Samstagsplausch {09.09.2017}

Nach dem Plausch ist vor dem Plausch. Deshalb beginne ich jede neue Plauschrunde bei Andrea normalerweise mit dem Bericht über den vorhergehenden Samstag. Diesmal weiß ich aber gar nicht mehr so genau, was an jenem 02. September überhaupt geschehen ist.
Mutti hatte ihre "Mädels" zum Spielenachmittag eingeladen, so dass ich den Samstag ganz für mich hatte. Es hätte für den Abend drei Konzerte gegeben, die ich mir hätte anhören können {Die Qual der Wahl}. Ich konnte mich aber nicht entschließen, überhaupt irgendwohin zu gehen, sondern spielte Couchpotato. Oft ärgere ich mich dann am nächsten Tag über verpasste Gelegenheiten. Diesmal aber war ich am Sonntag, 03. September froh, endlich mal wieder eine Nacht lang normal geschlafen und mich ausgeruht zu haben. Auch den Sonntag hatte ich für mich, denn Mutti wollte mit ihren "Weibsen" zur 750-Jahr-Feier nach Panitzsch. Obwohl ich gemeinsam mit dem Sohn schöne Dinge unternommen habe, tauchte an diesem Tag ein lange verschwundenes ungutes Gefühl wieder auf, der Sonntagsblues.
Was das ist? Nun, ich weiß nicht, ob jemand von euch so einen Unsinn überhaupt kennt, denn im Grunde ist es Unsinn. Da es aber auch ein Gefühl ist und man diese nicht immer mit Sinn belegen kann, überfällt er manch einen eben doch, und zwar an Sonntagen, meist am Nachmittag, wenn sich das Wochenende neigt, der Montag und mit ihm eine schwere Schul- oder Arbeitswoche bevor steht und man das Gefühl hat, dafür noch gar nicht bereit zu sein, weil man sich am Wochenende gar nicht genug ausgeruht oder nicht genug schöne Dinge unternommen hat. Früher, als ich noch einen regulären Nine-to-Five-Job hatte, überfiel mich der Blues nahezu jeden Sonntag. Und der Sohn kennt das auch aus seiner Schul- und Ausbildungszeit. Seit meiner Selbständigkeit, als ich auch unter der Woche nicht immer Aufträge hatte oder mir meine Arbeitszeit überhaupt freier einteilen konnte, verringerte sich der Sonntagsblues und zwischen 2004 und 2009, als ich in rollenden Wochen arbeitete {meist 13 Tage am Stück und dann mal einen oder zwei Tage frei} war dieses seltsame Gefühl ganz verschwunden, weil ich oft an Sonntagen Dienst hatte und keine Zeit für den Blues. Er kam auch nicht zurück, als ich den Laden hatte und die Werkstatt intensiv betrieb, vermutlich, weil ich auch in dieser Zeit sehr oft sonntags arbeitete. Und seit ich {seit 2014} nicht mehr sonntags arbeite, weil ich unter der Woche mit den Aufträgen genug zu tun habe, ist er mir auch erspart geblieben, weil ich meine Arbeitswochen nicht mehr als Last empfand, weil mein Job mir so viel Freude machte, dass ich jeden Montag gern hingegangen bin. Bis letzte Woche. Seitdem fiel es mir jeden Morgen schwer, mich zu motivieren, überhaupt zur Arbeit zu gehen.
Am Montag, 04. September fiel mir das besonders schwer. Als ich aber einmal dort war, gab es keinen Raum mehr für Befindlichkeiten, denn ich hatte richtig viel zu tun, und zum Feierabend lenkte ich mich durch Lesen von allen Befindlichkeiten ab. Um den Grübeleien vor dem Einschlafen zu begegnen, holte ich meine nie aufgeschriebene Fantasy-Geschichte wieder hervor und erdachte eine neue Szene. Das funktionierte sehr gut, auch an den folgenden Abenden.
Am Dienstag, 05. September gab es das allmonatliche Tagebuchbloggen, was mich wieder auf den Gedanken brachte, dies öfter zu machen, als einmal im Monat. Aber wie immer habe ich es auch diesmal wieder bleiben gelassen.
Am Mittwoch, 06. September hatte ich etwas zu tun, was ich noch nie vorher gemacht habe. Ich buchte einen Flug. Meinen Flug zur Lehrgangseröffnung in Düsseldorf. Na, ich bin ja mal gespannt, ob das alles so glatt geht. Hach.
Und dann war da noch der Besuch bei Uta. Auch bei ihr gibt es derzeit ein paar Befindlichkeiten, und so konnten wir uns gegenseitig gut tun, indem wir füreinander da waren.
Der Donnerstag, 07. September verlief unspektakulär. Nach der Arbeit ging es zu Mutti und mit ihr zum Wochenendeinkauf. Außerdem warfen wir unserer Pläne für das Wochenende um. Das heißt, der Ausflug nach Bad Kösen am Sonntag steht nach wie vor auf dem Programm. Aber am Samstag die LebensArt zu besuchen, wollte ich der Mutti gern ausreden. Das musste ich aber gar nicht, weil sie von sich aus meinte, dass sie da nicht so gern hin möchte. Also wird es am Samstag statt GartenAusstellung nur Garten geben {falls das Wetter mitspielt.} Dafür habe ich allerdings schon eine Verabredung, auf die ich mich sehr freue. Es gab nämlich am Montag noch eine freudige WhatAppNachricht. Anke schrieb: "Wir nehmen den Garten." Dabei handelt es sich um den Garten, der meinem genau gegenüber liegt. Ich bin froh, dass Anke und Jürgen sich dafür entschieden haben. Das Glück, sich die Nachbarn aussuchen zu können, hat man nicht so oft. Außerdem werden wir uns nun öfter sehen. Das ist schön. Zunächst sind wir für Samstag zum Kaffeetrinken verabredet. Jenachdem wie ich mich fühle und wie das Wetter sich gestaltet, kann ich ja auch die Mutti mitnehmen.
Freitag, 08. September
Langsam habe ich mich von der Ungerechtigkeit der vorletzen Woche erholt und die Arbeit macht wieder Freude. Dennoch habe ich das Wochenende fast genauso sehr herbei gesehnt, wie letzten Freitag, als ich nur noch weg wollte. Auch an diesem Abend gab es ein Konzert, zu dem wir hätten gehen können. Da es aber ein Open Air Konzert war habe ich mich in Anbetracht der Wetterlage und meiner Wochenendmüdigkeit dagegen enschieden.

Und nun ist Samstag, 09. September und Plauschzeit bei Andrea.

WmdedgT – September 2017

Dienstag, 05. September.
Und wie an jedem Monatsfünften fragt Frau Brüllen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Die passende Linkparty gibt es ab 18.00 Uhr.
Und was habe ich nun am 05. September 2017 gemacht?

04:45 Uhr wachte ich auf. Aufstehen mochte ich noch nicht. Ein wenig Zeit blieb noch. Und es war ja noch so dunkel. Während ich mich für den Tag fertig machte, wurde es langsam hell und als ich dann auf dem Weg zur Arbeit war, kam die Sonne aus den Nebeln gestiegen, die über den Feldern waberten. Leider hatte ich mich vorher daheim vertrödelt, so dass ich nicht anhalten konnte, um zu fotografieren. Jeden Morgen nehme ich mir vor, etwas früher loszufahren, damit die Zeit für ein paar schöne Fotos reicht, aber mittlerweile werde ich dies wohl auf das Wochenende verlegen müssen, weil es immer später hell wird.
08:00 Uhr Arbeitsbeginn.
Das stimmt so nicht ganz. Ich bin immer vor 8 Uhr da, also arbeite ich auch vor 8 Uhr, denn es ist immer genug zu tun. Zunächst wollte ich die Akten der beiden Mitstreiter abschließen, die gestern ausgeschieden sind. Da ist am Ende immer noch etwas aufzuarbeiten, eventuell zu sortieren, auszufüllen. Zwischendurch waren Tests freizugeben. Und dann erfolgten individuelle Auswertungsgespräche.
Die Frühstückspause habe ich verpasst, was nicht schlimm ist, denn die 10 Minuten hätten ohnehin nicht für einen Kaffee gereicht, für einen Tee schon gar nicht.
Die Mittagspause habe ich auch verpasst. Als ich das bemerkte, gönnte ich mir zumindest 5 Minuten, um eine Mail an die Wohnungsverwalterin zu schreiben, weil in den letzten Wochen nicht viel voran gegangen ist. Ihre Antwort kam nach wenigen Minuten. Ich solle mir keine Sorgen machen, beim Grundbuchamt nachzufragen, hielte sie aber nicht für sinnvoll. Na gut. Eine Woche warte ich noch. Wenn dann noch immer nichts geschehen ist, setze ich mich noch einmal mit dem Notar in Verbindung.
15:30 Uhr Feierabend.
Die Sonne lockt mich nach draußen. Am liebsten würde ich in den Garten fahren, und die herbstliche Sonne genießen. Aber Dienstag ist Saunatag und dort ist es bei diesem Wetter auch sehr, sehr schön.
Katl traf spät ein, weil bei den Öffentlichen mal wieder nichts geklappt hatte. Straßenbahn kaputt, die nächste, die ohnehin erst 20 Minuten später fährt, kam mit Verspätung, die Anschlüsse waren natürlich davon gefahren. Sie war entsprechend geladen, als sie ankam. Ich versuchte, sie zu beruhigen.
Später konnte ich mich auch noch sehr schön entspannen und vor mich hin träumern. Das Strickzeug, das ich am Morgen extra eingepackt hatte, nahm ich unverändert wieder mit nach Hause.
Dort warteten noch ein paar Christoph Spezial Nudeln auf mich, mit Knobi und Ziegenkäse. Hmmm. Ein Gedicht.
Ganz am Abend überschüttete ich mich noch mit Nagellackentferner. Das stinkt, kann ich euch sagen. Aber denkt ihr, der Lack wäre nun leicht abgegangen? Nö, der saß fest und ich musste schrubbeln. Aber nun sind die Finger wieder chic und die Farbe passt zu dem Kleid, das ich morgen anziehen will. Fein.
Dann habe ich mich noch an einem Gewinnspiel beteiligt, weil ich morgen zu Uta will und für ein Konzert in ihrer Nähe Karten verlost werden. Vielleicht klappt das ja. Und wenn nicht, setzen wir uns auf den Balkon und stricken.
Und jetzt verlinke ich diesen Eintrag bei Frau Brüllen, schaue was ihr so den ganzen Tag gemacht habt und verziehe mich recht bald ins Bett. Gute Nacht.

