Urlaubsnotizen – 19. März 2026

5:30 Uhr
Augen auf! Milchkaffee. Nicht schon wieder los zu müssen, könnte ein gutes Gefühl sein. Isses aber nicht. Gestern habe ich Katl gefragt, wie ihre Tage so ablaufen und sie meinte: Unstrukturiert. Hm. Das kann ich nicht gebrauchen. Das kann ich nämlich nicht. Ja, mal für einzelne Tage bekomme ich das gut hin. Beispielsweise samstags viel vorzuhaben und dann am Strickzeug kleben zu bleiben. Jaja, das kann ich gut! Aber für immer?
Heute wollte ich nach Halle zum Strickstammtisch. Da wollte ich schon so lange mal wieder hin. Heute wäre nun mein erster freier Donnerstag gewesen. Da sollte es sein! Blöd nur, dass die HAVAG streikt. Ich suchte und probierte und hatte dann eine Möglichkeit gefunden, zur Not mit einer halben Stunde Fußmarsch. Eine Mitstrickerin bot mir dann sogar an, mich vom Bahnhof abzuholen. Wie lieb.
Und dann… dann eröffnete mir der Sohn gestern Abend, dass "wir" heute Morgen unbedingt einige Schreiben fertig machen müssen, die er schon viel zu lange aufgeschoben hat. Das muss nun heute sein. Unbedingt. Aber ja, das muss ich heute hinbekommen, weil es sonst noch viele Wochen nichts wird und es dann meine Schuld wäre! Also habe ich schweren Herzens meine Teilnahme am Strickstammtisch wieder abgesagt. Dabei fiel mir ein, dass wir das schon ein paar Mal hatten. Einmal wollte ich zum Stricken im Kino, ich blieb wegen Sekretärinnendienst für den Sohn daheim. Wer nicht kam, war der Sohn. Heute ist er da. Aber er schläft noch.
Immer noch Morgen
Ich habe zu tun. Ich muss noch das Übergabeprotokoll von gestern scannen und an die Kollegin mailen. Dem Chef teile ich dann mit, dass alles problemlos verlief und ich das Protokoll schon gesendet habe. Er bedankt sich. Immerhin. Dann entdecke ich eine Mail der Kollegin von gestern, in der sie mir mitteilt, dass bei einem der Teilnehmer etwas schief gegangen ist. Hm. Ärgerlich. Aber was kann ich denn da jetzt tun? Ich bin raus. Das Projekt ist eingestampft, meine Zugänge zu wichtigen Unterlagen erloschen. Da müssen sie sich nun selber helfen.
Zum Glück habe ich noch nicht alle Infos zu den Teilnehmern vom Handy gelöscht. So kann ich mich mit ihm in Verbindung setzen und ihn bitten, seinerseits mit der Zentrale Kontakt aufzunehmen. Ich bin gespannt, wie lange sich das noch hinzieht, dass die Kollegen immer mal noch etwas von mir brauchen. Um die Mülltonnen musste ich mich auch noch kümmern. Die sollten schon am 11. März abgeholt werden, standen gestern, als ich dort war, aber immer noch herum. Den Fall konnte ich an die Kollegin abgeben. Sie hat da nochmal nachtelefoniert. Nun sollen die Tonnen am kommenden Montag geholt werden. Ich will gar nicht wissen, ob das klappt.
Vormittag
Der Sohn questet durch mein Zimmer, ist aufgelöst und unrastig und kann sich nicht auf den Schreibkram konzentrieren, den ich für ihn erledigen soll. Ich biete ihm einen Handel an, den er dankend annimmt.
Zu Mittag gibt es Tütensuppe.
Nachmittag
Ich gönne mir ein Mittagsschläfchen, schließlich habe ich Urlaub. Außerdem hatte ich in der Nacht nicht gut geschlafen. Wie auch?
Dann gönne ich mir den nächsten Krimi von Livia Pipes {Achtung! Affiliate-Link}
Als drittes Das-gönne-ich-mir folgt noch eine Strickanleitung, die ich nicht unbedingt bräuchte. Ich könnte mir diese auch anhand der Fotos ableiten. Aber ich bin faul und leiste mir die Anleitung.
18:00 Uhr
Es ist Zeit, RoHen anzurufen. Trotz trauriger Themen wird es ein schönes Gespräch. Dann ein wenig Zukunftsmusik und ein kleiner Plan.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass der Sohn unseren "Handel" wieder vertagen würde, so dass mein Plan mit RoHen wieder über den Haufen geschubst wird. Im Umdisponieren bin ich groß. Das mache ich auch schon mein Leben lang.
Der Sohn macht mir ein kleines Abendessen. Ansonsten wird es ein ruhiger Abend mit einer Folge SOKO Stuttgart und einer halben Sockenferse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert