Schreibschnuppe Nr. 5/26

Der Raum lag im Halbdunkel. Nur um den Tisch mit dem Schachspiel brannten ein paar Fackeln und spendeten etwas Licht. Jacob von Lau grübelte und rechnete, denn er musste dieses Spiel unbedingt gewinnen. Davon hing seine Freiheit, vielleicht sogar sein Leben ab. Wie konnte er sich nur auf diesen Handel einlassen? Burgherr Kuno von Walden hatte angeboten, ihm seine Abgaben zu erlassen, sollte Jacob ihn im Schachspiel besiegen. Sollte er jedoch verlieren, müsse er nicht nur die Abgaben leisten, sondern man würde ihn unbarmherzig in den Kerker werfen. Was weiter mit ihm geschah, konnte niemand sagen. Er musste also gewinnen!

Das ist der Text, der als 5. Schreibschnuppe in diesem Jahr entstand. Martina hatte diesmal den Schreibimpuls Raum – Schach – unbarmherzig gegeben. Ich weiß nicht, warum, in der letzten Zeit drängen sich mir immer Fantasy-Texte auf. 100-Wort-Schnipsel, die Episoden größerer Geschichten sein könnten. Ich bin gespannt, ob es mir gelingt, einmal mehr daraus zu zaubern. Momentan habe ich die Muße nicht. Zu viel stürmt auf mich ein. Aber bald, recht bald könnte ich dafür Zeit haben. Wobei… wie ich mich kenne, kommt dann wahrscheinlich gleich der nächste Sturm auf mich zu. Ach wäre ich doch schon am Meer.

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