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Montag, 31. Dezember 2007, 04:43 Uhr

Vorsätze...

...für das neue Jahr habe ich nicht. Ich werde auch keine fassen. Wozu auch? Sie werden ohnehin selten bis nie eingehalten.
Dafür gibt es einige Vorhaben. Und diese sind gefälligst in die Tat umzusetzen. Eines davon, ein kleines, wird sein, aus diesem Blog, das als einziges von meiner ehemals größeren Homepage übrig geblieben ist, wieder eine ordentliche solche zu machen. Wie das genau aussehen soll, weiß ich jetzt noch nicht so genau. Da das Blog in Zukunft der Mittelpunkt bleiben soll, werde ich wahrscheinlich Stück für Stück Zusatzseiten bauen, die dann zu gegebener Zeit verlinkt und "beworben" werden. Möglicherweise wird es dazu nötig sein, das Blog ein wenig umzugestalten. Das wird sich finden.
Eine der ersten Zusatzseiten soll sich mit den Projekten für 2008 beschäftigen und über deren Fortschritte berichten. Kurz will ich hier die drei Schwerpunkte aufzeichnen.

1. Marktprojekt
2. Geschichtenprojekt[e]
3. Miraprojekt

Das Marktprojekt
Nachdem der Weihnachtsmarkt 2007 in Markkleeberg zwar keinen Verkaufs-, dafür aber erheblichen Lernerfolg und Erfahrung einbrachte, stand für mich fest, dass aus dem Traum von der fahrenden Wollhändlerin nicht nur der Wunsch [den ich mir mit besagtem Weihnachtsmarkt bereits erfüllt hatte], sondern ein festes und erreichbares Ziel geworden war. Im Jahr 2008 will und werde ich vom Frühjahr bis zum Herbst und in der Vorweihnachtszeit auf diversen Märkten anzutreffen sein, nicht nur als Gast und Genießer, sondern als Händlerin, Geschichtenerzählerin, Spinnerin und natürlich nicht weniger als Genießerin.
Den Winter gedenke ich zur Vorbereitung zu nutzen, um möglichst viel Ware zu schaffen, die ich anbieten kann. Durch das sehr frühe Osterfest gerät die Vorbereitungszeit etwas knapp, aber sie wird reichen [müssen].

Geschichtenprojekte
Davon gibt es gleich mehrere, die es zu sortieren, zu organisieren und zu kombinieren gilt. Das gesamte Jahr 2007 hindurch hatte ich verschiedenste Gelegenheiten, mich in dieser Hinsicht auszuprobieren. Im Mittelpunkt standen die Spinnradgeschichten, die mein Marktprojekt in märchenhafter Weise widerspiegeln. Anfangs hatte ich bei den Lesungen ein altes, nicht funktionstüchtiges Spinnrad als Dekoration dabei. Schon bald unterstützen mich Susan und Stef, die während der Lesungen spannen und in den Pausen Wissenswertes rund um das alte Handwerk zum Besten gaben.
Anfang Mai zog mein erstes eigenes Spinnrad bei mir ein und es gelang mir in [für mich selbst erstaunlich] kurzer Zeit, vorzeig- und verstrickbare Wolle zu fabrizieren.
Terminliche, räumliche und zum Teil finanzielle Gegebenheiten erforderten, dass ich von nun an gelegentlich wieder allein auftrat. Die Rahmengeschichte konnte ich nach den vielen Aufführungen inzwischen auswendig, und während ich sie erzählte, konnte ich spinnen. Die einzelnen in die Rahmenhandlung eingebetteten Sagen las ich dann vor, während das Spinnrad zur Dekoration diente. Entsprechend der Jahreszeiten entstanden für einzelne Lesungen weitere [insgesamt sieben] Geschichten.
Im Herbst kam Petra auf die Idee, in der Vorweihnachtszeit mit einem Märchenprojekt an die Schulen zu gehen, wobei die Lesung von Eisenheinrich musikalisch untermalt werden sollte. Dieser wiederum bot mir an, die Geschichten gleich noch als Hörbücher aufzuzeichnen. Im Hinblick auf die Lehrpläne für den Deutschunterricht der 5. und 6. Klassen bearbeitete ich die Weihnachts- und die Wintergeschichte und führte erstere gemeinsam mit Lutz im Dezember auf. Die dazugehörige Hörbuchproduktion musste aus Zeitgründen aufgeschoben werden.

Hieraus ergeben sich gleich drei Projekte. Zum einen soll die Hörbuchproduktion endlich aufgenommen werden. Zum zweiten steht der nächste Aufführungstermin bereits fest und weitere werden folgen. Zum dritten möchte ich die restlichen 5 der geplanten 12 Märchen schreiben, damit die Spinnradgeschichten endlich auch in gedruckter Form herausgegeben werden können.

Außerdem hatte ich bereits im September die Idee zu einer Geschichtenserie für Janice, für die ich eigens kleine Figuren erfunden habe, welche die Handlung übernehmen sollen. Bisher gibt es nur ein paar Zeichnungen und ein paar Stichwortskizzen für die ersten drei Geschichten. Diese sollen 2008 ausgearbeitet werden.
Ähnlich gelagert ist noch ein weiteres Projekt, das mir vorgestern in einer sehr lieben Mail angetragen wurde. Czilla, die von meiner Weihnachtsgeschichte so angetan war, hat ebenfalls kleine Figuren geschaffen und mich gebeten, für diese kleine Steckbriefe oder Minigeschichten zu schreiben, was ich natürlich sehr gern übernehme.

Das Miraprojekt
Jetzt bin ich dran. Wie immer am Schluss, aber immerhin habe ich diesmal wenigstens überhaupt an mich gedacht. Und das soll im kommenden Jahr auch so bleiben.
Ich brauche Zeit für mich. Ich brauche neue Kleidung und vielleicht auch mal eine neue Frisur. Für die Kleidung habe ich den Kopf voller kreativer Ideen, die es "nur" umzusetzen gilt.
So, wie ich mich 2007 körperlich [Zeit] und zum Teil auch seelisch [Stress] verausgabt habe, kann es keinesfalls bleiben. Noch ein paar Wochen wie die Advents- und Weihnachtszeit stehe ich nicht mehr durch. Deshalb heißt es jetzt: Bremse ziehen, Anker werfen, heim kommen... zu mir selbst.
Natürlich muss ich weiterhin Geld verdienen, natürlich werde ich meinen Bürojob ausführen, sooft ich Dienste ergattern kann. Doch darüber hinaus werde ich keine Kraft mehr dafür vergeuden, ungeliebten, schlecht bezahlten Jobs nachzulaufen. Das geht auch anders, und die Zeit kann ich für mich besser nutzen. Schließlich ist niemandem gedient, wenn ich vor Erschöpfung zusammen breche.
Also: Jetzt bin ich dran!
 

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