Freitag, 30. Juni 2006, 13:16 Uhr
...mal nen Gang runter zu schalten. Eine gute Frage von Schoko-bella, wann ich mal wieder Urlaub mache.
Angesichts dessen, was ich bei ihr gerade gelesen habe, will ich diesen Eintrag so nicht weiter schreiben, sondern einen Aufruf starten. Lest diesen Eintrag, folgt den Links und gebt Eure Stimme ab. So etwas darf nicht geschehen. Nicht in Holland und nirgends sonst auf der Welt.
Hier gleich noch die Links:
Nachlesen zum Thema:
http://www.tagesspiegel.de/
http://www.kurier.at/
http://wcm.krone.at/
Deine Stimme abgeben:
http://www.aktion-gegen-kinderpornographie.de/
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Freitag, 30. Juni 2006, 10:03 Uhr
...geht diesmal von Donnerstag bis Dienstag. Auch nicht schlecht.
Den Nachtdienst habe ich trotz dicker Backe ganz gut überstanden. Danach war ich schnell im Garten, die Pflanzen einbuddeln, die meine Kollegin mir mitgebracht hatte. Von dort aus fuhr ich zum Einkaufen, und nun ist erst einmal Feierabend, bevor ich am Nachmittag wieder abtauche in den Strudel meiner drei Jobs.
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Donnerstag, 29. Juni 2006, 18:12 Uhr
...wieder los?
Heute Morgen habe ich einige Zeit mit einem Veranstaltungskalender zugebracht, denn ich vor Jahren mal für eine meiner Homepages angepasst hatte und nun gern wieder aktivieren möchte. Wie viel Zeit man mit soetwas vertrödeln kann...
Danach fuhr ich in den Garten. Viel zu tun war da nicht. Ein kleines Stück Regina-Zindler-Garten sauber machen. Ich weiß, ich muss das nicht, aber sie kommt da wirklich nicht gut ran, weil sie so ein seltsames Metallgitter 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt aufgestellt hat. Das soll wohl eine Rankhilfe für Brombeeren sein, die da wachsen. Da die Gute schätzungsweise 150 - 180 Kilo wiegt, ist es bissel schwierig, von ihrer Seite aus in dem schmalen Streifen Unkraut zu jäten. Also hab ich es gemacht, weil ich nämlich den Giersch, der bei ihr immer noch kniehoch steht und fleißig blüht, nicht immer auf meiner Seite haben möchte.
Bei der Gelegenheit habe ich mir gleich noch ein paar Erdbeerpflanzen geholt, die dort wuchsen und angeblich auch aus meinem Garten gekommen sind. Ich hab schon seit 2 Jahren keine Erdbeeren mehr, aber gut, jetzt habe ich wieder ein paar Pflanzen, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. *hihi*
Ein wenig Unkraut habe ich zwischen den Kartoffeln gefunden. Das musste auch noch dran glauben, und danach hatte ich nur noch Stauden einzupflanzen. Das hat Spaß gemacht, erstaunlicher Weise aber fast den ganzen Nachmittag gedauert. Irgendwann zwischendurch kam Katja. Sie ist noch draußen, aber ich musste heim, weil ich noch baden will und heute Abend wieder zum Dienst muss.
Als ich im Garten Kresse naschte, hatte ich plötzlich einen stechenden Schmerz in der rechten Wange. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber mit der Zeit spürte ich eine Schwellung unterhalb des Kiefers, die auf Druck sehr schmerzhaft reagiert. Inzwischen ist die rechte Seite so angeschwollen, als hätte ich ein Doppelkinn, die Schwellung schmerzt bei Berührung und wenn ich den Kopf drehe spannt es.
Ich möchte bloß mal wissen, was das ist. Zahnschmerzen habe ich nicht, die Zähne sind m. E. auch in Ordnung und der Schmerz strahlt auch nicht Richtung Mundraum, eher Richtung Ohr. Das kann ja heiter werden heute Nacht, sieben Stunden mit Headset.
Ich will, dass das wieder weggeht.
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 18:06 Uhr
*Liebeskummer aus*
Es gibt so viel anderes, so viel Schöneres und Wichtigeres.