Sieben Sachen Sonntag { 03.09.2017}

Dann will ich mal meine Sieben Sachen zusammenstellen, die ich heute mit meinen Händen und überhaupt so gemacht habe.
Nachdem die letzte Woche für mich nicht so schön lief und ich entsprechen schlaflos war, habe ich es in der Nacht zum Sonntag immerhin auf mehr als 7 Stunden Schlaf gebracht und die Aufzeichnung des Schrittzählers gleich ausgewertet.170903 Der Sonnenschein am Morgen sorgte für gute Laune und ließ mich sogar meine gedrückte Stimmung eine Weile vergessen, besonders, als ich gegen 8 Uhr über Land fuhr, um "das Kind" von der Arbeit abzuholen. Auf dem Rückweg vom Sonntagsbäcker gleich noch Brötchen mitgebracht und im Körbchen für ein spartanisches Frühstück bereit gestellt.170903_084759
Warum spartanisch? Weil wir außer Ziegenrahm mit und ohne Kräuter nichts hatten, was wir auf die Brötchen streichen konnten. War trotzdem lecker und überhaupt schön, dass wir zusammen frühstückten.
Nachdem wir versorgt waren, kamen die Orchideen an die Reihe und wurden getaucht.170903_162722
Wenn es mir seelisch nicht so gut geht, hilft lesen. Wenn das Buch spannend genug ist, kann ich völlig abtauchen und meinen Alltag komplett vergessen.170903_223338
Am Nachmittag haben wir den Rikschafahrer und die Anna besucht und mit ihnen Kaffee getrunken und Löffelkuchen dazu gegessen. Was Löffelkuchen ist, wollt ihr wissen? Eigentlich wollte es ein Rührkuchen werden, mit Apfelstücken drin. Diese waren nun entweder zu groß oder zu viele, was dazu führte, dass der Kuchen nicht zusammenhielt, als er aus der Form gestürzt werden sollte. So brachte Anna große Löffel, mit denen wir uns über den Kuchen her machten. Davon gibt es verständlicherweise kein Foto. Habt ihr das auch schon festgestellt? Kuchen, die misslingen, sind besonders lecker. So war es auch bei diesem.170903_165515
Später gingen wir noch in den Garten, wo ich ein paar kleine Pfirsiche vom Baum sammelte.170903_184201
Hier kam ich auch dazu, die 2. Socke fertig zu stricken. Lange genug hat es gedauert, aber nun habe ich wieder ein blaues Paar.170903_223523
Am Abend versuchte ich wieder einmal, den Mond mit der Kamera einzufangen. Auf dem kleinen Handy-Display sah das sogar ganz gut aus.170903_202321

WmdedgT – August 2017

Wenn der 5. eines Monats auf einen arbeitsfreien Tag fällt, gibt es beim Tagebuchbloggen für mich meist besonders viel zu erzählen, was ich dann zur Linkparty Was machst du eigentlich den ganzen Tag? bei Frau Brüllen schicken kann.
So auch am Samstag, 05. August.
Der Tag begann für mich um 05:00 Uhr recht unsanft, als mich ein heftiger Wadenkrampf aus dem Schlaf riss und aus dem Bett jagte. Es dauerte eine ganze Weile, bis er soweit nachließ, dass ich mich wieder hinlegen konnte, denn aufstehen mochte ich noch keinesfalls.
06:15 Uhr war ich dann allerdings schon wieder wach, und diesmal stand ich auch auf und begann, Zucchini zu schnippeln, die ich mit Schinken und Ei braten wollte, für ein herzhaftes Frühstück. Weil es eine sehr große Zucchini war, die sich schwer schälen ließ, nahm das einige Zeit in Anspruch.
Später wollte ich bei einer großen Tasse Kaffee meinen Eintrag zum Samstagsplausch fertigstellen, aber da Christoph auch früh auf war, nutzte ich die seltene Gelegenheit, mit ihm Kaffee zu trinken und zu schwatzen. Über meine Erlebnisse der Woche, über meine Pläne für die neue Wohnung, über seine Pläne für den Garten und überhaupt. Das war richtig schön. Der Morgen verging wie im Flug.
10:00 Uhr rief Mutti an, ob ich sie mit in den Garten nehme. Daraus entstand dann leider wieder ein kleiner Streit, weil ich ihr zunächst sagte, dass ich sie nicht mitnehme, weil ich überhaupt noch nicht so weit bin, in den Garten zu fahren und überhaupt noch gar nicht weiß, wie ich meinen Samstag gestalten möchte. Sie reagierte, wie immer, mit dieser vorwurfsvoll-resignierten Stimme, die ich nicht leiden kann, weil sie nur darauf abzielt, mir ein schlechtes Gewissen zu machen und mit dem tatsächlichen Vorwurf: "Du hast ja gar keine Zeit für deine alte Mutter!" Ich versuchte, ihr klar zu machen, dass ich die ganze Woche unter zeitlichem Druck stehe und Termine habe, die ich einhalten muss. Und dass ich es dann am Wochenende sehr, sehr gern genießen würde, mal nicht an Zeiten gebunden zu sein und nichts zu müssen. Mich einfach treiben lassen {wie an diesem Morgen, den ich mit meinem Sohn verquatscht habe} und/oder mich spontan für einen Ausflug, ein Treffen oder was auch immer entscheiden. Andere erwachsene Menschen dürfen das. Meine Mutter versucht jedoch immer und immer wieder, mir dieses Recht abzusprechen. Weil ich mir das nicht mehr gefallen lasse, gibt es immer wieder unschöne Auftritte. Da muss ich wohl durch. Gefallen lasse ich es mir aber nicht mehr. So schlug ich ihr vor, sie in den Garten zu bringen, wenn sie denn unbedingt da hin will, selbst aber nicht dort zu bleiben. Gefallen hat ihr das nicht, allein in den Garten zu gehen, aber die Alternative, allein in ihrer Wohnung zu hocken, gefiel ihr noch weniger.
Ich setzte sie also im Garten ab und fuhr wieder heim, wo meine Waschmaschine vor sich hin grummelte. Bevor ich wieder in den 4. Stock hinauf stieg, lief ich noch fix zum Bio-Laden und kaufte endlich die Karten für das Ancient-Trance-Festival.170805_140144
Nach einem längeren Telefonat, Wäsche aufhängen und endlich das Frühstück als Mittagessen verzehren, machte ich mich gegen 13:15 Uhr wieder auf den Weg in den Garten, um selbst dort zu bleiben.170805_162917
Ich hatte das Buch dabei, das ich am Wochenende auslesen wollte. Ich hatte auch mein Strickzeug dabei. Gestrickt habe ich eine einzige Reihe, gelesen gar nicht. Mutti macht eigentlich nichts weiter, aber sie schafft es immer, dass ich über nichts drüber bleiben kann. Versuche ich zu lesen, erzählt sie mir was. Versuche ich zu stricken, sucht oder braucht sie was, oder fragt, ob sie Kaffee machen soll. Also, sie erwartet gar nicht, dass ich sie bediene, aber sie hat ständig irgend etwas, wobei ich gefordert bin. Mich einfach mal treiben lassen, geht in ihrem Beisein nicht. Das lässt sie nicht zu. Als es dann nichts mehr zu murkeln gab, der Kaffee ausgetrunken war und wir einfach mal noch ein wenig in Ruhe unter den Apfelbaum hätten sitzen können, nieselten ein paar winzige Tröpfchen aus einer undichten Wolke. Da wollte die Mutti dann heim, obwohl es noch nicht einmal halb fünf war. *grrrr*
Da mich Chris gebeten hatte, ihm etwas mitzubringen, falls ich noch einmal einkaufen fahre, schleppte ich Mutti noch mit in den Kaufmannsladen. Was ich für Chris holen sollte, bekam ich gar nicht, aber immerhin mein geliebtes Eiweißbrot.
18:00 Uhr setzte ich Mutti dann daheim ab. Ich war geschafft vom Nichts-getan-haben. Irgenwie knautschig, weil der Tag fast vorüber war, ich ermüdet war und weder etwas sinnvolles fertig bekommen, noch mich richtig erholt hatte.
Weil wir es so verabredet hatten, rief ich Katl an, und sie hatte eine richtig feine Idee. Sie lud mich zum Asiaten ein, wo wir gegrillte Riesengarnelen futterten, bis wir nicht mehr konnten.170805_195941
Spät am Abend las ich dann noch, bis mir die Augen zufielen.
So war es dann nach dem schönen Abend auch insgesamt doch noch ein schöner Tag geworden.

