Septembernotizen – 24.09.2026

Mein schönster Wochentag

In letzter Zeit klappt das mittwochs nicht mehr, meinen schönsten Wochentag zu gestalten. Statt mich mit der Katl auf dem Markt zu treffen, wartete ich auf den Sohn, der im Gartenverein das Leergut einsammeln und mit mir {mit dem Auto} wegbringen wollte. Ich war vom Morgen an bereit, zumal ich gleich noch Kaffee und diverse Kleinigkeiten besorgen wollte. Das wäre eine gute Verbindung gewesen. Dachte ich. Wer nicht bereit war, war der Sohn.
Dafür kochte dieser dann ein Mittagessen für uns beide und ich wartete wieder. Diesmal auf einen Anruf des Lieblingsschraubers, ob ich am Nachmittag zur Werkstatt kommen kann wegen der Bremsen. {Da waren letzte Woche die falschen Beläge geliefert worden.} 🙈
Ihr ahnt es: Der Anruf kam nicht. Somit auch kein Werkstattbesuch.
Es war ein sehr seltsamer Tag. Nicht wirklich schön.

Ein neuer Wochentag
Für den Donnerstag hatte ich der Schwester versprochen, mich um etwas zu kümmern. Das habe ich dann auch getan und ihr damit eine große Freude bereitet. Hoffentlich hilft es ihr auch über die Freude hinaus.
Dann meldete sich die Bankerin und auch wenn noch nicht alles geklärt ist, läuft es jetzt erstmal wie gewünscht. Vorläufig.
Dann rang ich mich dazu durch, ein virtuelles Kennenlerngespräch für heute Nachmittag abzusagen.
Der Hintergrund: Mir war das Vorgehen der Firma etwas suspekt.
Als ich mich bei der Firma beworden hatte, ging ich davon aus, dass es sich um eine "echte" Arbeitsstelle handelt, also Festanstellung und Vollzeit. So war die Stelle beworben worden.
Dann erhielt ich einen Anruf, bei dem alle möglichen Infos von mir abgefragt wurden. Dabei wurde mir auch mitgeteilt, ich könne am 15.09. mit der Arbeit beginnen, ich solle nur noch ein Formular ausfüllen, danach werde mir der Einsatzplan zugeschickt.
Dann kam nicht das Formular per Mail, sondern ein Link. Nun gut, ich füllte das dort hinterlegte Formular aus und erhielt darauf hin keinen Einsatzplan, sondern eine sehr allgemeine Antwort, man freue sich über mein Interesse an der Firma und lade mich für Ende September zu einen Kennenlerngespräch ein. Nix mehr mit Arbeitsberginn 15.09. Nix mehr mit Einsatzplan.
Stattdessen etwas später wieder ein Anruf, man habe eine Schule hier in Taucha, an der man mich einsetzen wolle und ob ich Erfahrung mit LRS hätte. Das habe ich verneint, obwohl ich damit schon mehrfach zu tun hatte, aber immer nur am Rande und immer nur intuitiv. Keine spezielle Ausbildung. Man wollte das mit der Schule absprechen und sich wieder melden. Diese Meldung kam nicht, stattdessen letzte Woche ein Angebot, ich solle in oder bei Torgau für eine, maximal zwei Unterrichtseinheiten pro Woche eingesetzt werden.
Unabhängig von diesem möglichen Einsatz stand dann für heute noch das Kennenlerngespräch auf dem Plan.

Wisst ihr, wie mir das vorkommt? Als arbeiten dort alle Leute im Homeoffice und keiner weiß, was ein anderer Kollege schon mit einem möglichen Bewerber abgesprochen hat. Das ist mir zu unsolide. Außerdem ist es ja wieder einmal so, dass ich diesen "Job" nicht annehmen kann.
Eine, maximal zwei UE bedeuten, 45 oder 90 Minuten bezahlte Zeit. Honorar, wohl gemerkt, bei dem alle Arbeitgeberanteile zu Versicherungen von mir getragen werden müssen. Da bleibt von dem Stundenhonorar nicht viel übrig. Da ich aber von diesem Einkommen nicht leben kann, bleibe ich an der Arbeitsagentur hängen, die natürlich dann das Einkommen von mir abfordert oder gegen meine dortigen Bezüge aufrechnet. Das heißt, ich arbeite umsonst. Hinzu kommt, dass ich für den Einsatz in Torgau anderthalb Stunden hin und anderthalb Stunden zurück brauche. Zeit, die ich unterwegs verbringe. Von der ich nichts habe. Und wenn die Stelle nicht gerade in Torgau ist, sondern in einem der umliegenden Dörfer, dann komme ich da noch nicht mal mit den Öffis hin und muss noch Sprit verfahren, den mir niemand erstattet, den ich auch von dem mit der Agentur zu verrechnenden Einkommen nicht absetzen kann.
Beim Finanzamt ja, bei der Agentur nicht.
Unter dem Strich würde ich mich abmühen, würde arbeiten und hätte weniger Geld als jetzt. Och nö!

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