Chris will nacher noch vorbei kommen. Er braucht mal wieder eine Bewerbung. Und er will mir von Svea erzählen. Svea ist seine Halbschwester und hat sich gestern Abend telefonisch bei ihm gemeldet. Wenn es da noch einen Teil von ihr gäbe, wolle sie den gern kennen lernen, hatte sie gesagt. Ich kenne die Kinder seines Vaters nicht, wusste nur, dass es drei sind. Von den beiden Jüngeren wusste ich nicht einmal die Namen. Nun hat sie sich also gemeldet, die Kleine, d.h. die Mittlere von den dreien. Und das einzige Mädchen.
Heute Vormittag war ich bei Gabko. Wir haben die Haare allerdings nicht gefärbt. Ich hatte zu arge Bedenken, dass es den Haaren schadet. Die Spitzen hab ich verschnitten, und nun will ich mal sehen, wo ich Strähnen zum einflechten auftreibe. Mal Banani fragen.
Steffen hat gekocht für uns. Sehr lecker. Die zwei haben mich auf bessere Gedanken gebracht, von meinem Kummer abgelenkt.
Auf dem Heimweg war ich noch im Bau- und Gartenmarkt, weil ich neue Tomatenstäbe brauchte. Meine waren mir aus dem Garten gestohlen worden, und ich kann nur vermuten, wer dahinter steckt. Doch das nur nebenbei.
Der Markt bietet auch Hibiskuspflanzen in verschiedenen Größen und Farben an, die kleinsten zu 3.99 €. Üppig blühten sie in Weiß, Gelb und verschiedenen Schattierungen von Lachsrot und Rosa. Doch daneben standen einige Pflanzen der gleichen Größe, die nicht blühten und insgesamt recht kläglich aussahen. Ein Griff an die Wurzelballen - trocken! An den Töpfen rote Billigpreisaufkleber. Ich sah mir die Pflanzen genauer an. Einige hatten trotz der stiefmütterlichen Behandlung neue Knospen angesetzt, die allerdings bald abfallen würden, wenn die Pflanzen weiterhin kein Wasser bekämen. Fünf dieser Pflanzen wählte ich aus [inzwischen denke ich, ich hätte alle nehmen sollen, bei dem Preis]. Zu Hause stellte ich sie in die Wanne, duschte sie ab und ließ sie mit den "Füßen" im Wasser stehen. Schon nach ca. 3 Stunden stand das Laub dunkelgrün und stramm. Die Pflanzen recken sich, als wollten sie sich bei mir für ihre Rettung bedanken und ich bilde mir ein, dass einige der Knospen schon etwas praller geworden sind. In ein paar Tagen werde ich wissen, welche Farben ich mir da an Land gezogen habe.
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 16:24 Uhr
...was es denn ist, das es für Männer so unerträglich macht, mich gern zu haben. Gleich darauf überlegte ich, warum ich das denn unbedingt wissen will. Um es abzustellen, gab ich mir selbst Antwort. Aber will und vor allem kann ich das denn?
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 15:58 Uhr
...die Junis sind fertig. Ich auch. Warum, könnt Ihr Euch denken. Es kam natürlich kein Anruf. Das hatte ich auch nicht erwartet. Aber ich hab noch mal angerufen. Warum? Weil ich vielleicht etwas retten wollte, oder wenigstens etwas klären. Ich bekomme aber dazu keine Chance. Er nimmt nicht ab. Klar, er sieht meine Nummer auf dem Display und erspart sich das. Auch das kenne ich schon. Nicht von ihm, aber von anderen Männern, die aus welchen Gründen auch immer entschieden hatten, dass ich, obwohl sie mich erst unbedingt wollten, dann doch nicht die sei, mit der sie ihre Zeit verbringen wollten.
Sch... und jetzt tut es wieder weh.
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 09:16 Uhr
...2004 bin ich allerdings nur bis zum 07. gekommen. Jetzt muss ich erst mal los zu GabKo. Ich wünschte, ich hätte ihr nichts versprochen. Ich fühle mich so elend. Das hat übrigens nicht nur mit Hans zu tun. Es geht mir immer mies, wenn ich das Tagebucharchiv nachtrage. Egal, aus welchem Jahr, egal, aus welchem Monat - die letzten fünf Jahre müssen wohl komplett depressiv gewesen sein. Zumindest klingen die Nachträge so. Selbst wenn ich über etwas schönes berichte, springt mich aus allen Einträgen meine Einsamkeit an.