So ein schöner Tag {SiSaSo 30.07.2017}

An diesem Sonntag, 30. Juli habe wieder nicht allzuviel mit meinen Händen getan, aber viel erlebt und fotografiert, das ich zeigen möchte.
Zuerst einmal lange geschlafen und erst 8.15 Uhr aufgestanden. Es gab auch einen Guten-Morgen-Kaffee, der mich aber nicht besonders munter machte. Als erste echte Handlung…170730_110524…Kostgeld für Mutti bereit gelegt.

Dann wurde umdisponiert. Das Geld brachte Christoph zur Mutti, während ich von Anke und Jürgen zu einem weiteren tollen Sonntagsausflug abgeholt wurde. Bei der ersten Rast…170730_152521…was leichtes gegessen. Gebackener Blumenkohl. Hmmmm.
170730_155744…Felsen betrachtet.

Füße in einem Gebirgsbach gekühlt und…170730_164437170730_164534…dem Murmeln des Baches gelauscht. {An dieser Stelle wollte ich für euch das Plätschern des Wassers einstellen, aber die Datei ist zu groß. So muss ich am Abend erst einmal eine andere Lösung finden und die Datei später gegen dieses Foto austauchen.}

Märchenfiguren entdeckt und fotografiert…170730_170123

Dem Sonnenuntergang entgegen gefahren…170730_203902

Unter Birken gerastet…170730_204304
Dann ging es heimwärts und nun kommt dieser Eintrag zu Anitas Sieben-Sachen-Sonntags-Linkparty

Samstagsplausch {29.07.2017}

Wie an {fast} jedem Samstag setze ich mich heute wieder sehr gern zu euch an den Tisch bei Andrea, um in angenehmer Runde zu plauschen und euch von meiner Woche zu erzählen.
Sie war wieder vollgepackt, ereignisreich und sehr schön.
Da war zunächst der letzte Samstag, 22. Juli, der stürmisch und mit heftigen Regenfällen begann. Mit Sorge beobachtete ich das Wetter, denn ab 17 Uhr sollte das Gartenfest zum 90. Vereinsjubiläum beginnen. Ich hatte mir vorgenommen, in jedem Fall und bei jedem Wetter hinzugehen, weil sich einige Vereinsmitglieder sehr viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht hatten und es einfach nicht fair gewesen wäre, wegen ein paar Regentropfen wegzubleiben.
VORHER führte mich mein Weg erst noch einmal in den Handyladen, wo meine neue Sim-Karte tatsächlich bereit lag. Ich hatte gar nicht wirklich damit gerechnet und freute mich um so mehr. Dann war ich natürlich erst einmal mit der Einrichtung des Handys beschäftigt und vertüddelte die Zeit, bis Mutti anrief und fragte, ob es denn nun gar nichts würde mit dem Garten und dem Fest. Also unterbrach ich meine Beschäftigung mit dem Telefon und machte mich auf den Weg. Meine "Verspätung" hatte zwei Vorteile. Zum einen konnte ich auf einem Weg nach der Mutti auch gleich noch Chris aus den Hotel abholen und beide mit in den Garten nehmen, zum zweiten hatte sich das Wetter deutlich gebessert und bis wir im Garten ankamen, strahlte die Sonne.
Es wurde ein schöner, lustiger Grillabend. Wir haben viel geschwatzt. Tom spielte Akkordeon, was uns sehr gut gefiel. Und vor allem haben wir sehr viel und herzhaft gelacht.
Für Sonntag, 23. Juli stand ein Ausflug auf dem Plan, über den ich hier schon berichtet habe. Es war sehr, sehr schön und ich beschloss, eine ähnliche Tour mit der Familie bald noch einmal zu machen. Mit meinen Eltern waren meine Schwester und ich, als wir Kinder waren, sehr oft dort in der Gegend und haben ausgedehnte Wanderungen unternommen. Das kann die Mutti ja nun wirklich nicht mehr. Aber in Hrensko schön essen gehen und vielleicht in Tisa zwischen den Felsen herum laufen, können wir allemal. Wenn ich es mir recht überlege, sollten wir das vielleicht gleich am kommenden Sonntag unternehmen, denn da hat Christoph noch frei und die Junghexe ist zugegen. Da könnten wir alle vier einen schönen Tag haben…
Ich habe Christoph diesen Vorschlag schon unterbreitet, aber es war wie immer, er wollte sich nicht festlegen. Und ich Doofe warte wieder auf eine Aussage. *grrrr*
Doch zurück zum Wochenbericht.
Bei schönem Wetter kann jeder…
…dachten wir uns am Montag, 24. Juli. Weil ich am Wochenende im Garten zu nichts gekommen war, wollte ich mich mit Christoph am Montag gleich nach der Arbeit da treffen, um ein wenig auf dem Land herumzuwuseln und unbedingt die Bohnen zu pflücken. Zwischendurch dachte ich noch, dass ich auf dem Heimweg auch noch die Mutti mitnehmen könnte. Aber genau, als ich das Firmengebäude am Feierabend verließ, begann es zu regnen. Und es war diese Art von Regen, die nicht so bald wieder aufhört. Christoph meinte, er wolle trotzdem raus, so schlimm sei der Regen ja nicht. Bis ich allerdings dort war, hatte es sich richtig eingeregnet. Aber nun stand ich einmal vor dem Tor, also ging ich auch hinein. Und dann saßen wir zu zweit bei strömendem Regen unter dem Sonnenschirm, tranken Kaffee und schwatzten ein wenig. Es war nicht kalt, so dass es ein entspannter, angenehmer Feierabend wurde.170724_172414_a

Und dann kam der Dienstag, 25. Juli. Für mich ein denkwürdiger Tag.
Ich fuhr nach Berlin.
Von der Arbeit hatte ich mir frei genommen. Ich wollte nicht mit dem Auto nach Berlin fahren. Wenn ich nicht gerade Spinnräder oder andere sperrige Gegenstände zu transportieren habe, nehme ich nie das Auto, wenn ich nach Berlin fahre. Also kaufte ich mir ein Quer-durchs-Land-Ticket, suchte mir eine passende Verbindung heraus, bei der ich nur 3 mal umsteigen musste, einmal gleich am Anfang der Fahrt in Leipzig-Nord {was eigentlich nicht zählt}, einmal in Dessau und einmal in Berlin-Friedrichstraße {was eigentlich auch nicht zählt, denn…} …das letzte Stück {3 Stationen} fuhr ich mit der U-Bahn. Das war irgendwie ein gruseliges Unterfangen. Also, wenn die U-Bahn wirklich untergrund fährt, was in Berlin bekanntlich nicht überall der Fall ist, empfinde ich das als bedrückend. Vielleicht lag es auch nur an dieser Linie, vielleicht lag es daran, dass es am Bahnhof Friedrichstraße so verwinkelt zugeht, bis man überhaupt auf dem U-Bahnsteig ankommt, vielleicht lag es daran, dass es ein grauer, regnerischer Tag war oder daran, dass ich ein wenig aufgeregt war. Jedenfalls war ich froh, dass ich nach 3 Stationen {oder waren es vier?} wieder ans trübe Tageslicht steigen konnte. Noch auf dem Bahnsteig fragte ich einen jungen Mann, auf welcher Seite ich günstiger weise nach oben klettern sollte. Er war total freundlich und hilfsbereit und zeigte mir den Weg gleich noch auf seinem Handy. Als ich oben war, wurde mir klar, dass es kaum einen Unterschied gemacht hätte, wo ich heraus komme.
Und dann stand ich da mitten im dicksten Gewühl am Checkpoint Charlie.170726_141433_083 Von dort aus waren es keine Fünf Minuten zu Fuß bis zu meinem Termin.
Eine reichliche Stunde und vier Unterschriften später stand ich wieder auf der Straße. Täuschte ich mich, oder sah der Tag wirklich weniger grau aus?
Gern wäre ich noch ein wenig durch Berlin gestromert, aber ich wollte kurz nach 17 Uhr am Bahnhof Friedrichstraße einen Zug nach Cottbus erwischen, weil dieser die günstigste Verbindung für die Heimfahrt darstellte. Also machte ich mich auf den Weg.
Der Zug brachte mich wieder in den den Spreewald, durch so schöne Orte wie Lübbenau und Raddusch. Von der Bahn aus sah man jedoch nichts von den Fließen und der Schönheit der Ortschaften. Immerhin kam die Sonne heraus.
Daheim holte mich Christoph noch vom Bahnhof ab.

