Samstagsplausch {26. Juli 2025}

Guten Morgen
Heute bin ich ein klein wenig traurig für diesen Tag. Warum? Nun, in Jena ist Töpfermarkt und RoHen betreut den Stand des Kunstwerks, so dass er erst am Sonntag, spät abends zu mir kommen kann. Dummerweise hatte er diesen Termin vergessen, was kein Wunder ist bei all dem Wirbel, der zur Zeit um unsere Job, besonders um seinen, gemacht wird. Am Freitag Mittag mussten wir eben wegen dieses Jobs telefonieren. Erst da erfuhr ich vom Markt. Schade. Hätte ich das schon am Donnerstgag gewusst, hätte ich meine Tasche für zwei Tage packen können. Das Auto wäre daheim geblieben, denn nach Feierabend am Freitag hätte ich gleich in der S-Bahn nach Leipzig sitzen bleiben können. Von da aus wäre ich mit dem Regionalexpress weitergefahren nach Naumburg und von dort weiter nach Jena. Das hätte funktionieren können. Hätte, hätte, Fahrradkette Am Freitag Mittag war all das nur graue Theorie, ließ sich nicht mehr umsetzen.
Andererseits ist das ganz gut, denn die Tage sind ohnehin so vollgepackt, dass ich den Gedanken, vielleicht nachher doch noch irgendwie nach Jena zu kommen, ganz schnell mal wieder verwerfe.
Jetzt nehme ich euch erst einmal mit auf eine andere Reise. Auf die in meine jüngste Vergangenheit, nämlich in die eben zu Ende gehende Woche.
Kleiner Wochenrückblick
Samstag, 19. Juli 2025
Zu den beiden Taschen, die ich auspacken wollte, hat sich eine dritte gesellt. Die wurde dann tatsächlich leer. Immerhin.
RoHen kam am Nachmittag, war aber von der Anreise so geschafft, dass wir nichts mehr unternahmen.
Sonntag, 20. Juli 2025
Ich hätte gern einen Ausflug gemacht, vielleicht an "unseren" See. Leider war das Wetter mulmig und lud nicht gerade zum Baden gehen ein. Rückenschmerzen, die ich auf den ständigen Wetterwechsel schiebe, hielten mich in meinem Korbsessel auf dem Balkon, von wo aus ich öfter in die Waagerechte wechselte. RoHens Entschlusskraft bezüglich Freizeitaktivitäten hielt sich in engen Grenzen. Am Abend meinte er: Wir hätten wohl doch mal rausgehen sollen.
Dienstag, 21. Juli 2025
Ich häkelte einen Sonnenfänger, weil Maria wissen wollte, wie ich alte CDs zum Basteln nutze. Als ich das Teil fast fertig hatte, meinte sie Nu, ich kann nur stricken. Häkeln will ich nicht.
Hallo?
Mittwoch, 23. Juli 2025
Wir trauerten um Ozzy Osbourne.
Ich hätte gerade mal von zweien unserer Männer erwartet, dass sie ihn kannten und war überrascht, als noch vor dem Frühstück Black Sabbat aus einem der Handys schallte. Es waren nur die beiden Damen, die ohnehin nichts von der Welt wissen, die damit nichts anzufangen wussten. Die Gespräche aller anderen drehten sich nur um dieses eine Thema.
Die Putzfee kam, sah mein Häkelzeug auf dem Tisch liegen und legte ihren Schlüsselanhänger dazu. Ein Sorgenwürmchen mit Flügeln, ein Schutzengel sozusagen.
Könnt ihr sowas?
Die Mitarbeiterin, die im letzten Sommer unzählige Sorgenwürmchen gezaubert hatte, begann sofort im Netz nach Anleitungen zu suchen.
Ich begann zu häkeln.

Dafür brauchte ich keine Anleitung. Da ich aber inzwischen schon nach einer solchen gefragt wurde, werde ich mal noch eine schreiben und später hier noch verlinken.