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 07:19 Uhr
...für Deinen Anruf. Das tat gut!
Nachher will ich zu Gabko. Sie möchte Strähnchen in ihre Haare gefärbt haben. Ich hab ihr versprochen, dass ich's mache, aber jetzt hab ich Bammel davor. Sie hat nämlich schon eine Tönung aufgetragen. Nun meint sie, müssten wir die Strähnchen erst blondieren und danach färben. Ich habe aber die Befürchtung, das Ganze könnte statt rot vielleicht orange werden oder grün, oder weiß ich wie. Ich dachte, wir nehmen so eine Packung, wo gleich mehrere Farben drin sind - aufeinander abgestimmt. Hoffentlich geht das nicht schief! Sie hat so schönes langes Haar. Ich will da nichts verderben. Das wird für mich heute ohnehin eine Tortour, langes Haar zu kämmen. Hans hat doch... Ach, vergesst es.
Ich habe übrigens den 5. Geburtstag meines Tagebuchs verpasst. Ist genau eine Woche her.
Das Archiv ist noch immer unvollständig. Immerhin habe ich den Juni 2001 nachgetragen.
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 05:23 Uhr
...habe ich noch hier herum geopert. Seit fünf bin ich wieder wach. Dazwischen träumte ich, er wäre gar nicht bei seiner Ex gewesen, sondern hätte gestern Abend eine neue Frau kennen gelernt, mit der er nun eine Beziehung aufbauen wolle, weil das mit mit ja nicht möglich sei. Ich frage mich, wie nahe dieser Traum der Wirklichkeit kommt. Passen würde es zu ihm.
Pünktlich zum Siebenschläfer wurde das Wetter schlecht. Passend zu meiner Stimmung ist es heute auch draußen grau. Das kann ich brauchen!
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Dienstag, 27. Juni 2006, 23:51 Uhr
...nicht, dass es je eine Chance gehabt hätte, überhaupt richtig zu beginnen. Aber nun ist es wenigstens vorbei.
Nein, ich bin nicht froh darüber. Ich bin todunglücklich und könnte heulen [wenn ich das wenigstens könnte]. Aber immerhin schwanke ich nicht mehr hin und her zwischen trügerischer Hoffnung und Enttäuschung. Jetzt kann ich beginnen, mich damit abzufinden. Kann meinen Liebeskummer mit mir herum tragen und zu dem Leben da draußen ein freundliches Gesicht machen, damit nur ja keiner merkt, wie traurig ich bin, damit sich nur ja keiner von meiner Traurigkeit belastet fühlt. Kann wieder allen Leuten Gefallen tun, um mit ihrer Dankbarkeit die leeren Räume in mir zu füllen, die doch eigentlich voll Liebe sein sollten.
Mutti hatte ich recht, ich bin gar nicht mehr bindungsfähig. Oder bin es vielleicht niemals gewesen. Dabei ist es gerade meine Sehnsucht nach einer festen Beziehung, mit der ich mir alles kaputt gemacht habe. Nicht nur diesmal.
Das war letzten Sommer mit UwoR das Gleiche. Er war es damals, der sich um mich bemühte, der mich anrief, mich treffen wollte. Ich war es damals, die diese Treffen verhinderte, angeblich keine Zeit hatte. Und warum? Weil er verheiratet war [noch immer ist] und weil ich damit zwei Probleme hatte. Das eine war, dass ich mich nicht in eine Ehe drängen, nichts zerstören wollte. Das zweite war, dass mir das Dasein als Zweitfrau nicht genügte. Es reichte mir nicht, dass er mir sagte, er fände mich interessant [von Liebe sprach er nicht]. Ich wollte mich mit einem Mann, mit dem ich zusammen war, nicht verstecken müssen. Ich wollte nicht nur ein paar gestohlene Stunden haben, für die wir beide hätten lügen müssen. Ich wollte jemanden, der zu mir steht, und nicht nur ab und an, wenn ihm für seine Frau eine gute Ausrede einfiel, in mein Bett kroch. Ich habe ihm all das damals gesagt. Seine Antwort war, ich müsse Geduld haben. Genau die hatte ich aber nicht. Worauf hätte ich auch warten sollen? Auf die seltenen Stunden aller drei, vier Wochen, die nie ausreichten für Gespräche, Konzertbesuche oder einfach nur Träume? Die so selten und so kurz waren, dass man sie mit nichts anderem füllen konnte, als mit hastigem Sex?