In der Nacht zum Mittwoch, 26. Juli ging es mir nicht gut. Durchfall und Übelkeit quälten mich, so dass ich kaum geschlafen habe. Woher das kam, weiß ich nicht. Aufregung konnte es nun ja nicht mehr sein. Im Laufe des Tages wurde es von allein wieder besser. So wäre ich gern an diesem Nachmittag in den Garten gegangen. Aber auch da regnete es, wie schon den ganzen Tag. Immerhin konnte ich Chris abholen und mit ihm noch Schrauben und ähnliches holen, damit er mit seinen Werkeleien im Garten weiter kommt, sobald es das Wetter wieder zulässt.
Am Abend machte ich mich über eine riesige Zucchini her, die ich am Montag von der Nachbarin geschenkt bekommen hatte. Das hat ewig gedauert, zumal ich zwischendurch immer wieder mit WhatsApp beschäftigt war. Die Frau ElGau, der ich am Dienstag in Berlin das erste Mal begegnet bin, schickte mir zahlreiche Fotos, Tipps und Links zu Sehenswüdigkeiten rund um Anklam. Da werde ich wohl in zukünftigen Urlauben einiges zu erkunden haben.

Der Donnerstag, 27. Juli hatte einen ereignisreichen Feierabend. Als ich Mutti zum Einkaufen abholte, empfing sie mich mit einem Brief vom Finanzamt, in dem man von ihr verlangte, sie solle diverse Erklärungen nachreichen und das unbedingt elektronisch tun. Die kleine alte Frau wusste überhaupt nicht, was die von ihr wollten. Aber ich weiß es. Und nun habe ich wieder eine Menge zusätzlicher Arbeit. Es dürfte den Ämtern nicht gestattet sein, alles ausschließlich elektronisch zu verlangen. Wie sollen das alte Menschen bewerkstelligen, die weder Computer noch Internet besitzen und schon Mühe haben, mit ihrem Handy klarzukommen? Mutti hat wenigstens mich, aber andere haben vielleicht niemanden, den sie um Hilfe bitten können.
Nachdem ich ihre Unterlagen an mich genommen und sie beruhigt hatte, fuhren wir zum N-Markt. Ich wollte unbedingt Fisch essen und erstand Wildlachsfilets.
Danach wollte ich noch ins Werk, etwas holen, aber ich wollte nicht so gern allein hin fahren. Also fragte ich Mutti, ob ich sie erst zu Hause absetzen soll, oder ob sie vielleicht mitkommen mag. Sie mochte. Und ich konnte die nächste Erledigung abhaken.
Kurz nach 19 Uhr war ich dann vor meiner Haustür und kam auf die Idee, bei Chris anzufragen, ob er mit den Mädels im Garten übernachtet. Falls nämlich nicht, stellte sich die Frage, wie sie dann zu ihm nach Hause gelangen. Wir einigten uns darauf, dass ich mir erst einmal etwas zu essen mache, damit ich nicht vor Hunger grillig werde. Danach wollten wir den familiären Shuttelservice besprechen.
Ich hatte gerade meinen Fisch gebraten, als er mir mitteilte, dass er eine andere Lösung gefunden hatte und ich nicht noch einmal los musste. Sehr gut.
So konnte ich mich um meine Post kümmern. Als wir im Spreewald waren, war ich auf der Rückfahrt geblitzt worden. Am Donnerstag kam der Anhörungsbogen, den ich ausfüllen sollte. 23 km/h zu schnell. Oh weh. Ich bin ein rücksichtsvoller Fahrer und halte mich nahezu IMMER an Geschwindigkeitsbegrenzungen. Und dann sowas. Ich musste gleich im aktuellen Bußgeldkatalog nachsehen. Das gibt 80 Euro und einen Punkt. Puh, zum Glück kein Fahrverbot. Schnell füllte ich den Bogen aus und bekannte mich schuldig {was hätte ich auch sonst tun sollen?}. Ein weiterer Brief enthielt die Rechnung der Maklerin. Das ging ja schnell. Und ich zahlte auch schnell, weil ich das alles im Reinen haben möchte.
Dann schwatzte ich noch ein Weilchen mit Uta am Telefon. Das war schön. Ab und an muss man mal schwatzen, nicht immer nur schreiben.
Ganz am Abend wollte ich mir noch einen Film heraussuchen, den Jürgen mir empfohlen hatte, und stolperte dabei über ein Konzert von Bodo Wartke, das ich noch nicht kannte. Das war dann ein sehr angenehmer Ausklang des vollgepackten Tages.
Am Freitag, 28. Juli gab es in der Mittagspause ein Gläschen Sekt. Eine Kollegin, die ich sehr mag, nahm ihren Abschied und gleichzeitig wurde ihre Nachfolgerin eingeführt. Bei der Gelegenheit überreichte ich, was ich am Donnerstag aus dem Werk geholt hatte, nämlich ein Paar handgestrickte Socken. Sie hat sich sehr gefreut, und das wiederum freute mich.
Auf dem Heimweg war ich so müde, dass ich Kaugummi kauen musste, um mich hinterm Steuer munter zu halten. Zuerst holte ich noch Christoph und die unghexe bei ihm ab, um sie mit nach T. zu nehmen. Sie wussten nicht genau, ob sie ins Kino oder in den Garten wollten, entschieden sich dann für den Garten. Ich mochte nicht mit dort bleiben, wollte erst mal zu Hause etwas ruhen und dann vielleicht noch mal los. Daraus wurde dann nichts mehr, macht aber nichts.

Und nun ist wieder Samstag, 29. Juli. Ich bin schon 6 Uhr aufgestanden, habe die erste Trommel Wäsche schon fertig und bevor ich die jetzt auf den Trockenboden bringe, plausche ich erst mal ein wenig mit euch bei Andrea

Eieiei, wir fahr’n in die Tschechei {SiSaSo 23.07.2017}

Jaaa, es gab am Sonntag wieder einen Ausflug, so dass ich nicht viel wirklich mit meinen Händen gemacht habe, weder für 5 Minuten noch für 5 Stunden.
Dennoch habe ich natürlich sieben Sachen getan und {mehr als} sieben Fotos gemacht und bringe euch diese hier her zur Sieben-Sachen-Sonntags-Linkparty bei Anita.
9 Uhr holten Anke und Jürgen mich vor meiner Haustür ab. Nach einer wunderschönen, abwechslungsreichen Fahrt über Landstraßen sind wir in der Mittagszeit…170723_124046…in Hrensko {Tschechien} angekommen.
Dort wurde bei einem 3-Gänge-Menü aus leckerer Suppe, einer halben Ente mit Weiß- und Rotkohl und Böhmischen Knödeln und…170723_131847…Eis geschlemmt. {Für umgerechnet 5,40 Euro, unglaublich.}
In Decin haben wir…170723_142549…ein Schlösschen besucht und von dessen Terrasse aus…170723_142518…auf die Elbe geblickt, die dort Labe heißt.
Später dann haben wir bei herrlichem Sonnenschein vom Erzgebirgskamm aus…170723_152718
170723_152711…weit ins Land geschaut…170723_152835
170723_153727…Wildblumen fotografiert…170723_152803…und sogar ein Selfi aufgenommen. Mit dem nigelnagelneuen Handy bekomme selbst ich so etwas hin.
Am Abend kehrten wir in einer hübschen rustikalen Wirtschaft ein. Dort habe ich…170723_182405…mit Kassler gefüllte Kartoffelklößchen probiert, ein anscheinend landestypisches Gericht, das ich nicht kannte, deshalb unbedingt kosten musste und für oberlecker befand.
Jürgen meinte, das ließe sich sehr leicht nachkochen, und das werde ich demnächst auch tun.
Wieder über kurvenreiche Landstraßen, durch romantische Gegenden ging es dann heimwärts, wo die beiden mich kurz vor 22 Uhr wieder vor der Haustür absetzten.
Danke, euch zweien für den herrlichen Ausflug.

Und nun ganz fix ab damit zur Linkparty

Samstagsplausch {22.07.2017}

Der Tisch ist gedeckt für den Samstagsplausch bei Andrea.
Und nun bekommt ihr hier den Rückblick auf meine Woche. WARNUNG! Er ist lang.

