mutti wollte unbedingt mit. Und dann sorgte sie in ihrer ureigenen Art dafür, dass ich möglichst nicht zum Sitzen kam. Das macht sie immer so, deshalb nehme ich sie so ungern mit in den Garten. Auch wenn nicht so viel zu tun ist, wie zur Zeit, komme ich da nicht zur Ruhe. Mal schön entspannt irgendwo im Grünen sitzen und ein paar Reihen stricken ist nicht drin. Kaum habe ich damit angefangen, springt sie auf und braucht eine Schüssel oder einen Lappen oder heißes Wasser oder irgendwas eben. Sie will dann irgend etwas machen, damit ich immer vor Augen gehalten bekomme, dass ich nicht auf der faulen Haut zu sitzen habe. Schließlich ist immer was zu tun. Ja, und das ist ja auch so. Es ist IMMER was zu tun. Aber das heißt doch nicht, dass man sich niemals entspannen oder erholen darf. Allerdings, für Mutti heißt es das schon. ICH darf mich nicht entspannen. Oder wenn, dann hat das aber nach 20 Minuten wieder gut zu sein. Du hast doch gerade gesessen. An diesem Samstag war es besonders heftig. 14.30 Uhr kam ich endlich dazu, eine Tasse Kaffee zu machen. Da saßen wir dann unterm Apfelbaum. Ich kramte mein Strickzeug hervor. was sie recht schön fand, aber leider bekomme ich damit ja nicht meine Rest los. Wieso nicht? Na, weil du neue Knäule verstrickst! Hm. {Nur für’s Protokoll: Es war die Restedecke, die ich dabei hatte, und es baumelte ein Stück Garn am Gestrick, das noch für maximal 2 Reihen gereicht hätte.} Ich bekam die zwei Reihen nicht fertig und auch meine zweite Tasse Kaffee, die ich gern noch getrunken hätte, bekam ich nicht, weil die kleine alte Frau schon wieder aufsprang und einen Hacke holte, um noch irgend etwas zu erzwingen. Dabei war das Stück, das sie da bearbeitete, gar nicht so wichtig, viel wichtiger war, dass ich mich veranlasst sah, ebenfalls aufzuspringen und weiter zu wühlen.

Ich bin eigentlich gern im Garten. Ich buddle auch gern in der Erde und empfinde das meist auch entspannend. Aber ich möchte das tun, wenn es mir passt. Zu Zeiten, zu denen es mir passt, in einem Tempo, in dem es mir passt und mit Pausen, die mir passen. Und ich will keinesfalls immerzu angetrieben werden. Da macht es nämlich keinen Spaß und die ganze Gartenbuddelei, die Freude machen könnte, wird zur Last. Und ich möchte bitte auch bestimmen dürfen, was wohin gepflanzt wird. MANN!

 

Schon halb vorbei…

…dieser Freitag.
1. Meine Füße wurden gestern bei der Ärztin auf alles Mögliche getestet und für gut befunden. Das freut mich natürlich, denn sie haben mit mir wirklich ne Menge zu [er]tragen.

2. Ab und zu mag ich Kartoffelchips, obwohl ich natürlich weiß, dass sie sehr ungesund sind.

3. Ich lernte in meinem Leben schon eine ganze Menge und werde wohl so bald auch nicht damit aufhören. Nur eines habe ich noch immer nicht gelernt: Auch mal Nein zu sagen, wenn ich so viel für andere tun soll.

4. Leider noch viel zu selten wird bei mir das Ich-denk-an-mich-Gen aktiviert.

5. Es ist wirklich traurig, wie rücksichtslos manche Menschen mit den Gefühlen anderer umgehen.

6. Ein paar Konzerte möchte ich unbedingt in diesem Jahr noch besuchen

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Bücher aus der Bibliothek und {hoffentlich} schwimmen gehen, Samstag habe ich einen schönen Gartentag geplant und Sonntag möchte ich nur für mich sein und genießen.

Den Freitagsfüller, wie immer, von hier.