Schreibschnuppe Nr. 20

Bei Martina gab es auch in dieser Woche wieder die Schreibschnuppenchallenge. Einen Anfangssatz gab es als Schreibimpuls. Gern hätte ich etwas magisches mystische geschrieben, aber der Text machte ein wenig, was er wollte und dann waren die 100 Wörter schon verbraucht.
Meine Großmutter kannte sich aus mit dem Tod. Zu Großvaters Füßen hatte er gestanden, als dieser noch ein junger Mann war. Die Großmutter musste ihn gehen lassen. Zu der hundertjährigen Amalias Häupten hatte sie ihn stehen sehen und verabreichte ihr ein Kraut, das sie wieder genesen ließ. Vom Tod hieß es, er sei gerecht, weil er jeden ereile, egal ob arm oder reich. Keiner könne sich von ihm freikaufen. Doch Großmutter wusste es besser. Auch der Tod ist ungerecht, allein durch den Zeitpunkt, wann er die Menschen heimsucht. Großmutter würde ihn zu gern überlisten. Doch wie sollte sie das anstellen?
Genau 100 Wörter.

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