Den Samstag, 15. Juli habe ich genossen. Es hat doch etwas für sich, nicht telefonieren zu können. Angenehm abgeschieden fühlte ich mich und leistete mir wieder dieses Herumklumpern, mich treiben lassen. Mittags fuhr ich einkaufen, weil ich "mein" Eiweißbrot brauchte. Als am Nachmittag die Sonne heraus kam, verzog ich mich in den Garten, wo es auch sehr ruhig war. Niemand da, auch in den Nachbargärten nicht.
Und dann hatte ich eine Idee. Ich könnte doch am Sonntag einen Ausflug machen. Einen richtig schönen Ausflug. In den Spreewald.
Als erstes recherchierte ich ein wenig. Entfernung, Fahrtroute, Kahnfahrtangebote. Ich rechnete aus, wann ich am Sonntag losfahren müsste. Danach begann ich, die "Reisegesellschaft" zusammenzustellen. Mutti könnte ich mitnehmen, dachte ich. Es ist ja nun nicht so, dass ich sie gar nicht dabei haben möchte. Nur eben nicht immer und ich will sie freiwillig mitnehmen, nicht weil ich muss. Sie hatte vor einiger Zeit an einer Bustour in den Spreewald teilgenommen und war beim Aussteigen aus dem Kahn gestürzt und beinahe ins Wasser gefallen. Seitdem meinte sie: Sowas kann ich nun auch nie wieder machen. Ich verdrehe bei solchen Äußerungen die Augen und sage: Jaja, du dachtest auch, du könntest nie wieder auf der Autobahn fahren. Nie wieder ans Meer. Nie mehr zu meiner Schwester… Da wird sie dann immer ganz still, weil ihr klar wird, dass ich sie dauernd überall mit hin schleppe.
Bevor ich sie aber auf den Ausflug einlade, wollte ich erst klären, wer außerdem mitkommt, denn die Junghexe hatte ich vor 4 Jahren schon einmal mit in den Spreewald genommen, und sie war sehr begeistert gewesen und hatte neulich mal gesagt, dass sie da auch gern mal wieder hin möchte. Und mein Großer war noch nie dort und hatte frei. Was also lag näher, als einen 4-Generationen-Ausflug zu veranstalten? Die Organisation war gar nicht so einfach. Ich fragte Chris per WhatsApp, aber er las die Nachrichten nicht. Deshalb rief ich an, wohl wissend, dass er nicht hören würde, was ich sage. Aber immerhin konnte ich ihn durch das Handyklingeln aufmerksam machen. Das funktionierte auch, und er setzte sich mit Sarah in Verbindung.
Da kam die erste Hürde: Aber Loreley ist da. Ich hätte es wissen müssen. Loreley ist immer da.
Nachdem Chris mich überredet hatte, Loreley auch noch mitzunehmen, kam die nächste Hürde: Jetzt fand Sarah es zu kurzfristig.
Hach, da kann man es doch satt kriegen. Ich hatte inzwischen schon gar keine Lust mehr. Kann denn bei uns nie mal was normal laufen? Oder ist meine Vorstellung, wie so etwas ablaufen kann, vielleicht gerade nicht normal? Meine Vorstellung wäre: Man hat eine Idee, etwas zu unternehmen, fragt die Leute, die man dabei haben möchte. Und die sagen entweder zu oder ab. Ich glaube, so läuft das bei den meisten Leuten. Nur bei uns gibt es immer ein ewiges Hin-und-Her. Tausend Wenns und Abers, so dass ich immer das Gefühl habe, betteln zu müssen, wenn ich meiner Familie einfach was Gutes tun möchte.
Als dann endlich alles klar war {und mir die Lust vergangen}, musste ich noch Mutti Bescheid geben. Auf dem Umweg über die Pfalz. Ich schickte meiner Schwester einen Text, sie möge bitte die Mutti anrufen und ihr sagen, dass ich sie am nächsten morgen 9 Uhr zu einem Ausflug abhole und gab noch ein paar Tipps zum Dresscode, Hosen und bequeme Schuhe. Da war die Mutti dann ganz schön neugierig, wohin es wohl geht. Aber das wollte ich nicht verraten, damit sie nicht auch noch anfängt, von wegen, sie kann doch nicht in den Kahn steigen oder so.

Der Sonntag, 16. Juli begann sonnig. Eigentlich wollte ich wenigstens bis halb acht schlafen, damit ich ausgeruht auf Tour gehen konnte. Das klappte natürlich nicht, denn 2 Stunden früher war ich munter. Also versorgte ich die Zimmerpflanzen, briet Klöpschen als Reiseproviant und fotografierte für den Sieben-Sachen-Sonntag, an dem ich dann gar nicht teilnahm, weil ich keine 7 Sachen zusammen bekam. Als ich Christoph wecken wollte, war er auch schon auf. Sämtliche Menschen wurden eingesammelt und dann ging es ab in den Spreewald. Dafür gab es zwei Wege. Entweder 204 km über die Autobahn oder 135 km über Landstraßen. Die voraussichtliche Fahrzeit war laut Google Maps gleich. Klar, wofür ich mich entschied.
Nach einer lustigen, kurzweiligen Fahrt kamen wir mitten in Lübbenau an, fanden sogleich einen Parkplatz und dann auch ganz schnell einen Kahn, der nach Lehde fuhr und in dem genau die zwei Bänke noch frei waren, die ich mir gewünscht hatte. Nur Mutti konnte sich nicht entschließen einzusteigen. Ich weiß gar nicht, was sie eigentlich hatte, aber jedenfalls wollte sie nicht in den "erstbesten" Kahn steigen und ob wir denn überhaupt nach Lehde wollen und und und… und dann waren andere Leute mit einem riesen großen Hund eingestiegen und damit waren drei der fünf Plätze besetzt und wir hatten keinen Kahn.
Also liefen wir da herum, aber die anderen Kähne, die dort im Großen Fährhafen lagen, legten nicht so bald ab. So wanderten wir ein Stück weiter und fanden dann einen Anleger mit einem völlig leeren Kahn. Dort warteten wir auf den Fährmann. Und weil wir die ersten waren, durften wir uns aussuchen, wo wir sitzen wollten und bekamen auch da unsere Wunschplätze. Da war ich wieder ausgesöhnt. Leider verließ mich in diesem Moment der Akku meines Handys, so dass ich keine Fotos machen konnte. Auch gut. So konnte ich die Fahrt durch die reizvolle Natur uneingeschränkt genießen.
Am Abend zu Hause suchte ich die Fotos von der Fahrt vor vier Jahren. Damals war es sonniger und es waren deutlich weniger Paddler unterwegs. Ansonsten hat sich kaum etwas verändert. So zeige ich euch hier ein paar alte Fotos, die euch hoffentlich die Schönheit dieser Gegend nahebringen können.

1000 Kilometer Wasserwege

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Auf der Hauptspree

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Raststätte

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Grundstücksgrenze

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Garageneinfahrt

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Um’s Eck

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Im Ort

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Reges Treiben

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Am {Wasser-}Wegrand

130817_6096Hätte ich dieses Foto am letzten Sonntag aufgenommen, läge der Zopf auf den Holzbohlen auf. So lang ist er inzwischen. Sie füttert übrigens die Enten nicht, sie hat nur ein paar trockene Blätter in der Hand. Das reichte damals, um das verfressene Volk anzulocken.
So viel unberührte Natur, wie ich euch eigentlich zeigen wollte, ist jetzt gar nicht dabei, obwohl ich von den zwei Stunden Kahnfahrt an die 300 Fotos habe. Ich dachte aber, die Auswahl hier gibt denen unter euch, die dieses idyllische Fleckchen Erde nicht kennen, einen besseren Eindruck, als immer nur Bäume und Wasser.
Um den Spreewald ranken sich übrigens unzählige Sagen und Mythen, was mir als Märchenerzählerin besonders gut gefällt und mich immer wieder dazu inspiriert, neue Geschichten zu schreiben…

