Freitag, 31. März 2006, 16:07 Uhr
...muss einen Gute-Laune-Zauber über mich gelegt haben. Ich bin hundemüde, seit mich der Anruf aus der Redaktion heute Vormittag nach nur einer Stunde Schlaf wieder aufweckte. Doch diese Müdigkeit macht mir gar nichts aus. Es ist einfach herrlich, den Tag zu genießen. Jetzt fahre ich mal schnell einkaufen, denn ich habe Appetit auf Obst oder leckeres Gemüse.
Vielleicht schaue ich auch noch in der Bibliothek vorbei.
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Freitag, 31. März 2006, 13:07 Uhr
...wofür es gut ist, dachte ich - versuchte ich mir einzureden, nachdem ich beim "Vorturnen" so kläglich versagt hatte. Immer und immer wieder dachte ich daran und darüber nach, was ich hätte anders machen können. Die einfache Antwort lautet: alles und nichts! Nichts, weil ich noch immer nicht weiß - und wohl nie erfahren werde - was man eigentlich erwartet hatte und weil ich, erneut vor eben dieses Thema gestellt, meine Vorbereitungen genau wieder so aufbauen würde, wie ich es getan habe.
Alles, weil ich mich nie wieder in eine solche Position bringen lassen werde. Wenn ich mich um einen Job [Auftrag] bewerbe, der nicht allzu hohe Ansprüche stellt und die Auftraggeber bieten mir auf Grund meiner Unterlagen einen höher qualifizierten Auftrag, dann werde ich ihn nicht annehmen. Zwei Mal ist das schon nicht gut gelaufen. Einmal war ich äußerst unzufrieden, das zweite Mal, gestern, nun die andere Seite. Sollte mir dies ein drittes Mal geschehen, werde ich darum bitten, erst einmal den ursprünglichen Auftrag abarbeiten zu dürfen, mit der Option mich gegebenenfalls zu steigern.
Abgesehen...
...von dieser Erkenntnis weiß ich inzwischen, wofür es gut war! Für mich! Ähm, ja. Ich war doch auf der Suche nach Aufträgen, mit denen ich alle meine Kosten möglichst ohne amtliche Hilfe decken kann, wieder mal mächtig übers Ziel geschossen und hatte gleich fünf "Baustellen" wobei mir nur drei davon richtig Spaß machen und, falls die dritte jemals richtig in die Gänge kommt, auch ausreichen können. Die Sache gestern gehörte nicht zu den Favoriten, hätte jedoch, wäre ein Vertrag zu Stande gekommen, so viel Zeit in Anspruch genommen, dass ich alles andere hätte absagen müssen.
Vorhin nun rief der Redakteur an und hatte wieder einen interessanten Auftrag für mich. Und ich habe Zeit dafür! Da wurde mir endlich klar, wozu die Absage gestern gut war.
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Freitag, 31. März 2006, 06:50 Uhr
...hat sich nicht nur die Nacht verzogen. Die Wolken tun es ihr gleich. Im Südwesten ist der Himmel schon fast hellblau. Leider ist der leuchtend blaue Neonengel auf dem Versicherungsgebäude schon erloschen. Er hätte dem Himmel noch etwas abgeben können von seinem Strahlen.
Ich frage mich, wo der Putzmann geblieben ist. Ich frage mich, wo meine Ablösung bleibt.
Noch 10 Minuten
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Freitag, 31. März 2006, 06:20 Uhr
...ihrem Ende entgegen. Noch 40 Minuten. Hinter dichten Wolken färbt sich der Himmel ganz langsam türkis.
Der Regen hat eine Pause eingelegt. Ich binde die Terrassentür am Geländer fest, sauge die frische Morgenluft tief in meine Lungen.
Die letzten Tropfen aus dem Wasserspender verwandeln sich in meinen ersten Guten-Morgen-Kaffee, während ich den Vogelstimmen lausche, die immer vielfältiger werden.
Innerhalb von nur sieben Minuten ist es deutlich heller geworden. Neonengellicht. Verkehrslärm brandet vom Ring herüber in den stillen Hof. Übertönt das Vogelkonzert.
Noch 30 Minuten
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Donnerstag, 30. März 2006, 17:50 Uhr
...ich war nicht gut genug. Sie hatten einige Leute da, die mich prüfen sollten.
