Montag, 30. April 2007, 17:43 Uhr

Das Vorstellungsgespräch...

...verlief fast so, wie ich befürchtet hatte. Ich könnte dort im Callcenter anfangen, für noch weniger Geld, als ich bisher verdiene, oder anders ausgedrückt, ich muss noch mehr Stunden leisten. Möglich wäre natürlich, dies zusätzlich zu meinen anderen Jobs zu machen, ich frage mich nur, wann. Natürlich könnte ich viel mehr Geld verdienen, wenn ich in den Außendienst ginge, um Wein zu verkaufen.
Tut mir Leid, ich kann mir nicht vorstellen, dass das so funktioniert. Ich kann mich auch nicht dazu durchringen, meinen derzeitigen Job aufzugeben und in dem anderen vielleicht nichts zu verdienen oder raus zu fliegen, weil ich den Leuten nicht genug Wein aufschwatze. Also - nö.
Gut, irgendwas nebenbei wäre ja nicht schlecht. Aber 80 Stunden im Monat zusätzlich zu den 190, die ich ohnehin arbeite... Ich glaube nicht, dass ich das lange durchstehen kann.

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Montag, 30. April 2007, 13:15 Uhr

Brückentag...

...Genießerzeit. Für mich ist es ein ganz normaler Montag mit Dienst von 0-7 Uhr, den ich trotz extremer Müdigkeit hinter mich gebracht habe. Mit einem Vorstellungsgespräch um 15 Uhr, einer Restauranteröffnung, zu der ich eingeladen wurde. Beginn 19 Uhr und gleichzeitige Verabredung mit L. und ein paar Anderen, die auch eingeladen wurden. Schließlich werde ich mich 23 Uhr wieder auf den Weg zum Dienst machen.
Dazwischen ein paar Versuche, zu etwas Schlaf zu kommen. Vier Stunden habe ich geschafft heute Vormittag. Aber da sind ja auch noch Verpflichtungen. Das Grillfleisch, das gestern nicht gebraucht wurde, aber schon aufgetaut war, muss gebraten werden. Aus der Küche riecht es schon nach heißem Fett. Im Bad türmen sich Berge von Schmuddelwäsche, die ich im Laufe des Tages zu dezimieren gedenke.
Eben habe ich mich durch die Mails gekämpft und gerade fällt mir ein, dass das heute Nacht der letzte Dienst für diesen Monat war und ich auch die Abrechnung noch fertig machen sollte, damit ich bald zu meinem Geld komme.

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Sonnabend, 28. April 2007, 08:52 Uhr

Lutz hatte recht...

...ich hab mich da nicht wohl gefühlt gestern Abend. Nur mochte ich das nicht zugeben, zumal der Grund, den er vermutete, nicht zutraf. Dennoch hat er ein sehr gutes Gespür für Befindlichkeiten. Hätte man mich befragt, warum ich mich nicht wohl fühle, wäre ich nicht in der Lage gewesen, einen Grund anzugeben. Es war nur so ein seltsames Gefühl, im falschen Film zu sein, auf der falschen Party. Die Leute waren ausnahmslos wohlwollend. Die meisten kannte ich, zu den wenigen anderen fand ich sehr schnell Kontakt und mit einigen bin ich richtig gut befreundet. Dennoch kam ich mir vor wie ein Beobachter, der nicht dazu gehört, sondern nur vom Rande zuschaut, was die anderen treiben.
Es gab Absprachen, Zusagen und Verabredungen. Ich wurde einbezogen. Das seltsame Gefühl blieb.
Ob es daran liegt, dass die meisten Anwesenden Musiker sind? Ich bewege mich seit Jahren in diesen Kreisen, habe mich aber immer als Randfigur betrachtet, weil ich weder ein Instrument spielen, noch singen kann. Ich war immer nur interessiertes Publikum. Jetzt werde ich einbezogen und werde das Gefühl nicht los, nicht gut genug zu sein, nichts zu können, was den anderen in irgend einer Weise nutzt. Eine Randfigur, die sich aufdrängt. Ich weiß, dass die anderen mich nicht so sehen [oder zumindest hoffe ich das]. Doch das seltsame Gefühl lässt sich mit Vernunft nicht besiegen.
Ich sehnte mich gestern Abend sehr nach... ja, wonach eigentlich? Nach Nichtkünstlern vielleicht.

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Freitag, 27. April 2007, 11:12 Uhr

Wie man sieht...

...bin ich schon wieder am Üben, in Bezug auf das Bloggen. Mein Hintergedanke - am 1. Mai wieder anzufangen. Allerdings ist Gartenwetter und Nachtdienstwoche. Da wir in der Firma nun die Rechner nicht mehr privat nutzen dürfen, ist es leider nicht mehr möglich, vor oder nach dem Dienst schnell noch Mails zu checken oder einen kleinen Bloggeintrag zu schreiben. Deshalb weiß ich nicht, ob ich durchhalte. Und wenn ich nicht durchhalte, muss ich auch gar nicht erst wieder anfangen.