Nicht mein Tag, dieser Montag, 17. Juli.
Alles war grau. Nieselregen fiel. Und es gab etwas, das mich bedrückte.
Das ist eine seltsame Sache, die ich neuerdings an mir beobachte. Sobald ich im privaten Bereich irgendetwas mit Behörden zu tun bekomme, bedrückt oder belastet mich das. Dabei weiß ich, wenn ich darüber nachdenke, überhaupt nicht, warum das so ist. Im konkreten Fall hatte ich, wie jedes Jahr meine Steuererklärung mit Elster erstellt und damit auch an das Finanzamt geschickt. Nach einer Weile kam eine Aufforderung, eine bestimmte Anlage, die ich in den vergangenen Jahren nicht benötigt hatte, ebenfalls über Elster auszufüllen und hinterher zu senden, was ich auch getan habe. Nun kam am Samstag ein Brief mit der Ankündigung, mein Einkommen um einiges höher einzuschätzen, als ich erklärt habe, weil ich angeblich besagte Anlage nicht elektronisch übersendet habe. Beiliegend ein vorgedrucktes Antwortschreiben, in dem steht, dass ich die geforderten Unterlagen beilege. Hallo? Wie soll das gehen? Als Diskette oder wie?
Mir ist schon klar, dass das ein Vordruck ist, der für alles Mögliche verwendet wird, und dass von mir keine Diskette verlangt wird, sondern die Übersendung mit Elster. Unklar ist mir jedoch, wieso das beim ersten Mal nicht funktioniert haben soll, zumal ich von Elster die Bestätigung bekommen habe, dass und wann {sekundengenau} die Daten übermittelt wurden. So blieb mir nur, mich mit dem FA in Verbindung zu setzen, und weil ich die Mitarbeiterin dort nicht anrufen konnte, musste ich ihr schreiben. Alles kein Problem. So ein Brief ist schnell geschrieben. WARUM belastet mich das?
Ähnlich geht es mir mit dem Termin am kommenden Dienstag. Das ist ein privater Termin. Das, was ich da vor habe, ist etwas Schönes; etwas, das ich mir gewünscht habe; etwas, wofür ich eine ganze Menge getan habe und noch zu tun bereit bin {und wenn der Termin vorbei ist, werde ich euch das auch alles voller Stolz genau erzählen}. Trotzdem bedrückt mich der Gedanke an den Termin, und ich kann mich auf die damit verbundene Reise nach Berlin gar nicht richtig freuen. Das ist doch blöd, oder? Menno!
Nachdem ich den Brief an das Finanzamt abgesendet hatte und am Nachmittag endlich die Sonne zum Vorschein kam, fühlte ich mich deutlich besser und freute mich, dass Chris bei mir daheim war, als ich dort ankam.
An diesem Tag schaffte ich es, das Buch auszulesen.
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Der Dienstag, 18. Juli begann sonnig. Das ist doch schon mal ein ganz anderer Start in den Tag. Da kann doch schon fast nichts mehr schiefgehen. Oder? Als ich zum Morgenritual beim Kaufmannsladen ankam, stellte ich fest, dass ich meine kleine Handtasche vergessen hatte und mit ihr Brieftasche, kleinen Geldbeutel mit Münzen, Geldkarte und auch die Eintrittskarte für die Therme. Hach. So fiel das Morgenritual erst einmal aus und die direkte Fahrt zur Therme nach Feierabend auch.
Und was soll ich über einen Feierabend berichten, den ich im Wesentlichen verschlafen habe? Hm?
Ich kam also heim, eigentlich nur, um die Handtasche zu holen. Ließ mich nieder und wollte nur mal kurz die Beine hoch legen. Wirklich nur kurz. Dann war es 21.30 Uhr. Klar, war es da zu spät, noch einmal loszufahren. Aber es war Zeit, die Fotos von der Spreewaldtour aus dem Jahr 2013 herauszusuchen und für unsere Plauderei vorzubereiten. Das hatte ich nämlich am Sonntag Abend nicht mehr gemacht. Da hatte ich nur geschaut, auf welchem Speicher ich sie überhaupt finde und mich dann in der Betrachtung der 300 Fotos verloren. Am Dienstag Abend nun kam ich, wie das bei einem echten Plausch so ist, vom Steinchen auf’s Stöckchen oder, wie man hier in der Gegend sagt, vom Hundersten ins Tausendste und kam dabei auch auf die Idee, vielleicht mal eine ganze Woche im Spreewald Urlaub zu machen. Am besten im Herbst, wenn Nebel aus den Fließen steigt und die gesamte Gegend in einen mystischen Ort verwandelt. Dann könnte ich vielleicht mit einem ganzen Geschichten- oder Märchenbuch zurückkommen, das ich vielleicht sogar veröffentlichen könnte. Ja, das sollte ich tun. Nicht in diesem Herbst, da habe ich schon was anderes vor. Aber vielleicht im nächsten. Die Jahreszahl 2018 kommt mir gerade sehr passend vor, um mystische Geschichten im und um den Spreewald zu schreiben.

Und schon war Mittwoch, 19. Juli.
Diesmal klappte das Morgenritual. Die kleine Tasche hatte ich mir auch extra bereit gelegt, damit ich sie nicht wieder vergesse. Dafür stellte ich erst nach der Kasse fest, dass ich das Mineralwasser, weswegen ich hauptsächlich in den Kaufmannsladen gegangen war, vergessen hatte. Umkehren wollte ich nicht. In der Firma hatte ich noch eine große Flasche, das musste für diesen Tag reichen.
Die erste freudige Nachricht war, dass das am Freitag bestellte Handy, das laut DHL-Sendungsverfolgung seit Montag 15:36(!) im Start-Verteilerzentrum Bielefeld lag, in zwei Nächten und einem Tag tatsächlich den Weg nach Leipzig geschafft hatte und wohl um 7:37 am Mittwoch Morgen auf ein Zustellfahrzeug verladen worden war. Nun sollte es voraussichtlich am Mittwoch auch zugestellt werden. Da war ich ja mal gespannt.
Die nächste freudige Nachricht war dann, dass die Sendung tatsächlich um die Mittagszeit ankam und Chris sie noch entgegen nehmen konnte, bevor er das Haus verließ. Für mich hieß das, ich konnte gleich nach der Arbeit zum Schwimmen gehen, weil ich das Päckchen nicht erst noch in der Nachbarschaft abholen musste. So konnte ich mir einen sehr entspannten Feierabend gönnen. Als ich mich jedoch voller Freude mit den neuen "Spielzeug" beschäftigen wollte, ging der Ärger los. Die gesamte Benutzeroberfläche sah so extrem anders aus, dass ich mich erst einmal gar nicht zurecht fand. Die Übertragung meiner Daten vom alten Handy dauerte ewig und war am nächsten Morgen, als ich das Haus verließ, noch nicht einmal abgeschlossen. Von den Kontakten war etwa nur die Hälfte übernommen worden, überwiegend solche, an die ich mich kaum noch erinnere, während diejenigen, die ich immer brauche, wie z.B. meine Schwester oder die Uraltfreundin, nicht dabei waren. Die größte Hürde aber war, dass meine SIM-Karte nun doch nicht passte. Über Wlan konnte ich zwar einiges einrichten, aber telefonieren konnte ich noch immer nicht, und das Handy mitzunehmen lohnte auch nicht, weil ich unterwegs und in der Firma kein Wlan habe.
Und so ging die Herumrennerei wegen des Handys am Donnerstag, 20. Juli weiter. Obwohl… so schlimm war die Rennerei gar nicht. Überhaupt war der Donnerstag recht schön. Eine unserer Abteilungen hat viel mit Kindern zu tun und richtet jedes Jahr ein Kinderfest aus. Diesmal hatte man sich, trotz aller Erfahrung, mit dem Einkauf ein wenig vertan, so dass vom Mittwoch noch eine Menge Würste übrig waren. Was sollte damit werden? Kurzerhand heizten die Kollegen den Grill noch einmal an und zu Mittag gab es lecker Bratwurst für alle.
Am Nachmittag schleppte ich die Mutti, bevor wir einkaufen gingen, erst schnell noch mit in den Handyladen. Die Karte, die ich hatte, ließ sich nicht kleiner stanzen, also musste eine neue bestellt werden. Die soll nun am Samstag im Handyladen abholbereit sein. Daran glaube ich aber nicht. Schließlich wurde sie erst am Donnerstag gegen 17 Uhr bestellt. Also ging sie frühestens am Freitag Mittag in die Post. Natürlich kann es sein, dass die Post noch am Samstag zugestellt wird, aber ganz bestimmt nicht vor 12 Uhr. In unserem Städtchen kommt die Post samstags oft erst 17 Uhr. Da hat der Handyladen aber längst geschlossen. Ich gebe mich also keiner Illusion hin, die Karte nachher zu bekommen. Naja. Dann kann ich also noch ein Wochenende nicht telefonieren. Wer weiß, wofür das gut ist. 😉