Ich war gut vorbereitet und war überzeugt von dem, was ich rüber brachte. Aber man sagte mir, man gehe in dieser Firma ganz anders vor, als ich das dargestellt hatte. Woher, bitte, sollte ich das wissen? Mein Aufbau war sinnvoll, logisch. Wenn das dort in dieser Form nicht gewollt wird...
Ein wenig bedaure ich die Zeit, die ich in die Vorbereitung investiert habe.
Egal! Es wird für irgend etwas gut gewesen sein, dass ich diesen Job nicht bekommen habe. Vermutlich finde ich in Kürze ein neues Projekt. Andererseits... Für die Zeitung bin ich vermutlich auch nicht gut genug. Ich weiß nicht mal, ob mein Beitrag vom letzten Wochenende gedruckt worden ist. Und ich weiß auch nicht, wen ich fragen soll. Irgendwie habe ich Angst davor, festzustellen, dass er nicht genommen wurde.
Ach, vielleicht bin ich nur müde. Gestern habe ich nach dem Dienst nur zweieinhalb Stunden geschlafen und war heute erst 14.00 Uhr wieder im Bett. 16.45 Uhr erschrak ich plötzlich ganz schrecklich, weil Chris in der Tür stand, als ich die Augen öffnete. Nicht, dass mein Kind irgend etwas Schreckliches an sich hätte, aber ich hatte ihn da nicht erwartet. In fünf Stunden muss ich wieder los. Am besten, ich lege mich noch mal hin.
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Sonntag, 26. März 2006, 08:28 Uhr
...in der Nacht heim kam, genau um die Zeit herum, da eine Stunde verschwand, zeigte das Thermometer noch plus 8°C. Es wird, es wird, auch wenn es nicht so aussieht.
Und jetzt vergrabe ich mich in Arbeit. Bis Mittag dann...
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Sonnabend, 25. März 2006, 11:42 Uhr
Drei Stunden bleiben mir, bevor ich wieder los muss. Es war recht feucht und kalt draußen, so dass mein Auftrag nicht gerade ein Vergnügen wurde. Fröstelnd kam ich zu Hause an und drehte erst einmal die Heizung wieder auf. Nun gibt es noch eine Kanne Tee. Kräuter-Orange von Teehaus. Der ist lecker! Im Moment mag ich besonders Tees mit Orangenaroma, auch Roibusch-Orange.
Und nun werde ich meinen Text schreiben, der morgen Mittag in der Redaktion sein muss. Blödes Thema. Gibt nicht viel her. Womit ich die 60 Zeilen fülle, muss ich mal sehen. Hoffentlich taugen wenigstens die Fotos.
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Sonnabend, 25. März 2006, 07:37 Uhr
...hätte ich ja schlafen können, aber als ich 6.22 Uhr vorsichtig die Augen öffnete, sah ich blauen Himmel. Also riss ich das Fenster auf und legte mich noch mal hin, aber nur, um noch ein wenig zu träumen. Dann fiel mir die Gymnastik ein. Fiel ein wenig schwer heute Morgen, aber das leichte Ziehen im Bauch, das ich immer noch spüre, gibt mir ein gutes Gefühl, etwas getan zu haben. Im Handumdrehen war es sieben und mein Kreislauf in Schwung.
Nun dampft der Milchkaffee in der Tasse, der Akku steckt im Ladegerät. Wäre ja peinlich, wenn er mitten im Auftrag den Geist aufgeben würde. Etwas Zeit habe ich noch, bevor ich zum ersten Job dieses Tages starte. Das ist schon immer recht unsinnig verteilt. Erst hab ich vier Tage frei und dann fallen zwei Jobs gleichzeitig an. Aber das kenne ich nicht anders. Es war die letzten Jahre immer so. Also, was soll's?
Übrigens...
...auch wenn ich mich weigere, jemals wieder zu joggen, hat die Verabredung mit Georg doch bewirkt, dass ich mit Gymnastik wieder angefangen habe. Da haste ein richtig gutes Werk getan, lieber "Schorsch".