Als ich daheim ankam, war RoHen nicht mehr da. Er rief diesmal auch nicht an. Nunja.
Donnerstag, 24. Juli 2025
Heute war ich endlich wieder mit dem Zug zur Arbeit gefahren. Ausgerechnet heute rief Kollegin Wirbelwind an und hielt mich noch lange nach Feierabend in der Leitung. Mein Bus war weg, die S-Bahn auch. Der Regionalexpress, der eine halbe Stunde später fahren sollte, hatte natürlich 20 Minuten Verspätung. Ich habe es noch nie erlebt, dass der pünktlich ist. Wahrscheinlich ist er das öfter, aber immer, wenn ich ihn gebraucht hätte, war er’s nicht. Als Grund für die Verspätung wurden verlängerte Aus- und Einstiegzeiten genannt, verursacht durch stark erhöhtes Fahrgastaufkommen. Das war für mich der Grund, nicht mit dem verspäteten RE zu fahren, sondern die nächste S-Bahn zu nehmen. Die war pünktlich und sie war leer.
Am Abend beschäftigte ich mich noch stundenlang mit RoHens Job. Wieder einmal. Wann hat denn das mal ein Ende?
Freitag, 25. Juli 2025
Am Vormittag musste ich mich wieder um RoHens Job kümmern. Nun haben wir’s aber!
Heute
Jetzt bringe ich erst einmal diesen Eintrag zu Andrea und wünsche Euch allen ein wunderfeines Wochenende.
Eure Mira
 
Gebloggt in dieser Woche
Samstag: Samstagsplausch {19. Juli 2025}
Sonntag: High Five der Woche {29/2025}
Montag: Der 30. Montag
Dienstag: Schreibimpulse
Mittwoch: Schreibschnuppen-Challenge
Donnerstag: Projekt 52: Juli 25/03
Freitag: Freitagsfüller – 25. Juli 2025

7 Gedanken zu “Samstagsplausch {26. Juli 2025}

    1. Genau, liebe Pia, das ist ein Schutzengelchen. Bin gespannt, ob es der Putzfee gefällt, wenn sie am Mittwoch kommt.
      Ja, die Pause, die der Sommer hier macht, dauert schon ganz schön lange. Hoffentlich ist die kommende Woche zu Ende, denn da gibt es in unserem Städtchen das Festival. Da können wir keinen Regen gebrauchen. Ich werde mal für jeden meiner Leutchen, die mit zum Festival kommen, noch so ein Schutzengelchen häkeln. Da muss ich mich ranhalten.
      Das ist eine feine bunte Aufgabe für den heutigen grauen und kühlen Samstag.
      Liebe Grüße
      Mira

  1. Der nächste Töfpermakrt kommt bestimmt. Verpassen Gelegenheit hinterher zu trauern, bringt nichts. Dafür hast du hübsch gehäkelt. Und wer nicht will, hat gehabt, sagt das Sprichwort. Dann häkelt die Dame eben nicht. Liebe Grüsse von Regula

    1. Das ist ein gutes Sprichwort, liebe Regula. Der Dame kann man es eh nie recht machen. Immerhin bin ich mal wieder zu einem neuen Sonnenfänger gekommen. Vorletztes Jahr beim Festival hatte ich ganz viele in die Trauerweiden bei unserem Lagerplatz gehängt. Die sind inzwischen alle im Meer auf meinem Balkon gelandet und flattern da als Girlande im Wind, um die Spatzen daran zu hindern, auf dem Balkon zu wohnen. Die haben in den Bäumen ringsum genug Platz.
      Ganz liebe Grüße
      Mira

  2. Eine anstrengende Woche geht zu Ende. Wenn du das mit dem Job am Ende auch noch hast klären können, ist das doch wenigstens ein Erfolg.
    Meinst du, man kann die Rückenschmerzen auf das Wetter schieben? Dann hätte ich auch eine super Erklärung 😉
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Ja, liebe Andrea, ich hatte mal eine Bekannte, die schob immer alle Zipperlein, die man so haben konnte, auf das Wetter. Das kann sich ja nicht wehren. *Lach*
      Das mit dem Job ist ein Ding für sich. Tatsächlich muss ich ihn für siesen einen Tag übernehmen. Wieso? Weil ich es kann. Ist leider so: Wer viel kann, muss viel machen. Hach. Aber für RoHen mache ich es gern. Das ist immerhin eine gute Motivation. Oder?
      Liebe Grüße
      Mira

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