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Freitag, 27. April 2007, 09:51 Uhr

Die Wette...

...vom Mittwoch hätte ich verloren. Es ist strahlend schönes Wetter und soll auch so bleiben. Klasse. Schließlich hab ich heute meinen freien Tag vor einer Nachtschichtwoche. Diese werde ich im Garten genießen, so wie ich es letzten Sommer gemacht habe. Morgens nach dem Dienst in den Garten, buddeln genießen. Nachmittags heim, in die Wanne, dann ins Bett und nachts zum Dienst. So kann es gut werden.

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Mittwoch, 25. April 2007, 15:44 Uhr

Stöckchen zum Mitnehmen...

...aufgelesen bei Aliena
Es geht darum, jede Frage nur mit einem einzigen Wort zu beantworten.

1 ~ Wo ist Dein Handy?
Handtasche

2 ~ Dein Partner?
keiner

3 ~ Deine Haare?
halblang

4 ~Deine Mama?
zerstreut

5 ~ Dein Papa?
betrauert

6 ~ Lieblingsgegenstand?
Kalenderbuch

7 ~ Dein Traum von letzter Nacht?
chaotisch

8 ~ Dein Lieblingsgetränk?
Milchkaffee

9 ~ Dein Traumauto?
Oktavia

10 ~ Der Raum in dem Du Dich befindest?
Wohnzimmer

11 ~ Dein/e Ex?
vergessen

12 ~ Deine Angst?
Bankrott

13 ~ Was möchtest Du in 10 Jahren sein?
gesund

14 ~ Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend?
Freunde

15 ~ Was bist du nicht?
nachtragend

16 ~ Das letzte was du getan hast?
Kaffeetrinken

17 ~ Was trägst Du?
nix

18 ~ Dein Lieblingsbuch?
viele

19 ~ Das letzte was Du gegessen hast?
Schnitzel

20 ~ Dein Leben?
chaotisch

21 ~ Deine Stimmung?
bestens

22 ~ Deine Freunde?
interessant

23 ~Woran denkst Du gerade?
Garten

24 ~ Was machst du gerade?
bloggen

25 ~ Dein Sommer?
jeder

26 ~ Was läuft in Deinem TV?
nichts

27 ~ Wann hast du das letzte Mal gelacht?
jetzt

28 ~ Das letzte Mal geweint?
früher

29 ~ Schule?
schön

30 ~ Was hörst du gerade?
Vögel

31 ~ Liebste Wochenendbeschäftigung?
gärtnern

32 ~ Traumjob?
Schriftstellerin

33 ~ Dein Computer?
alt

34 ~ Außerhalb Deines Fensters?
Frühling

35 ~ Bier?
Jever

36 ~ Mexikanisches Essen?
lecker

37 ~ Winter?
*brrr*

38 ~ Religion?
verlogen

39 ~ Urlaub?
Meer

40 ~ Auf Deinem Bett?
Kissen

41 ~ Liebe?
lebt

Ja,ja, ich liebe Stöckchen, deshalb hab ich dieses hier auch aufgelesen. Wer es mitnimmt, möge kurz kommentieren, denn ich bin neugierig.

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Mittwoch, 25. April 2007, 07:03 Uhr

Ein Morgen...

...wie gemalt. Strahlend blauer Himmel, Sonne. Ein Tag, der nur so lockt, hinaus zu gehen in die Natur, in den Garten. Am besten sofort. Aber nein, heute habe ich wieder den ganz normalen Dienst von 9 bis 17 Uhr. Da bin ich vor 18 Uhr nicht aus der Stadt raus und dann bleibt maximal eine Stunde für den Garten, weil ich danach zu Jürgen muss. Jede Wette: am Freitag, wenn ich den Tag frei habe, weil ich von da an in die nächste Nachtdienstrunde starte, wird es gewiss wieder regnen, ganz gewiss.
Der Nachmittag mit der Uraltfreundin war übrigens sehr schön. Ich hatte endlich mal wieder Grund, richtig zu kochen und ihr hat auch alles gut geschmeckt. Am Abend rief noch meine Schwester an. Sie hat einen Leuchtturm für mich gemalt.

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Dienstag, 24. April 2007, 10:50 Uhr

Irgendwie...

...ist der Besuch der Uraltfreundin auch ein Alibi, um bei grauem Wetter nicht in den Garten zu müssen. Immerhin kann ich ja stricken, wenn sie hier ist. Das ist auch mal wieder etwas, was in den letzten Wochen viel zu kurz gekommen ist. Außerdem habe ich nun endlich festgestellt, dass es draußen nicht nur grau ist, sondern schon die ganze Zeit ein feiner Nieselregen nieder geht. Nun wirklich nicht das wahre Gartenwetter.
Inzwischen habe ich Eiersalat zu bereitet, dazu gibt es Vollkorntoast. Außerdem werde ich Topi-Möhren-Apfel-Rohkost machen und vielleicht noch eine asiatische Hühnchensuppe, alles aus "Resten", die ich noch im Haus habe.
Dazu gibt es Tee.

