Ein Experiment
Am vergangenen Mittwoch gab Martina für die 6. Schreibschnuppe in diesem Jahr den Schreibimpuls Regenschirm – Katze – Tee. Den setzte ich in einer Geschichte mit mystischer Wendung um. Dann veröffentlichte Jürgen sein Bild für das Dienstags-Drabble.
Ich fand, das passte hervorragend zu meiner Schreibschnuppe, so dass ich eine interdisziplinäre Fortsetzung schrieb.
Was war das für eine seltsame Situation, in der ich mich plötzlich befand? Wo war ich hin geraten? Bevor ich begreifen konnte, was geschehen war, senkte sich schon der Abend über die Lichtung. An einem kahlen Baum, unter dem die ersten Osterglocken ihre Knospen in den dunklen Himmel reckten, hing eine Schaukel. Die Katze hatte sie zuerst entdeckt und sprang hinauf. Ich gesellte mich zu ihr und stellte eine kleine Laterne zwischen uns auf. Sie leuchtete in sanftem Grün mit dem dicken gelben Mond um die Wette. Rings um uns begannen tausende Sterne zu glitzern. Die Katze schwieg. Ich auch! 💯
Mein {Jürgens} Drabble mit exakt Wörtern:
Ich wollten schon immer mal bei Vollmond auf der Schaukel, mit meinem besten Freund Kater Miklas, sitzen und nur so für mich in gedankenloser Stille. Leicht bewegt sich die Schaukel und ich bin den Mond, manchmal ein kleines Stück näher und manchmal ein kleines Stück entrückt. Der Mond bringt etwas Licht in die Nacht. Meine kleine Lampe beleuchtet mich und meinen lieben Kater.
Was will ich mehr in dieser sternenklaren Nacht. So schaue ich ganz entspannt auf den Mond und flüstere: „Lieber Mond, lass bitte meine Wünsche in Erfüllung gehen.“ Ein leises Rascheln war seine Antwort.
„Danke liebster Freund Mond.“