Samstagsplausch – {31. Januar 2026}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen
Ich sitze in der Küche, habe RoHens kleinen Rechner aufgebaut und mir das Passwort diese Woche gemerkt. Neben mir steht die Froschtasse, die RoHen für mich getöpfert hat. Ich müsste sie mal auslitern, ich glaube, ein halber Liter Kaffee passt da hinein. *hüstel*
Rückblick auf eine verrückte Woche
Montag, 26. Januar 2026
Ich war mit dem Auto in Jena und hatte mich entschieden, erst am Montag Morgen zurück und gleich zur Arbeit zu fahren. Nur hatte es in der Nacht heftig geschneit. In Jena lagen ca. 15 cm Neuschnee oder sogar etwas mehr. Die Fahrt bis zur Autobahn war recht anstrengend. Noch schlimmer war aber die Fahrt von der Autobahn nach Torgau, obwohl im Flachland deutlich weniger Schnee gefallen war. Die drei Flocken reichten jedoch aus, um winterungeübte Autofahrer zu ängstlichen Schleichern mutieren zu lassen.
Ich war riesig froh, als ich endlich in Torgau ankam.
Dienstag, 27. Januar 2026
An diesem Tag passierte, was ich schon die ganze Zeit gefürchtet hatte. Da die Autofahrt tags zuvor so beschwerlich gewesen war, nahm ich lieber die Öffis. Bleiterscheinung hier: Ich war streckenweise zu Fuß auf ungeräumte Wege angewiesen. Es kam, wie es irgendwann kommen musste. Ich rutschte aus und setze mich unsanft auf meinen Hintern. Etwas ausführlicher hier.
Mittwoch, 28. Januar 2026
Der Mittwoch ist in der letzten Zeit immer mein liebster Wochentag. Das sollte auch diesmal so werden, denn PesTör hatte mich zur Wintersuppe eingeladen und wir wollten Pläne schmieden. PesTör hatte nämlich eine ganz tolle Idee, womit ich ab April mein Arbeitslosengeld aufbessern könnte. Es gibt da eine Frau, die ein ganz wunderbares Projekt aufgebaut hat, das sehr gut zu mir passen würde. Diese Frau möchte das Projekt altershalber {sie ist bereits 75} in gute Hände geben. Nun ist es an uns, sie davon zu überzeugen, dass meine Hände gut wären. Keinesfalls möchte ich, dass sich die Frau von mir verdrängt fühlt.
Mir gab diese Aussicht Hoffnung, dass es nach Ende März für mich doch irgendwie weitergeht. Ich freute mich auf den Feierabend und den Besuch bei PesTör.
Und dann… kam 14 Uhr ein Anruf des Vereinsvorsitzenden. {Ihr erinnert euch? Wir hatten uns als Verein darum beworben, das Spielzeugland in Torgau weiterführen zu dürfen, wurden aber von einem anderen Anbieter um die Hälfte unterboten und deshalb vom JobCenter abgelehnt. Inzwischen wissen wir, dass der andere Träger auch weniger als die Hälfte der Leistungen bietet. Doch das nutzt uns nun auch nichts mehr, da das JC ausschließlich nach den Kosten entschieden hat, nicht nach Preis-Leistungsverhältnis.} Und nun die Anfrage: Wäre G. für dich eine Option? JA!
Eine Stunde später erhielt ich eine Nachricht über das firmeninterne Netzwerk. Ob ich Interesse hätte, Coaching zu übernehmen. In W. Schließlich kenne ich den Standort, deshalb könne man sich das gut vorstellen. Ähm. Den Standort in W. kenne ich nicht, aber bevor ich überhaupt antworten konnte, kam ein Anruf aus Leipzig. Man wolle mich vorwarnen, dass ebendiese Anfrage kommen könne, weil man mich als Mitarbeiterin vorgeschlagen habe…
Damit war das Chaos komplett. Mein Gedankenkarussell begann zu rasen.
Ja, ich liebe den Job im Spielzeugland, außer in den Zeiten, da ich wieder eines abwickeln und auflösen muss. Gern hätte ich hier noch die nächsten zwei Jahre gearbeitet, vielleicht auch länger, um neben meiner späteren, recht geringen Rente noch ein wenig hinzu zuverdienen. Aber nun wurde diese Idee zerstört und ich habe umdisponieren müssen. Kaum habe ich das getan und mich mit dem Gedanken abgefunden angefreundet, nicht mehr Vollzeit zu arbeiten, was in meinem Alter und bei meinem Gesundheitszustand inzwischen verlockend erscheint, da kommen Angebote, fast schon Anforderungen, die wieder alle Pläne und Ideen auf den Kopf stellen. Und es ist wieder so, wie ich das schon vor zwei Jahren erlebt habe. Alle wollen gleichzeitig was von mir, keines der Angebote ist wirklich gut und vorallem ist alles noch völlig ungewiss. Das ist wieder so, dass man sicherstellen möchte, dass ich die Arbeit übernehme, ohne selbst irgendetwas zuzusichern. Damals schrieb ich: Und am Ende, wer weiß, ergibt sich dann vielleicht sogar noch etwas ganz anderes. So war es auch gekommen. Alles wurde ganz anders. Inzwischen, bin ich soweit, dass ich mir sage, abwarten, alle Konditionen erstmal anhören und dann entscheiden. Aber selbst wenn die Vernunft genau das gebietet, werde ich das Gedankenkarussell nicht los. Es raubt mir die Ruhe und den Schlaf und macht mich zusätzlich fertig.
Gestern bin ich erst einmal in den Zug gestiegen und habe mich nach Jena bringen lassen, wo RoHen mich am Bahnhof abgeholt hat. Das war schön. Bei ihm fühle ich mich geborgen.
Heute
RoHen hat noch etwas zu erledigen, bei dem ich ihm nicht helfen kann. So kann ich mich meinem Blog widmen und später vielleicht noch aus dem Januar auschecken, obwohl ich gar nicht eingecheckt habe.
Zunächst schaue ich zu Andrea, verlinke diesen Eintrag und stöbere durch eure Wochenrückblicke.
Ich wünsche euch allen ein feines Wochenende.
Eure Mira
 
