Montag, 05. Januar 2026
Wie immer am 5. des Monats ist WmdedgT an der Reihe.
04:30 Uhr
15 Minuten vor dem Weckerklingeln aufwachen ist hässlich. Weil diese 15 Minuten zu nichts nutze sind, außer im Bad vertrödelt zu werden.
05:15 Uhr
Ich würde jetzt gern zum Zug gehen und zur Arbeit fahren. Nur, wo ist denn jetzt, verflixt, mein Schlüsselbund? Als ich gestern heim kam, habe ich den irgendwo abgelegt und noch gedacht, dass es keine gute Idee ist, den Schlüssel nicht an seinen angestammten Platz zu legen, denn dann suche ich ihn heute Morgen bestimmt. Ja, genauso kam es. Ich werde immer hektischer und fange an zu schwitzen, weshalb ich den Mantel wieder ausziehe, den Schal wieder ablege. Der Sohn steht auf und hilft suchen. Und dann liegt das Teil zwischen zwei Stricktaschen auf dem Boden. In der nächsten Zeit werde ich ihn immer an seinem Platz ablegen, damit mir solche Sucherei erspart bleibt.
Den Zug schaffe ich trotzdem noch. Wie schön!
Unterwegs ist der Zug sogar 3 Minuten zu früh in Eilenburg und immerhin noch eine Minute zu früh in Torgau. Leider kann man das vom Bus nicht behaupten. Der kommt nicht einmal pünktlich, so dass ich 25 Minuten {statt planmäßigen 10} am zugigen Busbahnhof stehe.
07:05 Uhr
Endlich in der Firma. Ich drehe die übliche Runde, an deren Ende ich Kaffeewasser aufsetze. Die Teilnehmer kommen heute auch auf den letzten Pfiff, was ich von ihnen gar nicht kenne. Aber klar, die Wege sind schlecht geräumt. Die Radler sind teilweise gezwungen, ihre Fahrzeuge zu schieben. Schön ist das nicht.
Aus der zweiten Schicht kommt ein Teilnehmer gar nicht erst hier an.
16:09 Uhr
Den B-Bus habe ich wegfahren lassen, obwohl auch der mich zum Bahnhof gebracht hätte, auf einem langen Weg. Der 759-er fährt eine kürzere Strecke. Dafür kommt er gar nicht erst.
Irgendwann dann doch und es wäre seeeehr knapp zum Regionalexpress. Wäre, denn der Express hat, wie meist, wenn ich ihn nutzen will, Verspätung. Ganze 10 Minuten. Damit ist das Gleis nicht passierbar, die Passagiere, die gern mit der S-Bahn fahren würden, die ein Gleis weiter schon bereit steht, können nicht zu ihrem Zug. Die Bahnbedienstete, die ich frage, sagt: Steig in den RE, husch husch.
Wenn das so einfach wäre. Ich und husch, husch. Und dann noch auf Gleis 2. Da ist der Bahnsteig nicht so gut ausgebaut und man muss klettern, um in den RE zu steigen. Mir fällt das schwer. Außerdem ist der Zug recht voll und auf vielen Plätzen sitzen Taschen und Rucksäcke. Auf manchen auch nur Mützen. Die gehören zu Menschen, die kein Deutsch verstehen, wenn man sie fragt, ob sie die Mütze vielleicht an sich nehmen, damit man sich setzen kann. Eine junge Frau flegelt schräg auf anderthal Sitzen. Ich quetsche mich auf den halben Platz neben ihr. Sie knurrt irgendwas auf Polnisch und nimmt ihr Bein einen Viertelplatz näher zu sich. Für meinen Rücken ist es allemal besser schlecht gesessen, als gut gestanden.
Daheim bekomme ich einen Parkplatz, oh Wunder, genau vor der Haustür. So kann ich den Koffer ausladen, was ich gestern nicht mehr hinbekommen hatte.
Der Sohn legt mir Oblaten hin. Ich brutzle Zwiebelgemüse. Und schon ist es Abend, an dem ich außer 4 Runden an einer Socke wiedermal nichts fertigbekommen habe. Ach doch, ein minikurzes Gespräch mit dem Sohn hatte ich und ein kleines Telefonat mit Jürschn, dem ich ein Dienstags-Drabble versprochen habe.
Schnell noch das Gedicht für heute veröffentlicht und diesen Eintrag fertig geschrieben.
Es ist 21:59 Uhr und ich sollte schlafen gehen, sonst wird das morgen wieder so heftig, wenn der Wecker klingelt.
Gute Nacht
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