
Meine erste Urlaubswoche
Ihr wisst, ich bin eine Chaotentante. Wenn Euch der Sinn nach Ruhe und Entspannung steht, dann lest lieber nicht weiter, denn wenn ihr bei mir etwas von Urlaub lest, könnt ihr sicher sein, dass es noch chaotischer zugeht, als an normalen Arbeitstagen.
Chaotischer Wochenrückblick!
Am Montag begann offiziell mein dreiwöchiger Urlaub. Da fuhr ich eine halbe Stunde später als sonst nach Torgau, schließlich traf ich mich gegen 8 Uhr mit dem Entrümler. Da war der erste Urlaubstag schon mal kaputt.
Der Dienstag war dann wirklich frei. Na immerhin.
Am Mittwoch musste ich mir wieder den Wecker stellen, wenn auch nicht ganz so früh wie sonst, weil ich nicht nach Torgau musste, sondern in die Zentrale nach Leipzig. Eiei, ich hatte in dem ganzen Räumungschaos den Abschlussbericht vergessen. Wäre auch gar nicht mehr möglich gewesen ohne die entsprechende Technik. In der Zentrale stand mir diese Technik noch einmal zur Verfügung. Also hatte ich da zu tun. Ich hatte den Eindruck, den beiden Kolleginnen, die im Büro waren, fiele es schwer, mich nach immerhin 17 Jahren für immer gehen zu lassen. So sang- und klanglos, als käme ich nächste Woche schon wieder. Ich habe in dieser Firma schon unzählige Projekte beendet, mich verabschiedet, ohne zu wissen, ob und wie es weitergehen würde. Selten dauerte es länger als ein, zwei Wochen, bis ich wieder im Boot war. Diesmal ist es endgültig. Seltsames Gefühl.
Am Donnerstag sollte nun endlich mein Urlaub beginnen. Ich wollte zu RoHen und freute mich sehr auf ihn und auf die Zeit mit ihm. Leider verzögerte sich meine Abreise, weil ein dienstliches Telefonat bei mir ankam, dass längst hätte zu Kollegin Wirbelwind umgeleitet werden sollen. Letzten Endes war es gut, denn die Kollegin hätte damit gar nichts anzufangen gewusst und auch nur bei mir anrufen müssen. Ich beantwortete Fragen, schrieb Mails und kann nur hoffen, dass das nun endlich in Ordnung kommt.
Als ich endlich bei RoHen ankam, empfing dieser mich mit einer traurigen Nachricht.
Der Freitag stand ganz im Zeichen einer Räumaktion. Da bin ich in Übung. Räumen kann ich inzwischen. Hab die letzten Wochen in der Firma nichts anderes gemacht. Nur dass es diesmal persönlicher war. Ein Zimmer in einem Pflegeheim auszuräumen, ist schon noch etwas anderes, als eine Firma aufzulösen. Ich hätte gern mehr für RoHen getan. Aber letztlich haben wir es geschafft.
Heute
Wir haben endlich mal wieder etwas Schönes vor. RoHens Mutti hat uns zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen.
Vorher verlinke ich noch diesen Eintrag bei Andrea und schaue, was ihr so diese Woche erlebt habt.
Genießt ein wunderfeines Wochenende
eure Mira
Gebloggt in dieser Woche
Sonntag: Sonntagsnotizen – 08. März 2026
Montag: Der 11. Montag
Drabble am Dienstag {10.03.2026}
Dienstag: Urlaubsnotizen – 10. März 2026
Mittwoch: Schreibschnuppe Nr. 11/2026
Donnerstag: 12 von 12 im März 2026
Freitag: Freitagsfüller – 13.03.2026
Dann genießt den heutigen Tag, das habt ihr verdient.
Zimmer im Pflegeheim ausräumen, das hatten wir 2020 und 2021.
Im Oktober 2020 mussten unsere Eltern ins Pflegeheim, auf getrennten Zimmern und Etagen.
