Samstagsplausch – {28. März 2026}

Heute hat die Schwester Geburtstag. Ich hatte mir extra für kurz vor Mitternacht den WEcker gestellt, war dann aber ohnehin wach und habe ihr gratuliert. Sie meint, ich war die Erste. Ihr Mann hatte sich eine halbe Stunde vorher ins Bett gelegt. Naja, so isser eben.

Meine dritte Urlaubswoche
Obwohl ich seit Freitag Abend bei RoHen war, begann meine Woche depressiv. Ich machte mir Sorgen um alles mögliche. Um den Sohn, der schon mal wieder Ärger mit gewissen Ämtern hat. Ich werde da besser darauf achten müssen, dass er seinen Papierkram im Griff hat. Seine Schreiben muss ich ja sowieso immer bearbeiten, da kann ich mich auch gleich noch um die Termine kümmern. Er ist, wie viele von uns, ein Prokrastinateur. Ich glaube, das kann ich ihm nur austreiben, wenn ich bissel auf Termine und Fristen achte. Das hilft dann auch mir, weil ich mir ansonsten ohnehin immer Sorgen mache. Die wären dann vielleicht weg. Oder kleiner. Oder wie?
Sorgen um meine Zukunft machte ich mir auch, denn seit Anfang Februar hatte ich noch nichts wieder vom Amt gehört und wusste nicht, ob ich dann ab 01. April ALG1 bekomme, oder ob ich mittellos dastehe.
Außerdem gab es noch eine Handvoll kleinerer Sorgen, Aufgaben, von denen ich nicht wusste, ob ich sie lösen kann. Ach, ach.
Am Dienstag wollte ich heim fahren, aber ich wollte eben nicht. Ich rief den Sohn an, ob er bitte nach dem Briefkasten schauen kann. Und dann fragte ich RoHen, ob ich noch einen Tag länger bleiben darf. Sagt er: Du darst bleiben, solange du willst. Von mir aus für immer.
Wow, und das von einem Menschen, der mir mal gesagt hatte, dass Worte wie "für immer" oder "ewig" oder auch "nie" in seinem Sprachgebrauch nicht vorkommen, weil ihm das zu absolut ist und keinen Raum für Eventualitäten lässt.
Dieser Dienstag bei RoHen tat mir unglaublich gut. Er setzte sich sogar ans Spinnrad und bekam nach einer Weile sogar einen "schwangeren Regenwurm" zustande.
Am Mittwoch fuhr ich dann tatsächlich heim und stellte mich meinen Dämonen.
Der Freitag war von mehreren Erfolgen gekrönt. Auch wenn in einem Haufen Post gleich vier Briefe von der Arbeitsagentur lagen und die Gängelei von Amt wegen schon begann, obwohl ich bis Ende des Monats noch in Lohn und Brot stehe. Immerhin war auch die Bewilligung des ALG1 dabei, natürlich mit Androhung von Sanktionen. Die können es einfach nicht lassen, ihre Machtspielchen zu spielen.
Immerhin sind auch die Eintrittskarten für Kamp angekommen.
Heute
Ich muss mich schnell fertig machen, denn 10 Uhr beginnt das Leipziger Wollefest, zu dem ich die Katl mitnehmen möchte. Dort werden wir dann einige Spinn- und Strickfreundinnen treffen. Wir werden schwatzen und lachen und Wolle kuscheln und vielleicht ein paar Anregungen mitnehmen und insgesamt einen schönen Tag haben.
Ganz fix springe ich jetzt noch zu Andrea und all den lieben Plaudertaschen.
Habt alle ein wunderfeines Wochenende
eure Mira
 
Gebloggt in dieser Woche
Samstag: Samstagsplausch – {21. März 2026}
Sonntag: Sonntagsnotizen – 22. März 2026
Montag: Der 13. Montag
Dienstag: Drabble am Dienstag {24.03.2026}
Mittwoch: Urlaubsnotizen – 25. März 2026
Schreibschnuppe Nr. 13/2026
Donnerstag: Urlaubsnotizen – 26. März 2026
Freitag: Urlaubsnotizen – 27. März 2026 mit Freitagsfüller

6 Gedanken zu “Samstagsplausch – {28. März 2026}

  1. Viel Freude am Wollfest (ist ja jetzt schon vorbei). Ich hoffe, es kam so, wie du dir gewünscht hast. Der Ärger mit den Ämtern tönt nervenaufreibend. Ich wünsche dir Glück. Und ja, Macht ausspielen, macht Schule. Wir halten dagegen. Alles Gute! Liebe Grüsse von Regula

    1. Da braucht man viel Kraft, um dagegen zu halten. Durch so aufbauende Kommentare kann ich diese Kraft immer wieder auftanken.
      Danke dafür.
      Und liebe Grüße
      von Mira

  2. Liebe Mira,
    ich war in diesem Jahr nicht beim Wollefest, hoffe aber, dass du eine schöne Zeit hattest?
    Ich wünsche dir ein schönes restliches Wochenende und schicke liebe Grüße,
    die Catrin.

    1. Liebe Catrin,
      ich habe die "Hallenser" getroffen und bei ihnen am Tisch gesessen. Das war schön, aber das hätte man an irgendeinem Donnerstag genauso schön haben können.
      Die Mädels haben auch gekauft, meistens Bobbels. Die reizen mich nun überhaupt nicht, weil ich gefachte Garne in der Verarbeitung anstrengend finde. Man muss so aufpassen, dass sie sich nicht teilen.
      Ansonsten hast du nichts verpasst. Die Stände wie immer. Nichts Neues, nichts Besonderes. Und noch teuerer als ohnehin.
      10 Uhr ging es los. Wir waren 10.20 Uhr dort, da war der Parkplatz schon voll. Wir mussten dann um die halbe Messe herum zu einem anderen Parkplatz und dann ewig weit zurück laufen. Da stand für mich fest: Das war das letzte Mal, dass ich zum Wollefest gegangen bin.
      Selbst das, was ich früher immer gemocht habe, die vielen tollen Strickideen, die die Besucherinnen am Körper trugen, war diesmal nicht da. Eine Menge Rundpassenpullover, die ich nicht stricken möchte und diese gehäkelten Hexagonjacken, die ich irgendwann mal machen möchte, die aber auch nix Neues sind. Es war, als wäre es gerade in Mode, nur diese Modelle zu stricken und zu häkeln. Keine Inspiration für mich. Naja.
      Die nächsten zwei Donnerstage habe ich Termine. Aber den nächsten freien Donnerstag werde ich bei Schäfers sein, falls dann nicht gerade wieder die Öffis streiken.
      Wir sehen uns.
      Lieb grüßt die Mira

    1. Der Bericht wird gar nicht so toll ausfallen. Ich hatte einen sehr schönen Tag, was aber nicht am Wollefest lag, sondern daran, liebe Menschen wiedergetroffen zu haben. Das Wollefest selbst war… naja.
      Liebe Grüße
      von Mira

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