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Dienstag, 24. April 2007, 08:30 Uhr

Gestern...

...hatte mich Hanne zum Kabarett eingeladen. Da es sich nach Dienstschluss nicht gelohnt hätte, noch einmal nach Hause zu fahren, tafen wir uns gleich bei ihr zu Hause, nahmen aufdem Balkon noch ein kleines Abendessen ein und kehrten dann zurück in die Innenstadt. Es wurde ein sehr lustiger Abend.

Heute stand nun ein Gartentag auf meinem Programm, zumal es endlich wieder wärmer geworden ist. Aber daraus wird nun wohl nichts, denn am Morgen hat es geregnet. Mich würde das nicht stören, im Gegenteil, zu Pflanzen ist das Wetter ideal. Aber ich habe mal wieder etwas getan, was... wie soll ich es ausdrücken?... meinem Wesen eigen ist, mir aber trotzem nicht gut bekommt.
Es gehört zu meiner Grundeinstellung, das Freundschaften gepflegt werden müssen. Nun habe ich das Glück mehrere sehr gute Freunde zu haben. Und ich habe das Glück, Jobs zu haben, bei denen ich permanent eingespannt bin [wenn auch mit lausiger Bezahlung, was in diesem Land leider in Mode gekommen ist]. Da noch Hobbys wie Garten und Stricken und Geschichten schreiben [aus dem mal ein Beruf werden soll] hinzu kommen, habe ich permanent Schwierigkeiten, allem gerecht zu werden. Die Jobs gehen vor, die Hobbys sind zum Teil an Termine gebunden [Garten, Geschichten], so fallen die Freundschaften oft hinten runter. Nicht so diese Woche. Die Einladung von Hanne war mein Geburtstagsgeschenk, das eingelöst werden sollte und stand schon seit Wochen fest. Nun rief am Freitag zwischen Tür und Angel Jürgen an, ich solle mich unbedingt sehen lassen, am besten am Montag zum Grillen. Schön und gut, aber Montag war ich ja nun schon verabredet. Zwischendurch fragte die Uraltfreundin an, wann wir uns sehen, die aber ihrerseits nächste Woche verreist. Da ich nun wiederum noch nicht weiß, wie mein Dienstplan für Mai aussieht [der Monat beginnt ja auch erst in einer Woche], habe ich ihr gesagt, wir könnten uns heute treffen. Dann bleibt für Jürgen der Mittwoch. Nun kam aber noch eine Mail von BeLe, ich möchte mich doch bitte Mittwoch oder Donnerstag sehen lassen, da Britta zu Besuch ist und wir uns nun endlich mal persönlich kennen lernen können. Also fahre ich Donnerstag nach DZ.
Chaoswoche, in der für den Garten keine Zeit bleibt, außer heute. Die Uraltfreundin hab ich gebeten, dort hin zu kommen. Nun kam heute in aller Frühe [ich hätte ja versehentlich mal etwas länger schlafen können] eine SMS, dass sie wegen des Wetters lieber in meine Wohnung kommen möchte. Ach menno! Nun muss ich hier alles richten, kann ja schlecht ein ungemachtes Bett hier lassen, wenn Besuch kommt. Und meine Pflanzen? Und ach und überhaupt...

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Montag, 23. April 2007, 07:48 Uhr

Der Sonnabend...

...wurde nun leider durch einen 9-to-5-Dienst überschattet, der allerdings recht angenehm verlief, weil zum einen der Dienstplan prima Leute zusammengewürfelt hatte und zum anderen Cynthia, meine Einarbeitung, sehr fit war, so dass ich recht wenig zu tun hatte.
Zum Dienstschluss, rief ich Chris an, der immer noch Strohwitwer war, fuhr zu ihm und brachte die Kleine ins Bett, während er noch zum Einkaufen fuhr und ein paar andere Wege erledigte. Er rief zwischendurch an, weil er gern gleich noch weiteres erledigen wollte. So wurde es nach Mitternacht, bis er wieder kam. Er bot mir an, gleich dort zu übernachten, was ich jedoch nicht wollte, weil ich gar nicht darauf eingerichtet war. Blöd, ich hätte es tun sollen, denn am Sonntag erzählte er mir, dass Janice ab 4.00 Uhr dauernd wach war und er eine sehr unruhige Nacht hatte. Das hätte ich ihm gern abgenommen.
immerhin durfte ich mir das Kind am Sonntag nachmittag noch einmal ausleihen. Ich hatte mir "Räubersachen" ausbedungen, nahm sie mit zu MiQue und KaBar, setzte sie dort in den Sandkasten und musste mich fortan nicht mehr um die Kleine kümmern. Sie saß das erste Mal in ihrem Leben in einem Buddelkasten, aber ich glaube, spielen ist ein Urinstinkt, denn sie war dort sofort heimisch und beschäftigte sich so schön. Leider hatte ich keine Kamera dabei, aber das lässt sich ja nachholen.

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Script by Alex