Novembernotizen – 07. 11. 2025

Mein Elfchen für den Tag
Vertrauen
in dich
tief und unendlich.
Ein Satz im Rausch.
Zerstört

Ich mag das nicht weiter kommentieren. Abgezeichnet hat sich das bereits am Dienstag. Gestern Abend ist es eskaliert. Seitdem bin ich verletzt, unendlich traurig, irgendwie leer. Und das Schlimmste für mich, es hat gar nicht direkt mit mir zu tun. Ich habe nichts negatives getan. Ich war nur da, um den Unmut eines anderen abzubekommen. Ebenso schlimm oder womöglich noch schlimmer ist, dass der Grund für diesen Unmut nur im Kopf dieses anderen existiert, der sich da in etwas hineingesteigert hat, vermutlich bedingt durch zu viel Alkohol an einem einsamen Abend. Es war nicht ein Satz, es waren drei, von denen der letzte alles zerstörte, was wir in den letzten Jahren aufgebaut hatten.
Ich weiß nicht, ob wir das wieder hinbekommen.

Möglich, dass es in der nächsten Zeit hier ruhiger wird. Ich glaube, ich muss erst einmal Wunden lecken.

8 Gedanken zu “Novembernotizen – 07. 11. 2025

  1. Mensch Mira,
    ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, möglichst ohne viele trübe Gedanken.
    Fühl Dich mal doll gedrückt.
    Liebe Grüße
    Karin

    1. Danke liebe Karin. Es wird langsam besser. Wir haben geredet. Also, eigentlich habe ich geredet. Und Fragen gestellt. Und geheult.
      Ich soll bitte, bitte, bitte die Weihnachtsreise nicht absagen.
      Und er wollte das so nicht.
      Ich grüble trotzdem.
      Mal sehen.

  2. Seit knapp 15 Jahren trinke ich keinen Tropfen mehr. Mir ist es zuwider bei mir selbst aber auch bei anderen: Sobald heute jemand beginnt zu trinken, mache ich mich vom Acker. Zuerst ist es lustig oder entspannt, dann wird geredet ohne Ende – alles überflüssiges Zeug und das auch noch x-mal breitgetreten – danach kann jedes Wort wie von Zauberhand in den falschen Hals gekriegt werden. Schon ist die Kacke am Dampfen. Für so was, für solche Nölereien bin ich zu alt, ist mir die Lebenszeit viel zu schade. Nicht einen Tag gibt es, an dem ich den Alk vermisst hatte. Und wenn andere zu trinken beginnen und ich mich daraufhin verabschiede, gab es nicht einen Moment, an dem ich lieber geblieben wäre.

    Die wenigsten können mit Alk umgehen und wissen, bei welcher eigenen psychischen Kostellation sie besser nicht trinken. Keiner sollte trinken, wenn er Frust hat oder sonstwie schlecht drauf ist, das geht IMMER irgendwann schief. Er soll sich klar entschuldigen und zukünftig vielleicht mal die Liebe ohne Alkohol probieren. Wenn er das nicht kann, ist er ein Alkoholiker. Wer aber mit Alkis zusammenbleibt, wird, ob er’s will oder nicht, zum Co-Alkoholiker. Himmel, das ist doch keine Lebensperspektive!

    1. Danke, lieber Georg, für deine klare, ehrliche Ansage.
      Ob es eine Entschuldigung geben wird, die über ein „Ach, das wollte ich doch nicht, dass du das so auffasst!“ hinaus geht, weiß ich noch nicht. Und dieser Spruch geht mir auch nicht als Entschuldigung durch, weil er im Grunde mir den schwarzen Peter zuschiebt. Ich habe das so aufgefasst.
      Ich bin also schuld.
      Nee bin ich nicht!!!
      Und in dieser Richtung werde ich eine klare Ansage machen. Nicht nochmal!
      Aber nun, vielleicht gibt es ja ohnehin kein „Nochmal“ mehr.
      Ich werde sehen. Jetzt konzentriere ich mich auf mich und darauf, dass dieses Wochenende ein schönes wird. Das habe ich nämlich dringend nötig.

  3. Wunden lecken ist wichtig.
    Aber auf den anderen wieder zugehen, und mit ihm reden, auch.
    Wir sind nun mal alles fehlerbehaftete Menschen, und sicher tut es der anderen Seite leid, so übers Ziel geschossen zu sein.
    Auch wenn es das Glas zuviel war…Leben ist so kurz, und was Gutes wegzuwerfen steht nicht dafür.

    1. Liebe Barbara, Ich habe nichts weggeworfen. Und das werde ich auch nicht. Ich bin weggeworfen worden. Und ich habe das deshalb so schwer genommen, weil ich mir nichts, überhaupt nichts zuschulden habe kommen lassen.
      Ich bin nur eben, wie ich bin. So wie alle anderen das auch für sich in Anspruch nehmen. Und wenn das der Grund ist, mich zu verlassen, dann tut das weh. Sehr! Was als Begründung an den Haaren herbei gezogen wurde, war hanebüchen, hatte rein gar nichts mit mir zu tun und entsprach außerdem keinen Tatsachen, sondern krausen Überlegungen, entstanden durch zu viel Alkohol. Und dafür ist, wie Georg schon sagte, eine ehrliche, klare Entschuldigung fällig UND ein Umdenken, wie man soetwas zukünftig vermeiden kann. Sollte es nämlich so sein, dass man, weil November ist, seine Depressionen versucht, im Alkohol zu ertränken, dann wird daraus nur weiteres Ungemach entstehen. Und dafür, da hast du völlig recht, ist mir meine Lebenszeit zu schade. Ich kann solche Schocks nicht jede zweite Woche aushalten. Und im Moment, so lange wir uns nicht ausgesprochen haben, kann ich auch nicht darauf vertrauen, dass sowas nicht wieder vorkommt.
      Ob es allerdings eine solche Aussprache überhaupt geben wird, weiß ich noch nicht.

  4. das tut mit aber sehr Leid
    ja der Alkohol zerstört viel
    aber es war ja wohl vorhanden und kam dann „enthemmt“ heraus
    Wunden lecken muss sein
    und danach vielleicht reden
    ich wünsche dir alles Gute
    Rosi

    1. Danke liebe Rosi,
      das Problem an der ganzen Sache war, dass es gar kein Problem gab, sondern dass sich das jemand eingeredet hat auf der Grundlage von gar nichts.
      Ob es ein Gespräch geben wird, weiß ich, wie gesagt, noch nicht. Und was dabei heraus kommen kann, erst recht nicht.
      Abwarten. Und hoffentlich nicht überreagieren.
      Liebe Grüße

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