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Freitag, 24. März 2006, 16:42 Uhr
...was ich zur Zeit erlebe, ist ganz nach meinem Geschmack, und ich habe wieder einmal das Gefühl, dass ich alles schaffen kann.
Hundert lose Enden flattern herum, und langsam wird es eng in meinem Zeitplan. Aber das ficht mich nicht an. Nicht im Moment. Ich hab lange gekämpft und ein paar unorthodoxe Entscheidungen getroffen. Doch nun bin ich sicher, dass es sich gelohnt hat. Das Einzige, worauf ich jetzt nur ganz genau achten muss, ist, dass ich mich nicht wieder übernehme und die Waage zwischen Jobs und Privatleben halte.
Aber nun vielleicht der Reihe nach:
Ursprünglich wollte ich heute Nachmittag mit Kaja Mae ins Kino und danach zum Abschiedsumtrunk einer Kollegin aus [Oxxx]. Dann aber rief Kaja an, und es war ein Wunder, dass ich sie überhaupt verstand, so sehr machte eine Erkältung ihr zu Schaffen. Wir verschoben also den Kinobesuch auf unbestimmte Zeit, woraufhin ich die gewonnene Zeit in die Vereins-HP investierte, die ich immer noch nicht neu hochladen kann, weil...
...es klingelte und Katja vor der Tür stand. Ihr Dienst war ausgefallen und sie wollte nach mir sehen, weil wir uns gestern Abend telefonisch ständig verfehlt hatten. Ich teilte meinen Gemüsequark mit ihr.
Zwischendurch rief das Birkenblättchen an und fragte, ob ich sie morgen früher ablösen könnte. Klar, kann ich.
Mein Plan sah vor, morgen früh noch einmal Salatzutaten zu kaufen, am Nachmittag zum Dienst zu fahren und von dort aus direkt ins Pub zu gehen, wo Heike May spielt, mit der ich mich schon in Februar für diesen Abend verabredet hatte. Außerdem wollte ich GabKo und Steffen treffen.
Doch dann rief mein Redakteur an. Er hatte einen Auftrag für morgen Nachmittag auf dem Schloss. Da ich diesen nun nicht annehmen konnte, weil ich bereits dem Birkenblättchen zugesagt hatte, musste er schnell umdisponieren. Und nun habe ich einen Auftrag für den Vormittag, weshalb ich heute noch zum Einkaufen muss. Und zum Abschiedsumtrunk mit DanHar kann ich auch nicht, weil ich statt dessen zur Verabschiedung der Rosenheimer Besucherin muss.
Das Wochenende dürfte hektisch werden, zumal die Berichte samt Bildern bis Sonntag Mittag in der Redaktion sein müssen.
Weiter, als bis Sonntag plane ich mal noch nicht, obwohl ich für die kommende Woche schon einige feststehende Termine habe. Montag bis Freitag arbeite ich jeweils von 0.00 bis 7.00 Uhr und am Donnerstag von 10.00 bis 14.30 Uhr habe ich diesen Probejob, den ich "Vorturnen" nenne. Heute Abend erwarte ich noch einen Anruf wegen dieses Auftrages, den ich gern auf Chris delegieren würde. Oh ja, es geht rund.
Und ich freu mich!!!
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Freitag, 24. März 2006, 09:10 Uhr
...bin ich heute Morgen. Zeitweise stellt sich das Hochgefühl von gestern wieder ein, beispielsweise, wenn ich auf dem Boden liege und Übungen absolviere. Oder wenn ich diesen wundervollen Song von Katie Melua höre.
Dann wieder versinke ich in einer Art Melancolie, die ich von mir in dieser Form nicht kenne. Und dann wieder bin ich verärgert über mich selbst, weil ich gestern Abend mal wieder einmal zu oft "Ja" gesagt habe und mich nun mit einem potenziellen Auftraggeber treffen muss. Das allein wäre in Ordnung, aber ich glaube einfach nicht, dass ich den Auftrag hinbekomme. Von manchen Dingen ahnt man eben schon von vorn herein, dass man sie nicht kann.
Ich weiß, dass Chris das könnte, und er wird auch zu dem Treffen mitkommen. Allerdings hatte ich, als ich es ihm gestern Abend noch erzählte, das Gefühl, er will diesen Auftrag nicht. Na, mal sehen.
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Script by Alex