Samstagsplausch {04.11.2017}

Endlich wieder ein entspannter Samstag, den ich mit der liebgewonnenen Plauschrunde bei Andrea beginnen möchte.
Die letzte Woche war noch einmal recht wirbelig, aber nun wird es wohl etwas ruhiger werden. Betonung auf etwas. Doch nun erst einmal der Rückblick.
Zusammenfassung in einem Satz: Das Werk ist Geschichte!
Samstag, 28. Oktober
Es war einer der wenigen Tage in diesem Monat, an dem ich nicht im Werk war. Der Morgen und Vormittag verging mit allerlei Kleinkram, der keinen Aufschub haben wollte, und dann musste ich mich schon sehr beeilen, um wenigstens noch in einen Baumarkt zu kommen, bevor meine Nichte bei Mutti ankam. Zuerst fand ich die Heizungen, die ich suchte, gar nicht, weil sie eben so überhaupt nicht wie Heizungen aussehen. Dann entdeckte ich zwei verschiedene, die mir beide gefielen. Leider ließ der Service an diesem Samstag sehr zu wünschen übrig. Ich fand überhaupt keinen Baumarktmitarbeiter, der bereit gewesen wäre, mich in irgend einer Form zu beraten. Gerade mal, dass mir einer sagte, dass ich die Heizungen da hinten, wo die anderen Heizungen auch stehen finden würde. Toll, da hatte ich schon geschaut und eben nichts gesehen, sonst hätte ich wohl kaum gefragt. Naja, ich fand sie ja dann. Zwei Muster hingen da und Preisschilder, die besagten, dass es zumindest das eine Modell in verschiedenen Größen gäbe. Darunter ein Gestell mit mehreren Pappkartons, die offensichtlich diese Heizer enthielten, aber so mies beschriftet waren, dass ich keinen Nerv hatte, mich durchs Kleingedruckte zu kämpfen und unverrichteter Dinge wieder abzog, fest entschlossen, die Heizung in einem anderen Baumarkt zu kaufen.
Von dort aus düste ich zu Mutti, wo die Lieblingsnichte {ich habe überhaupt nur die eine} mit ihrem Freund gerade eingetroffen war. Der Sohn kam kurz vorbei geschneit, um seine Cousine wenigstens kurz zu sehen, musste aber gleich wieder los. Zwar räumte auch er an diesem Tag nicht im Werk, dort war sozusagen Ruhetag. Aber den nutzte er gleich, um seinem besten Freund dabei zu helfen, den Garten der Lieblingsoma des Freundes winterfest zu machen.
Ich genoss die freie Zeit mit Nichte, Schwiegerneffen und Mutti. Mal gar nichts müssen, das war schon schön.
Als die Zwei am Nachmittag weiterfuhren nach Berlin, brachten sie mich noch schnell nach Hause, wo ich mich ein wenig aufhübschte, so gut es eben ging 😉
Und dann… ging ich los zum Klassentreffen. Es war ein so toller Abend, wir hatten so super Stimmung. 17 Jahre – in Worten Siebzehn – waren seit dem letzten Klassentreffen vergangen. Die meisten von uns hatten sich auch wirklich so lange nicht gesehen. Doch da war ein Zusammenhalt, ein Verstehen, als hätten wir erst letzte Woche die letzte Party zusammen gefeiert. Klar musste man von allen erfragen, wo sie jetzt wohnen, wieviel Kinder und Enkel alle haben. Da hatte man in den Jahren einiges verpasst. Aber die Stimmung war, als wären wir nie auseinander gegangen. Ich war begeistert und unglaublich beeindruckt und am Ende des Abends beim Verabschieden auch ganz mächtig sentimental. Da musste ich schon aufpassen, dass ich nicht zu heulen anfange. Und immerhin waren 22 Leute zusammen gekommen, falls ich mich nicht verzählt habe. Das ist doch eine ganze Menge.

Sonntag, 29. Oktober
Da ich erst tief in der Nacht heim gekommen war {der Sohn holte mich vom Klassentreffen ab, wollte dann gern noch in seine Wohnung und ich war so aufgewühlt, dass wir noch ewig vor seiner Haustür gequatscht haben}, war erst einmal Ausschlafen angesagt. Am Nachmittag wurde natürlich wieder geräumt.

Am Montag, 30. Oktober wollten wir fertig werden mit Räumen, denn ich wollte von den vier freien Tagen wenigstens den Feiertag übrig haben, um vielleicht etwas mit Mutti zu unternehmen oder um einfach nur herumzuhängen.
Als ich aber los wollte, um Christoph abzuholen und mit ihm ins Werk zu fahren, sprang mein Auto nicht an. Bis ich jemanden fand, der mir Starthilfe geben konnte oder wollte, verging einige Zeit. Klar hätte ich die gelben Engel rufen können, aber schneller wäre das vielleicht auch nicht gegangen. Am Ende kam Silvana extra aus Schönefeld angedüst, um mir zu helfen. Die Zeit fehlte nach hinten hinaus, und der freie Dienstag löste sich somit in Luft auf.

