Ein paar Nachträge
Ja, ich hinke hinterher. Im Januar stand die Idee im Raum, für jeden Tag ein Gedicht zu schreiben, mindestens ein Elfchen. Am vergangenen Freitag dümpelten Fragmente in einer Datei herum, aus denen ein Gedicht werden sollte, dass sich um gemütliche Hütten am Waldrand drehen sollte. Um gelbes Licht, das aus Fenstern auf den Schnee hinaus scheint, um prasselnde Feuer. Ich bekam kein Gedicht zustande, so dass am Ende nur ein Elfchen daraus wurde.
Hütte
am Waldrand
warmes gelbes Licht
sickert in die Dunkelheit
Winternacht
Für den Samstag schrieb ich auch nur ein Elfchen.
Gitarrenklänge
Stäbchen räuchern
sanft gedimmtes Licht.
Deine Hände streicheln zärtlich.
Liebe
Und damit war der Januar um und hatte für jeden Tag sein Gedicht.
Neue Notizen
Noch fünf Wochen arbeiten. Fünf Wochen, in denen mein Wecker mich 4:30 Uhr anschreit. Raus müssen in Eis, Kälte, Dunkelheit. Fahren mit unpünktlichen Zügen, Laufen über vereiste Gehwege. Und immer dieses Kaputt-Machen. Werte verschleudern, damit sie nicht am Ende in der Tonne landen. Abbau – Raubbau.
Die Freundin fragte, ob sie das im Samstagsplausch richtig verstanden hätte, dass mir ein Job vor die Füße gefallen sei. Ja, hast du richtig verstanden, liebe Freundin, wobei… es sind sogar drei Jobs, aber keiner ist bisher konkret. Niemand hat bisher gesagt: "Du kannst ab dem soundsovielten für dieses Geld soundsoviel Wochenstunden da und dort arbeiten."
Alle fragten nur: Würden Sie dort arbeiten, als Dies-und-Jenes? Genaueres sagen wir Ihnen noch. Die einen müssen es mit einem Chef besprechen, die anderen mit einem Amt, die dritten mit der Person, die den Job zur Zeit noch innehat. SO funktioniert das aber nicht. Ich kann mich auf keines dieser Angebote verlassen. Man hat sie mir nur gemacht, um sicherzustellen, dass ich keinen anderen Job annehme und um mir dann die Konditionen zu diktieren. {Außer dem, der auf die amtliche Zusage wartet. Da weiß ich nur das Datum nicht, ab wann ich da beginnen könnte, falls ich da beginnen kann.} Wie ihr seht, ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Oder besser gesagt, es sind drei Halbe, aber kein Ganzes. Und deshalb mache ich erst einmal weiter, wie bisher. Löse mein Spielzeugland auf, nehme einen Termin beim Amt wahr, beanspruche ab Mitte März meinen Resturlaub aus 2025 und den anteiligen Urlaub für 2026. Und ab April sehen dann, was wird.
Und hinter alledem das Meer. Ja, vielleicht dann doch.
Tages- und Wochenaufgaben
00. Einen gewissen Teil der Akten neu sortieren {die, welche aufbewahrt werden müssen} diese und nächste Woche
01. Bastelschrank 1 ausräumen {Die Kollegen legen immer wieder etwas in die schon einmal leeren Fächer. Hachz.}
02. Bastelschank 3 ausräumen
03. Bastelschank 2 ausräumen, Fach 1 und 4
04. Monatsabrechnung ans Amt senden
05. Monatsabrechnung an die Kollegen senden
06. tanken
07. Toilettenpapier und Kaffee kaufen
08. Krautsuppe köcheln
09. Karotten verarbeiten
10. Aktentonne füllen {Sollte am Mittwoch passieren, aber die Tonne wurde nicht geliefert} Angemahnt!
11. Bastelzeug zu Hause wegräumen Am Wochenende, vorher wird das nix.
12. Hackklößchen fertigen
13. Check Inn schreiben