Am Freitag, 21. Juli gab es in der Firma schon wieder Leckereien. Diesmal gab eine Kollegin ihren Ausstand. Es war eine von den Leuten, die immer nur kurz bei uns sind. Deshalb kommt dort sonst nie jemand auf die Idee, sich groß zu verabschieden. Sie aber meinte, sie hätte so viel gelernt bei uns, so viel für sich mitnehmen können, da wolle sie einfach mal danke sagen. Fand ich total schön.
Der Wochenfeierabend wurde dann recht intensiv, wie das bei mir ja oft ist. Geplant hatte ich, nach der Arbeit direkt in die Werkstatt zu fahren, weil ich endlich mal Garn heraussuchen wollte, aus dem ich mir eine schöne Jacke stricken kann, zumal mich Andreas Jacke dazu angeregt hat, unbedingt auch eine machen zu wollen. Dann erreichte mich eine Nachricht von Katl, dass mein Gudrun-Söden-Päckchen endlich bei ihr angekommen ist. So fuhr ich also nicht direkt ins Werk, sondern erst zu Katl, um das Päckel zu holen. Die gute Seele weiß, dass ich mich seit dem Einbruch schwer tue, allein ins Werk zu gehen, und obwohl es mir diesmal gar nichts ausgemacht hätte, kam sie mit. Ich kann dich doch nicht allein da hin lassen. Sie hatte sogar einen feinen Salat dabei.
Doch gerade, als wir im Werk ankamen, erreichte mich eine Nachricht des Großen mit der Frage, ob ich ihn später ins Hotel fahren könnte. Klar, kann ich! Aber wo sollte ich ihn den abholen? Bei ihm zu Hause, bei mir zu Hause oder im Garten?
Im Garten. Ich würde so gern Rasen mähen, aber ich weiß nicht, wie.
Da fiel mir wieder ein, dass er letztes Wochenende schon erzählt hatte, dass er nur den kleinen Rasen hatte mähen können, weil der Mäher den Geist aufgegeben hatte. So wurde schnell umdisponiert.
Im Werk sammelte ich nur schnell ein paar Sockengarne und ein Baumwollgarn ein, ließ das Garn für die Jacke aber dort.
Katls leckeren Salat gab ich ihr wieder, weil ich nicht den Nerv gehabt hätte, ihn zu genießen.
Als nächstes fuhr ich tanken, weil der Diesel noch für den Heimweg, nicht aber für verschiedene Hin-und-Her-Fahrten gereicht hätte.
Dann machte ich noch am Paketshop Halt, wo laut SMS ein Päckchen für mich bereit lag.
Danach setzte ich Katl zu Hause ab, die bereitwillig die ganze Zeit mitgekommen war.
Und dann holte ich den Großen ab, um mit ihm im Baumarkt einen neuen Rasenmäher zu erstehen und ihn danach ins Hotel zu bringen. {Den Großen, nicht den Rasenmäher.} Auf dem Weg dorthin, entdeckte ich ein paar Mirabellenbüsche und fuhr auf dem Rückweg noch mal dort hin, um zu kosten, ob sie reif sind.
Sind sie. Lecker. Da werde ich mit einem Körbchen (oder Beutel) noch mal wiederkommen.
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Aber jetzt setze ich mich erst mal zu Andrea an den Plaudertisch und schau, wie es euch so ergangen ist.

Samstagsplausch {15.07.2017}

Guten Morgen ihr Lieben, lasst uns plauschen bei Andrea.

Der vergangene Samstag, 08. Juli wurde ein gar seltsamer Tag. Der Vormittag war sehr grau, warm zwar, aber eben grau. So war es vielleicht nicht weiter verwunderlich, dass ich nach dem Samstagsplausch noch ein wenig in Musikvideos herum stöberte, träumte, mich treiben ließ. Schließlich war ich an diesem Tag ausnahmsweise mal zu überhaupt nichts verabredet, musste niemanden abholen, niemanden mit in den Garten nehmen, niemanden irgendwo hin bringen. Ein seltenes Glück, mal für mich zu sein und den Tag gestalten oder auch nicht gestalten zu können, wie es mir gefiel. Bis 11 Uhr. Dann rief meine Mutti an. Es war ein seltsames Gespräch.
Sie wollte wissen, ob ich im Garten sei und ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich noch zu Hause bin. Darauf kam ein Vortrag darüber, wie schön das Wetter sei und dass es laut Vorhersage trocken bleiben solle. Und dann die Frage, ob ich denn noch in den Garten gehe.
Meine Antwort: "Das kann ich dir jetzt noch nicht sagen. Wahrscheinlich schon, aber erst will ich noch mal einkaufen, weil ich am Donnerstag nicht das Gemüse bekommen habe, was ich mir vorgestellt hatte."
Ihre Antwort: "Na dann, guten Einkauf. Tschüss."
Zugegeben: Ich habe NICHT gesagt: Soll ich mich mit den Einkauf beeilen, damit ich dich dann in den Garten bringen kann?
Ich habe NICHT gesagt: Soll ich auf den Einkauf verzichten und lieber mit dir in den Garten gehen?
Ich habe NICHT gesagt: Möchtest du mit zum Einkaufen, damit wir danach in den Garten gehen können?
All diese Möglichkeiten habe ich NICHT genutzt, ich böses Weib.
Das Gespräch zog auch einen "Rattenschwanz" nach sich, von dem ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nichts wusste.
Immerhin brachte es mich dazu, mich aufzuraffen und zum Einkaufen zu fahren. Noch als ich ins Auto stieg, war ich mir nicht sicher, ob ich zum N-Markt oder in den Kaufmannsladen wollte, entschied mich dann aber für den kürzeren Weg. Diese Unschlüssigkeit zog sich durch den gesamten Samstag. Nach dem Einkauf wusste ich nicht, ob ich in den Garten wollte, oder lieber wieder in die Wohnung. So saß ich im Auto und wartete, bis der heftige Regenguss vorüber war. Und fuhr danach doch in den Garten, wo ich nicht wusste, ob ich bleiben wollte oder vielleicht in die Therme fahren. Ich strickte eine Reihe an meiner Decke, fühlte mich aber viel zu hibbelig zum stricken. Also las ich ein paar Seiten, konnte mich aber nicht konzentrieren und legte das Buch wieder weg. Ich kam mir vor, wie ein Raubtier im Käfig. Es gab tausende Möglichkeiten, etwas mit dem Tag anzufangen, aber es war nur ein einziger Tag {eigentlich nur noch ein halber, denn Mittag war längst überschritten}, ein einziger gestohlener Tag, über den ich frei verfügen durfte und ich hatte das Gefühl, viel zu viel zu verpassen, wenn ich mich für eine Möglichkeit entschied. Also entschied ich gar nichts. Bis Katl sich meldete, die ich dann ansteckte mit meinem Hin-und-Her. Sie bot mir an, in den Garten zu kommen, damit ich nicht allein sei. Aber ich wollte ja allein sein und wusste nicht einmal, ob ich noch da sein würde, wenn sie da ankam. Gefühlte 100 Nachrichten später entschied ich, dass ich jetzt einpacken und zu Katl nach Hause kommen würde. Und das tat ich dann auch.
Sie umtüddelte mich, machte mir Kaffee. Was mir gut tat. Erst saßen wir in ihrer Küche, später im sonnendurchfluteten Wohnzimmer. Ich fühlte mich noch immer völlig aufgedreht, genoss es aber sehr, einfach so sein zu dürfen, keinen Termin zu haben und frei entscheiden zu dürfen, ob ich bleibe oder gehe.
In dieser Zeit erfuhr ich dann von meiner Schwester {in der Pfalz}, dass die Mutti ganz schlecht drauf war. In ihrer typischen Mitleid heischenden Art hatte Mutti ihr erzählt, nun müsse sie ihre Tasche wieder auspacken, dabei wäre sie so gern in den Garten gegangen. Auch würde sie sich nun eine Betreuerin suchen. Die müsse man zwar bezahlen, aber die gingen wenigstens mit einem einkaufen oder spazieren. Und dann kam die Krönung: Schade, dass du nicht hier bist.
Hallo? Versucht sie jetzt, einen Keil zwischen uns Schwestern zu treiben?
Ich habe mich maßlos geärgert. Sie hat das meiner Schwester doch alles nur erzählt mit dem Hintergedanken, dass sie es wiederum mir erzählt und ich daraufhin ein ganz schlechtes Gewissen bekomme, weil ich die kleine alte Frau so arg vernachlässige. Und dass ich daraus meine Lehren ziehe und sie wenigstens am Sonntag reumütig darum bitte, ihr die Langeweile vertreiben zu dürfen.
Das hat aber nicht funktioniert. Ja, ich war verärgert. Und nein, ich bekam kein schlechtes Gewissen. Vielmehr war ich froh, endlich mal mein eigenes Ding durchgezogen zu haben, und sei es nur für diesen einzigen Tag.