Da er aber meine Argumente nicht hören wollte, sie immer wieder mit der stets gleichen Forderung, ich solle Geduld haben, vom Tisch wischte, begann ich, ihn zu belügen, schob Arbeit und sonstige Verpflichtungen vor und ließ seine Anrufe unbeantwortet. Irgendwann war es dann vorbei. Damals tat es nicht mal weh.
Und diesmal? Diesmal tut es weh, höllisch weh sogar. Aber das Problem ist [fast] das Gleiche. Ich hatte wieder nicht genug Geduld.
Er ist nicht verheiratet, sondern frisch getrennt - zu frisch vermutlich. Da waren noch jede Menge "Altlasten" zu beräumen. Sei es die ehemals gemeinsame Wohnung, seien es Umzugskisten oder einzelne Möbelstücke, die bei ihm, statt bei ihr gelandet waren, sei es Papier- und Behördenkram, den die beiden noch auseinander fitzen müssen. Alles notwendig, alles verständlich. Aber muss er deswegen bei ihr übernachten?
Sicher, das hätte sich alles irgendwann gegeben. Irgendwann wäre die letzte gemeinsame Rechnung beglichen, der letzte gemeinsame Wohnungsschlüssel abgegeben, die letzten Utensilien ausgetauscht gewesen. Und dann, wenn ich denn hätte warten können, hätte ich vielleicht eine Chance gehabt, dass meine Präsenz in seinem Leben größer geworden wäre, als ihre. Aber, wie gesagt, ich konnte eben nicht.
Es war nicht mal so schlimm, dass wir uns [angeblich frisch verliebt] in dreieinhalb Wochen ganze viermal gesehen haben. Schlimm war für mich, dass wir uns fast täglich für "morgen" verabredet haben und alles immer wieder kurzfristig abgesagt wurde. Dass überhaupt Verabredungen mit der Option getroffen wurden "wir machen das soundso, aber ich ruf dich vorher noch mal an."
Und heute habe ich genau das nicht mehr ausgehalten. Das Warten auf seinen Anruf. Dieses auf Abruf stehen und hoffen, dass das Handy klingelt und ich zu ihm fahren darf. Und dieses Bangen, mit welcher Begründung er mir denn diesmal wieder absagt, wenn das Telefon tatsächlich klingelt.
Seit 18.00 Uhr war ich "in Bereitschaft", seitdem schleppte ich mich durch die Zeit, in der Hoffnung auf ein Telefonklingeln. 10 Minuten vor acht hielt ich es nicht mehr aus. Ich musste irgend etwas tun, irgend etwas in den leeren Abend stopfen. Ich lief zum Kino hinüber. Drei Minuten vor acht rief ich ihn an. Wenn er rangegangen wäre, hätte ich mir keine Kinokarte gekauft. Aber er ging nicht ran. Buchstäblich in der letzten Minute ging ich ins Kino. Mitten im Film rief er an. Das Handy war lautlos, und ich nahm den Ruf nicht an. Deshalb weiß ich noch nicht einmal, ob er zu oder absagen wollte. Nach dem Film rief ich zurück. Ich hatte Zeit, hatte die Getränke im Auto und hätte direkt noch zu ihm fahren können. Wir sind beide Nachtschwärmer. Man hätte durchaus 22.30 Uhr noch etwas gemeinsam unternehmen können, zumal wir morgen ausschlafen könnten. Aber da war er schon wieder bei seiner Ex. Sei es nun, dass er mir ohnehin absagen wollte, oder dass er sich mit ihr getröstet hat, als er mich nicht erreichte. Es ist mir egal, denn es ist beides gleich scheußlich für mich.
Er sagte: Tschüss, bis morgen. Ich sagte: Tschüss, bis irgendwann einmal.
Tja, und das war das Ende von etwas, das nicht einmal einen Anfang hatte.
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Script by Alex