Notizen – 29. Juli 2026

Elfchen des Tages
Licht
silbern glänzend
zwischen uralten Bäumen
verwunschen in dunkler Nacht
Vollmond

Das Elfchen habe ich mitten in der Nacht an meine Schwester geschickt, damit ich es nicht wieder vergesse. Das ist mir schon des Öfteren passiert, wenn mir ein Elfchen einfiel, ich es aber nicht gleich aufschreiben konnte. Und das hat ausnahmsweise nicht damit zu tun, dass ich älter werde. Auch wenn ich früher Gedichte, selbst Balladen nach drei, vier Mal hören auswendig kannte, konnte ich mir meine eigenen Gedichte nie merken. Einzige Ausnahme war mein Lied des Spinnrads, wobei auch das nicht ganz stimmt, denn ich habe da vor einem knappen Jahr noch ein paar Textzeilen hinzugefügt. Und die müsste ich jetzt nachschlagen.
Das lasse ich jetzt allerdings bleiben, weil ich gleich los muss, die Katl abholen. Und vorher möchte ich noch meine Taschen überprüfen, ob ich alles dabei habe, was ich am See brauchen könnte.
Habt alle einen schönen Tag.
Bis später
 
Nachtrag…
Das Bild passt heute nicht zum Elfchen. Ich hätte in der Nacht nicht nur den Text sichern saollen, sondern auch ein Foto aufnehmen. Allerdings gelingt es mir selten, den Vollmond zu fotografieren. Deshalb hab ich es bleiben lassen.
Vom Tage gibt es das gefühlt hundertste Foto vom See. Es war wieder herrlich. Und diesmal waren wir sogar zweimal sehr lange im Wasser.

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