Dienstag, 31. Oktober
An diesem Tag musste das Werk leer werden. Es stellte sich leider heraus, dass uns die Zeit, die wir am Montag verloren hatten, auch nicht gerettet hätte, denn am Ende waren es noch tausend Handgriffe und auch noch einiges Schweres, wobei ich Christoph gar nicht helfen konnte. Dafür war aber zum Glück Robert zur Stelle und half. Am Abend fuhr ich dann wieder mit hinüber ins Werk, und eine halbe Stunde vor Mitternacht schloss ich nach einem letzten Rundblick in den leeren Räumen ein letztes Mal die Tür ab, drückte dem Sohn die Schlüssel wieder in die Hand, denn die Übergabe am nächsten Morgen wollte er für mich übernehmen. Und dann war das Werk Geschichte. Tja.

Mittwoch, 01. November
Neuer Monat, neue Arbeitswoche, denn wegen des Feiertages fühlte sich der Mittwoch ein wenig wie Montag an. Auch war es ein grauer Tag, so dass er irgendwie auf’s Gemüt drückte. Das verwunderte mich ein wenig, weil doch der Mittwoch sonst mein Lieblingstag ist und ich zudem an diesem Mittwoch zwei gewaltige Freugründe hatte. Zum einen war mit der Übergabe der Werkstatträume eine Last von mir abgefallen. Nicht nur, weil die Räumerei der letzten Wochen anstrengend und belastend gewesen war, sondern vor allem auch, weil jetzt alles ordentlich eingelagert ist und ich eine "Baustelle" weniger habe, um die ich mich kümmern muss. Zum anderen stand mir noch ein wunderfeiner Nachmittag und Abend bevor, denn die Monika hatte anlässlich ihres bevorstehenden Geburtstages zum Essen nach Asien eingeladen. An diesem Nachmittag war sogar die Fahrt dorthin beschwerlich und dauerte ewig. Als ich aber ankam, von Elfi, Monika und Uta freudig begrüßt wurde und mit den Dreien einen angenehmen Abend verbringen konnte, spürte ich, wie aller Stress, alles Nervige von mir abfiel. Da konnte ich mich endlich entspannen und die Zeit mit den Freundinnen genießen. Danke, Monika. Danke euch Dreien.

Vor dem Donnerstag, 02. November hatte es mir gegraust. Zunächst sollte es ein ganz normaler Arbeitstag sein, und der war es erst einmal auch. Dann sollte sich von 16.30 bis 18.00 Uhr ein Online-Seminar anschließen. Ich würde also super pünktlich Feierabend machen müssen, damit ich es pünktlich bis vor den heimischen Rechner schaffe. Und zu allem Überfluss gab es da noch um 18.15 Uhr einen Augenarzttermin, auf den ich schon an die 7 Monate gewartet hatte und den ich keineswegs verpassen wollte. Aus dem pünktlichen Feierabend wurde leider nichts, weil unsere QM-Beauftragten gerade wieder mal "das Treiben verrückt" machen. Denen kommt es überhaupt nicht darauf an, dass wir Wissen vermitteln und unsere Kursteilnehmer ihre Prüfungen bestehen. Nein, denen ist nur wichtig, dass wir alle Formulare richtig ausfüllen, und wehe, da steht mal an einem Tag nicht genau das im Bericht, was im Plan vermerkt war. Hallo??? Wir arbeiten hier mit Menschen! Das sind keine Schweizer Uhrwerke, die haben Befindlichkeiten und dies und das. Das liegt doch wohl in der Natur von Plänen, dass sie der Praxis nicht 100%ig standhalten. *grrr*
Na, jedenfalls kam ich eine halbe Stunde später aus der Firma, als geplant *tüttilü* und verpasste deshalb den Anfang des Web-Seminars. War aber nicht schlimm, ich fand mich noch gut hinein und es machte richtig Spaß. Diesmal funktionierte auch mein Mikro. Leider musste ich dann früher weg, damit ich zum Arzt nicht zu spät komme. Für den Rest werde ich mir dieser Tage mal die Aufzeichnung ansehen.
Zum Arzt hatte ich bewusst weder Strickzeug noch Buch mitgenommen. Die Wartezeit verbrachte ich damit, mich zu entspannen, was so gut gelang, dass ich aufpassen musste, nicht einzuschlafen. Die Untersuchungen ergaben, dass mit meinen Augen alles in bester Ordnung ist. Wie schön. Gegen 21.30 war ich dann endlich wieder daheim. Ich versuchte, noch ein wenig zu lesen, aber keines der ausgeliehenen Bücher war so spannend, dass ich dabeibleiben wollte. So kam ich in dieser Woche doch tatsächlich einmal schon vor Mitternacht ins Bett.