Erst Anfang Oktober richteten wir Mamas Zimmer ein, 14 Tage verstarb sie. Auf dieser Etage war ein Coronafall und alle anderen wurden eingesperrt, sie durften ihre Zimmer nicht verlassen, obwohl sie alle Negativ getestet waren.
Wir mussten nun das Zimmer räumen, meine Schwester und ich, wir durften allerdings zwischendurch nicht raus, es war der reine Horror, wir mussten so ein Umhang tragen und FFP 2 Masken, nach 5 Minuten bekam ich Kopfschmerzen und die Augen brannten, so zog ich die Maske aus. Wir packten alles in Müllsäcke und bekamen einen Servierwagen geliehen, diesen stellten wir dann in einer Ecke am Empfang, dann holten wir noch den Rest. Den Servierwagen durften wir allerdings nicht mit hinaus nehmen, wir sagten auch wir bringen Ihnen diesen zurück auf die Erage. Nein, das dürfen Sie nicht, denn wir müssen ihn desinfizieren. So holte meine Schwester ihr Auto und wir durften für 15 Minuten vor der Tür stehen, so packten wir jeder 2 Säcke und brachten sie zum Auto. Danach ging es uns beschissen.
Im Januar verstarb unser Vater und bevor wir das Zimmer betreten durften, mussten wir dort einen Coronatest machen, nach 15 Minuten bekamen wir die grüne Karte gezeigt, die rote Karte wäre ein Platzverweis gewesen, d.h. positiv.
Diesesmal war mein Schwager mit und wir durften auch rein und raus, so packten wir die Sachen und mein Schwager brachte diese zum Auto, natürlich alles wieder mit Maske.
Da bekam ich natürlich wieder Kopfschmerzen.
Das alles war so irrsinnig, man ist doch sowieso aufgewühlt gewesen
Wir waren danach fix und fertig, am liebsten hätten wir uns gemütlich in ein Restaurant gesetzt, das ging allerdings nicht wegen diesen Zwangsmaßnahmem Lockdown.
Sorry, für den wahren Roman.
Noch einen schönen Urlaub.
L.G.
Hannelore
Liebe Hannelore, das liest sich schlimm. Da hatten wir es vergleichsweise gut, schon allein, weil wir keine Masken brauchten und rein und raus durften. Für die schweren Sachen bekamen so ein Wägelchen geliehen, ähnlich denen, die es im Baumarkt gibt. Der Heimleiter half sogar, die schweren Dinge ins
Auto zu laden, weil ich doch nicht heben kann.
Am Ende waren wir trotzdem ziemlich fertig, aber auch froh, dass wir es geschafft hatten.
Mir ist jetzt erst richtig klar, was mein Sohn damals geleistet hat, als die Wohnung der Mutti geräumt werden musste. Das hat er komplett von mir fern gehalten. Nur ein paar Kartons stehen bis heute bei mir herum. Weißt du, bei manchem kann man sich nicht trennen, bei manchem sagt man das sortiere ich später Und dann bleibt das stehen.
Nun, da ich nicht mehr arbeite, muss und werde ich das Stück für Stück beräumen.
2026 wird mein Jahr des Räumens. Ja, ich glaube, das ist ein gutes Motto.
Jetzt ist aber erstmal Sonntag Morgen und Zeit für einen Milchkaffee.
Liebe Grüße
und vielen Dank für deinen Roman
sagt Mira
Das ist wirklich chaotisch! Denke aber daran, dass du auch ein bisschen Erholung brauchst.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Andrea
Danke liebe Andrea, der Samstag war dann ruhig. Wir waren zwar bei einer Geburtstagsfeier, aber da mussten wir nichts tun.
Und der Sonntag wird mit einem Besuch beim Lieblingsasiaten enden. Da muss ich auch nichts tun, außer zehn mal zunm Buffet flitzen.
Liebe Grüße
Mira