Das wird eine gemischte Woche. Die ersten beiden Tage habe ich noch Urlaub, könnte theoretisch mit meiner Zeit anfangen, was ich will. Dann folgen zwei Tage ohne Job, an denen ich mich der Willkür eines gewissen Amtes beugen muss und natürlich nicht ans Meer fahren darf, weil ich dort für das Amt nicht greifbar, nicht gängelbar, sie nennen es nicht vermittelbar bin. *hüstel* Ich bin 65. In was für einen Job wollen die mich denn vermitteln? UND, hätten sie bei der Prüfung unseres Antrages vom Verein nicht ausschließlich auf das Geld, sondern auch mal auf die Qualität des Projekts geschaut, dann hätte ich meinen Job noch. Egal, darüber darf ich mich nicht aufregen, das gibt nur graue Haare, die habe ich schon.
Und damit dieser Tag nun besser wird, starte ich mit Anitas Lückentext in die neue Woche.
❶ Ich frage mich, ob ich den RoHen jemals zu einer positiveren Denkweise bewegen kann.
❷ Wie sollen spätere Jahre werden, wenn ich ihn schon jetzt nicht mehr stärken kann?
❸ Kurz bevor der März zu Ende geht, brauche ich einen tragfähigen Plan für die nächsten
Monate.
❹ Wird/werden ich mit meinem Sorgen machen und meinen Grübeleien jemals fertig werden?
❺ Nicht zu vergessen die Gesundheit, auf die ich unbedingt besser achten sollte.
❻ Außerdem muss ich für nach Ostern dringend einen Banktermin vereinbaren.
❼ Im Kalender steht diese Woche mein zweitägiger Resturlaub, ich habe notgedrungen einen Termin beim Amt geplant und dann freue ich mich NICHT auf Ostern, weil von außen alles kaputt gemacht wurde, was ich mir so schön überlegt hatte.
Für euch alle wünsche ich, dass es eine angenehme Woche wird.
Eure Mira
Ach liebe Mira, das ist alles so ärgerlich… Und wenn man der Willkür der Ämter derart ausgeliefert ist… kein Spaß. Ich hoffe sehr, dass sich alles zum Guten wenden möge und Du bald in Ruhe gelassen wirst, Dich dem Meer und RoHen zuwenden kannst. und dann genießen…
Alles Liebe für Dich
Katrin
Oh ja, liebe Katrin, das hoffe ich auch, dass man mich bald in Ruhe lässt. Ich meine, was wollen sie mir denn über meine berufliche Zukunft noch erzählen? Bewerbungen schreiben, ja das kann ich machen, aber mal ehrlich, wer stellt denn eine 65-jährige noch ein? Das müssten die Leute dort doch selbst einschätzen können.
Davon abgesehen würde ich ja gern noch arbeiten, in dem Job, den ich bisher hatte, wenn auch in einer anderen Stadt. Das JobCenter selbst mit seinen Forderungen und Auflagen hat dieses Projekt zunichte gemacht. DAS werde ich der Dame am Donnerstag auch erklären. Mal sehen, was sie dazu zu sagen hat.
Es wird schon werden.
Liebe Grüße
Mira
Oje, liebe Mira, das sind ja wirklich richtig doofe Nachrichten, die kein Mensch gebrauchen kann. Es klingt sehr nach Gängelei des Amtes… als würden sie dich just an den zwei ersten Tagen im April wohin auch immer vermitteln. Ich bin mit dir wütend darüber.
Ich hoffe sehr, dass du in den zwei Tagen Resturlaub und bis über die Ostertage hinweg irgendwie zur Ruhe kommen kannst. ♥
Alle guten Wünsche für dich und liebe Grüße
Anita
Ja, liebe Anita, das IST Gängelei. Und ich weiß auch, warum sie das machen. In den letzten beiden Jahren war ich eine Weile freiberuflich tätig und musste mich im Januar letzten Jahres auch schon einmal arbeitslos melden, weil meine Aufträge von 45 Wochenstunden im Dezember auf 0 Stunden im Januar abstürzten. Damals hatte ich sofort bei der Meldung bekannt gegeben, dass ich weiterarbeiten würde, sobald die Auftragslage besser würde.
Da wurde ich diesmal gleich als erstes gefragt, was denn mit dem Nebenjob wäre, den ich letztes Jahr hatte. Tja, den gibt es nicht mehr. Ich unterstelle jetzt, dass diese Gängelei darauf hinauslaufen soll, doch wieder einen "Nebenjob" anzunehmen, damit sie mir dessen Einkünfte abziehen können. Dass es diesen Job nicht mehr gibt, glauben die ja nicht. Die meinen ja, wie es unsere Obernase behauptet, jemand, der mit 65 keinen neuen Job findet, sei nur zu faul zum Arbeiten.
Hach, ich rege mich schon wieder auf. Das wollte ich doch nicht mehr tun!
Ich versuche jetzt, mich wieder zu beruhigen.
Viele liebe Grüße
Mira