Donnerstag, 05. Februar 2026
Wie immer am 5. des Monats ist WmdedgT an der Reihe.
03:50 Uhr
In 40 Minuten klingelt der Wecker. Da schlafe ich natürlich nicht noch einmal ein.
05:40 Uhr
Die Tasche ist gepackt. Das Auto enteist. Heute ist es fast nicht möglich, geradeaus zu laufen. Bei Minus 4 Grad fällt Nieselregen und überzieht alle Wege mit einer Eisschicht.
Auf dem Bahnhof in Torgau fällt mir eine junge Frau vor die Füße. Der Bahnsteig ist spiegelglatt. Es wird weder gestreut noch gesalzen noch irgendetwas. Nur Spruchbänder bei der Bahnhofsanzeige: Vorsicht Glätte. Halten Sie Abstand von der Bahnsteigkante! Sehr hilfreich.
08:00 Uhr
Kaffee trinken mit den Mitarbeitern. Ich mache einen Vorschlag, wie mit dem Stickgarn umzugehen ist.
11:00 Uhr
Die Mittagsschicht beginnt. Ich ärgere mich nicht mehr. Nö.
Ein Anruf des Vereins. Es geht um Mietpreise. Ich frage gleich nach der Veranstaltung im Club. 16 bis 18 Uhr. Gut zu wissen.
Ich frage auch, wann der neue Job beginnt, wenn er denn beginnt. Erster April würde bedeuten, dass ich doch nicht arbeitslos werde, weil mein derzeitiger Vertrag bis 31. März läuft. Das hieße wieder viel Lärm um nichts. ABER, wir wissen ja nicht, ob wir das Projekt wirklich bekommen. Hauptsache, ich weiß am 31. März, wo ich am nächsten Tag arbeite und ob überhaupt.
13:30 Uhr
Das Stickgarn ist raus. Komplett. Das ist erstaunlich, weil unsere Klientel nicht unbedingt handarbeitet. Ich räume die leeren Körbe ins Lager. Es tut weh, unsere Schätze so zu verschleudern. Erst recht, wenn wir vielleicht doch im Anschluss mit dem Projekt neu starten. Aber ich kann ja nichts mitnehmen, weil ich es zwischenlagern müsste. Und wenn wir das Projekt dann doch nicht bekommen, sitze ich auf dem ganzen Zeug. Das geht nicht.
16:00 Uhr
Auf dem Heimweg fällt Nieselregen. Über den Feldern liegt Nebel. Ich bin froh, als ich irgendwann daheim ankomme. Ich bereite mir ein Asia-Nudel-Gericht aus der Tüte. Dann telefoniere ich mit RoHen, der dieses Wochenende nun nicht zu mir kommen wird. Das macht mich traurig, auch wenn ich viel zu tun habe und mich nicht richtig um ihn kümmern könnte, was ja auch der Grund ist, warum er nicht kommt.
18:30 Uhr
Ich habe mir einen Tassenpudding gemacht. Lecker.
Jetzt möchte ich nur noch lesen und am besten dabei einschlafen. Neulich habe ich etwas darüber gelesen, warum wir immer so erschöpft sind. Weil wir den Winter nicht als Winter erleben, sondern uns unter Leistungsdruck setzen, den die Natur für den Winter nicht vorgesehen hat. Hach ja, Winterschlaf halten, das wäre es jetzt.
21:30 Uhr
Ich habe zwei Folgen Soko Leipzig geschaut. Der Marco Girnth ist raus. Na sowas.
Ich habe dabei auch gestrickt und bin mit der 12f26-Februar-Socke endlich voran gekommen. Es ist immer noch die erste.
Jetzt kuschle ich mich aber wirklich ins Bett und werde mir noch eine Einschlafmeditation anhören.
Gute Nacht.
Bis zum nächsten Fünften.
In früheren Jahren
Februar 2025
Februar 2024
Februar 2023
Februar 2022
Februar 2021
Februar 2020
Februar 2018
Oh, das hatte ich ganz übersehn, dasz Du auch beim WMDEDGT dabei bist!
So ein Abschied ist ganz schlimm und wie man die Reste verschleudert – ich hab damals ganz viele groszformatige selbstgefertigte Wandbehänge einfach verschenkt und gemalte Bilder zum Sperrmüll gestellt…. heut leb ich von 600 Euro Rente –
Aber immerhin gibt es ja für Dich noch Hoffnung, ich drück die Dauem mit!
LG Mascha
Ja, liebe Mascha, das ist sehr, sehr schade um die Bilder und Wandbehänge. Heute könntest du sie vielleicht bei Ebay oder sogar bei Amazon verkaufen.
Ich habe auch privat jede Menge auszumisten, aber das spende an einen Verein für einen guten Zweck.
Danke für’s Daumen drücken. Das kann ich brauchen.
Liebe Grüße
Mira
Liebe Mira,
das ist echt ein furchtbares Hin und Her mit Deinem Job. Das zerrt bestimmt ganz schlimm an Deinen Nerven. Sowas braucht wirklich niemand in seinen letzten Arbeitsjahren. Je älter man wird umso mehr nimmt einen sowas ja auch mit. Als junger Mensch geht man da irgendwie gelassener mit um.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen das es eine gute Lösung geben wird.
Liebe Grüße Karin
Danke liebe Karin.
Du hast recht, das zerrt mächtig an den Nerven, die in meinem Alter und in der heutigen Zeit ohnehin nicht mehr zum besten sind.
Die beste Lösung wäre jetzt wohl, der Neuaufbau des Spielzeuglandes in einer anderen Stadt. Da wüsste ich, was ich habe, könnte mir den Job selbst gestalten und wäre endlich von der Firma weg, die mich die letzten 17 Jahre immer hin und her geschubst hat. Ich könnte auf den letzten Metern Arbeitsleben etwas Ruhe gebrauchen.
Ich werde berichten, sobald ich etwas weiß.
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir
die Mira