Freitag, 03. November
Weil der Einkauf mit Mutti beim besten Willen nicht mehr in den Donnerstag gepasst hätte, stand er für Freitag auf dem Plan. Und weil ich noch immer keinen Nerv gehabt hatte, mich um eine neue Waschmaschine zu bemühen, packte ich am Morgen wieder eine Tasche mit Schmuddelwäsche zusammen, die dann als erstes in Muttis Waschmaschine wanderte. Dann hatten wir noch Papierkram zu erledigen, was aber nicht weiter schlimm war. Mutti hatte Post vom Finanzamt bekommen und war mächtig erschrocken, weil die so viel Geld von ihr wollten. Hunderte, wie sie sagte. Und sie hatte recht, da standen wirklich mehrere Hundert Euro als Forderung {für insgesamt 4 Jahre}. Aber die kleine alte Dame wird die Summen nicht bezahlen müssen, obwohl das auf den Bescheiden so drauf steht. Wir haben nämlich die Beträge der vorläufigen Steuerbescheide bereits überwiesen. Diese wären am 25.10. fällig gewesen, ich habe sie am 20.10. bezahlt. Nun steht in den korrigierten Steuerbescheiden, die sie gestern erhalten hat, dass sie bis 20.10. noch keine Beträge entrichtet hat. Tja, da war der Zahlungseingang wohl noch nicht bis zu der Abteilung durchgedrungen, die die Bescheide raus schickt. Kann ja passieren, ist ja eine Behörde. 😉
Nun habe ich der kleinen Frau das alles auseinander und neu zusammen sortiert und ihr vorgerechnet, dass sie sogar schon zu viel bezahlt hat, weil die endgültigen Bescheide etwas niedriger sind, als die vorläufigen waren. Dann habe ich den ganzen Papierkram eingepackt und ihr versprochen, am Montag da mal anzurufen. Ach, unser toller Staat… Es ist doch wahrlich schlimm genug, dass Renten überhaupt besteuert werden. Muss man dann unsere alten Leute, die das alles hier aufgebaut haben, auch noch so erschrecken? Sie verstehen doch dieses Behördenkauderwelsch gar nicht. Wenn Mutti mich nicht hätte, die darauf schaut und aufpasst und sich ein wenig damit auskennt, dann würde sie ihr ganzes Geld hergeben, aus lauter Angst, für Unwissenheit bestraft zu werden. Manchmal glaube, ich, dass die vorgefertigten Behördentexte genau darauf abzielen, dass Leute bezahlen, weil sie es nicht verstehen und ihre Rechte gar nicht kennen. Na gut, wir kriegen das ja zum Glück alles hin.
Der Einkauf ging dann recht schnell, wobei ich gar nicht so recht wusstee, was ich überhaupt wollte und deshalb nachher noch mal los muss.
Als ich daheim war, musste ich noch die Wäsche aufhängen und mir etwas zu essen machen. Und dann war ich kaputt und legte mich ein wenig auf mein Bett, das tagsüber als Couch fungiert. Essollte nur ein kurzes Ausruhen werden, aber dann war es schon später Abend, als ich munter wurde. So wurde aus der Couch das Bett und ich hatte endlich einmal Zeit, richtig auszuschlafen. Kurz nach 3 Uhr in der Nacht war das dann geschehen. Ich hatte erst einmal ausgeschlafen.
Da war dann schon Samstag, 04. November.. Ich machte Kaffee und strickte an der ungeliebten Socke. Warum ungeliebt? Weil ich nach ewigen Zeiten mal wieder eine Herzchenferse gestrickt habe. Die mag ich nicht. Das heißt, am Fuß mag ich die schon, nur stricken möchte ich sie nicht, weil sie bei mir eeeewig dauert. Und nun muss ich ja dummerweise noch eine zweite Socke dazu stricken. Hach. Das mache ich so schnell nicht wieder.

Jetzt bringe erst einmal diesen Beitrag zu euch an den Plaudertisch bei Andrea und sehe mal nach, ob schon jemand da ist.
Habt ein schönes Wochenende.

2 Gedanken zu “Samstagsplausch {04.11.2017}

  1. Und wieder eine total gefüllte Woche. Wahnsinn trotz des Feiertages. Mit der Waschmaschine geht es mir mit der Geschirrspüle. Leider hat sie ihren Geist aufgegeben, wir wollten sie erst reparieren lassen, sie ist aber 10 Jahre alt und nun haben wir uns überlegt, wir holen eine neue. Das müssen wir noch in die Wege bekommen. Aber wenn man gewöhnt ist, einen Geschirrspüler zu haben ist das schon ziemlich öde mit dem Abwaschen. Ich weiß ich bin verwöhnt. Seufz, grins.
    Dir ein schönes Wochenende und herzlichen Gruß Sylvia

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