Gebloggt in dieser Woche
Samstag Samstagsplausch – {24. Januar 2026}
Montag Wochenend-Elfchen
Der 5. Montag
Januarnotizen – 26. Januar 2026
Dienstag Januarnotizen – 27. Januar 2026
Mittwoch Januarnotizen – 28. Januar 2026
Drabble am Dienstag Ja, das habe ich erst am Mittwoch geschrieben.
Schreibschnuppe Nr. 5/26
Etwas über Socken
Donnerstag Januarnotizen – 29. Januar 2026
Freitag Januarnotizen – 30. Januar 2026

8 Gedanken zu “Samstagsplausch – {31. Januar 2026}

  1. Liebe Mira,
    die Froschtasse ist ja cool! Und große Trinkgefäße sind doch immer am besten.
    Ich hoffe, du hast den Sturz gut überstanden – es waren ja echt krasse Straßenverhältnisse diese Woche.
    Liebe Grüße und dir ein schönes Wochenende!
    Nanni

    1. Liebe Nanni, ich glaube, ich habe mir nichts getan bei diesem Sturz. Eine Unfallmeldung habe ich trotzdem gemacht, man weiß ja nie.
      Ich nehme jetzt besser wieder die Gehhilfe mit. da kann ich mich wenigstens abstützen, sollte ich nochmal auf dem Hintern landen.
      Winter ist nicht meins, gar nicht.
      Liebe Grüße
      Mira

  2. Hallo Mira,
    wie trinkt man aus der Froschtasse, da könnte doch seitlich etwas daneben gehen . Auf jedenfall außergewöhnlich und mit Liebe gemacht.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich.

    L.G.
    Hannelore

    1. Liebe Hannelore, man muss den Frosch so ansetzten, als wollte man ihn knutschen. Da läuft dann nichts daneben. Es ist eben ein richtiger Knutschefrosch.
      Liebe Grüße
      Mira

    1. Du hast es erfasst, lieber Jürgen, man muss den Frosch knutschen, sonst kann man nicht draus trinken. *kicher*
      Tja, der braucht sich nicht zu verwandeln, denn den Prinzen habe ich ja schon. Er hat die Tasse ja für mich gemacht.
      Ja, das Wochenende war wunderschön. Am liebsten wäre ich gar nicht zurück gefahren.
      Komm gut in die neue Woche. Wir lesen und hören uns.
      Liebe Grüße
      Mira

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