Am Sonntag, 09. Juli hatte sich meine Aufgedrehtheit gelegt. Allerdings belastete mich die Sache mit Mutti. Meine erste Reaktion am Abend zuvor war gewesen: Das hat sie nun davon. Jetzt rufe ich sie auch am Sonntag nicht an.
Am Sonntag Vormittag kam ich aber zu dem Schluss, dass ich sie doch anrufe, weil das, was da geschehen ist, ausgesprochen gehört.
Also rief ich an, und es gab das gleiche Mitleid-Geheische, wie tags zuvor.
Ach, es ist ja erst halb zwölf. Da ist ja der Tag noch so lang.
Na, ich wische jetzt mal Staub, da vergeht wenigstens die Zeit.
Das war mein Stichwort. Ich sagte ihr, dass ich für den Tag auch etwas anderes geplant hatte, mich aber so sehr über sie geärgert hätte, dass es mir vergangen sei.
Da bekam ich zur Antwort: Ja, sie sei auch sehr enttäuscht gewesen.
Da platzte dann alles aus mir heraus.
"DU bist enttäuscht von mir? Warum? Weil ich nicht so funktioniert habe, wie du es dir vorgestellt hast? Weil ich mich nicht habe manipulieren lassen?
Weil ich mein Wochenende so verbracht habe, wie ich es wollte, anstatt, wie sonst immer, dir ein schönes Wochenende zu verschaffen, egal wie es mir dabei geht?"
Das fand sie sehr frech. Ich fand es befreiend.
Kurz nach diesem Gespräch rief das Evchen an und wir haben über zwei Stunden telefoniert. Das war sehr schön. Wir haben wieder mal über ALLES geschwatzt. Und ja, wir sollten uns dringend mal wieder treffen. Mal sehen, vielleicht kann ich in einer der nächsten Wochen mal nach Feierabend zu ihr hinaus auf’s Land fahren. Hach, ich liebe es, auf’s Land zu fahren.
Wie der Sonntag nach dem Telefonat mit Evchen weiter verlief, habe ich hier schon beschrieben. Ja, es war ein schöner Sonntag.
Der Montag, 10. Juli begann mit heftigen Gewittern.
Als ich vor der Firma aus dem Auto stieg, regnete es zum Glück nicht. Ich hatte etwa 400 m zurückzulegen und davon bereits zwei Drittel geschafft, als es wieder zu regnen begann, aber so heftig, dass ich auf dem Rest der Strecke bis auf die Haut durchnässt wurde. Mein Kleid brauchte fast bis zum Mittag, bis es wieder ganz trocken war. Immerhin war die schwühlwarme Luft auf diese Weise recht gut auszuhalten.
Am Abend kam dann die Sonne wieder.
Ich packte meine Tasche für einen 2-Tage-Ausflug, und das kam so: Am Wochenende waren Janice und Loreley bei Christoph eingetroffen und mit ihm in den Garten gekommen. Ich fragte, ob sie über Nacht bleiben und Janice strahlte mich mit großen Augen an und meinte: Oma, wir haben für 8 Tage gepackt.
Das fand ich total süß. Nur: Chris musste am Dienstag Abend arbeiten. So schlug ich vor, nach Feierabend zu ihm {oder bei gutem Wetter in den Garten} zu kommen, die Mädels zu übernehmen und natürlich über Nacht da zu bleiben, damit Christoph ungestört und beruhigt seiner Arbeit nachgehen kann und die Kinder trotzdem gut versorgt sind. Am Dienstag Nachmittag kam dann allerdings die Nachricht, ich bräuchte nicht zu kommen, die Kinder gingen wieder zu Sarah. Schade eigentlich. Ich hatte mich auf einen lustigen Weiberabend gefreut.
Den hatte ich dann am Mittwoch, 12. Juli, als Uta und ich nach der Arbeit zu Janine fuhren, die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten. Mehr dazu gibt es hier.
Tja, und dann war schon wieder Donnerstag, 13. Juli, unser Einkaufstag. Meine Schwester war besorgt gewesen, aber ich versicherte ihr, dass ich Mutti keinesfalls hängen lasse, wenn es um etwas wichtiges geht. Dazu zählt für mich nicht nur ihr Wocheneinkauf, auch nicht funktionierende Lampen, Telefone oder Fernsehgeräte, selbst, wenn nur der Stecker herausgezogen wurde. Auch das Abholen von Festen und Feiern, obwohl sich herausstellte, dass sie den Heimweg von einer Feier am Mittwoch wohl ganz gut allein hinbekommen hat. Wie auch immer, jedenfalls fuhr ich am Donnerstag direkt nach der Arbeit zur kleinen alten Frau. Sie hatte schon alles vorbereitet, den Einkaufszettel geschrieben, drei leere Mineralwasserflaschen eingepackt. Trotzdem konnten wir nicht gleich los, weil ich noch die Kündigung einer Versicherung vorbereitet hatte, die sie noch unterschreiben sollte. "Ach, du hast daran gedacht?" {Na sicher doch. Ich habe doch gesagt, um die wichtigen Dinge kümmere ich mich gern. Das sagte ich natürlich nicht laut.} Den Brief brachte ich gleich noch zur Post und dann ging es in den N-Markt. Diesmal gab es noch feines Gemüse, riesige Kohlrabi, die aber trotz ihrer Größe ganz zart sind.
Daheim erwartete mich der Abwasch, nicht viel, aber lauter unhandliches Zeug. Und dann ein Buch.
Später rief Chris an, und dabei stellten wir fest, dass mein Telefon bei der In-der-Tasche-ist-was-ausgelaufen-Aktion vom Mittwoch Morgen doch etwas abbekommen hat. Das Mikro ist defekt. *grrr*
Ich wollte schon länger mal ein neues Telefon haben, nun brauche ich es, und zwar rasch. So ein Mist, jetzt gerade habe ich dafür kein Geld übrig. Aber so etwas kommt ja immer zur Unzeit. Chris versprach, sich am Freitag, 14. Juli darum zu kümmern.
In der Firma lief dieser Tag recht entspannt ab. Es macht sich bemerkbar, dass einige im Urlaub sind. Am Nachmittag überlegte ich, mit Chris gemeinsam zum Handyladen zu gehen, und so wurde das dann auch. Just an diesem Tag war eine Vertragsverlängerung möglich, bei der ich auch noch ein paar Euro einsparen konnte. Und nun muss ich darauf warten, dass der Postmann klingelt, denn das Gerät, das ich mir ausgesucht hatte, war im Laden nicht vorrätig.
Hat schon was, dass ich dieses Wochenende nicht telefonieren kann. Meiner Schwester habe ich eine Nachricht geschrieben, sie möge das bitte der Mutti erzählen. Das erspart mir vielleicht Vorwürfe.
Und schon ist wieder Samstag, 15. Juli. Ich habe mich durch die Nacht gequält. Schon 1 Uhr war ich wach. Ich hatte von einer großen Werkhalle geträumt, die ich gekauft hatte, die aber von allen möglichen Fremden genutzt wurde, die ich gern los werden wollte. Dann kamen ein paar Musiker, die da proben wollten und gerade, als sie zu spielen begannen, wachte ich auf. Hach. Halb drei erwog ich, aufzustehen, konnte mich aber doch nicht aufraffen. Und so ging das dann alle Stunden.
Inzwischen ist der Regen heraufgezogen, der vorhergesagt wurde. Warum müssen ausgerechnet am Wochenende die miesen Vorhersagen tatsächlich zutreffen? Heute Abend ist Rocknacht auf dem Schloss. Da möchte ich gern hin. Im Regen allerdings nicht.
Mal sehen. Ich werde berichten.
Aber jetzt mache ich mir erst mal einen Kaffee und dann schaue ich, wer um diese Zeit schon bei Andrea in der Plauderecke sitzt.

12 von 12 im Juli

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Das erste Foto heute Morgen habe ich nicht selbst aufgenommen, sondern bekam es von Uta per WhatsApp gesendet, damit ich die 12 von 12 nicht vergesse.170712-WA0000
Die Clivia blüht.170712_062407
Unterwegs zur Arbeit. Beim Warten an einer Ampel, fiel mir dieses Haus auf. Finde den Fehler!170707_065634

Es war noch so viel Zeit, dass ich doch noch mal in den Kaufmannsladen ging. Und? Ich habe eine Wassermelone… gekauft. Für heute Nachmittag, wenn wir uns bei Janine zum Strickschatzen treffen.170712_073240Und dann habe ich Janine gesagt, dass ICH diejenige bin, die die Wassermelonen trägt. Bin ich wirklich. In unerwarteten Situationen bin ich prädestiniert für blöde Sprüche oder dafür, dass es mir ganz die Sprache verschlägt. Nie, wenn es um die Arbeit geht, aber im privaten Bereich.

In der Firma angekommen, stellte ich fest, dass meine Tasche ganz nass war. Obwohl es da noch sonnig war. Vom Regen konnte es also nicht sein. Da musste wohl etwas ausgelaufen sein. So blieb mir nichts anders übrig, als alles auszupacken und trocken zu legen. Erstaunlich, was so alles in eine Federmappe passt.170712_075552

Zum Feierabend gab es bei Janine als allererstes einen Café Latte, der super lecker war und meine Lebensgeister weckte bzw. die Kopfschmerzen, die sich anschlichen, wieder in die Flucht jagte.170712_163541

Dann gab es ernährungstechnisch etwas neues zu entdecken. Das ist zwar recht preisintensiv, aber den Pizzateig werde ich wohl einmal ausprobieren.170712_165110

Als Uta eintraf, wurder erst einmal auf unser Wiedersehen angestoßen. Ich glaube, es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir alle drei zusammen trafen. Oder? 170712_165745

Zum Abendessen hatte Janine eine supersuper leckere Karotten-Curry-Cocos-Suppe aufgetafelt und noch eine Reihe anderer kleiner Leckereien sowie ein frisch gebackenes Brot. Hmmmm. 170712_181749

In Janines Strickkorb stöbernd fanden wir jede Menge witzige Bommeln. Ich glaube, da werden bei Gelegenheit hübsche Ketten draus.170712_185500

Ungeschick verlässt mich nicht, musste ich aus dem ganzen Stapel unbedingt ein bestimmtes Melonenstück herausziehen. Und brachte damit prompt ein anderes zum Absturz. Zum großen Glück fiel es aufs Laminat und landete NICHT auf dem Teppich.170712_185925170712_193150a

Es war ein schöner Abend. Kurz vor 21 Uhr war ich daheim. Zu dieser Zeit wütete ein Sturm, in dem sich selbst die alte Eiche heftig bog, die Birke sowieso. Ich habe die Kamera gerade gehalten, ich schwör’s.170712_205502

Nun aber fix zur Linkparty von Draußen nur Kännchen