Montag, 31. Oktober 2005, 19:17 Uhr
Es war ein wirklich schöner Nachmittag. Allen, die dabei waren, noch einmal danke für die schönen Stunden, die viel zu schnell vorüber waren. Das sollten wir bald mal wiederholen.
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Montag, 31. Oktober 2005, 07:02 Uhr

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Sonntag, 30. Oktober 2005, 07:01 Uhr
...der Katzenattacke sind natürlich, dass ich nun all das Schöne, was dieses WoEnde zu bieten gehabt hätte, nicht richtig genießen kann.
Ich bin nicht nur unausgeschlafen, ich bin auch ziemlich fertig und ein bohrender Kopfschmerz macht sich breit. So werde ich wohl kaum etwas davon haben, wenn ich nachher zu Mutti zum Frühstück gehe. Auf die Halloweenparty kann ich mich auch nicht mehr wirklich freuen. Diese beginnt zwar erst 21 Uhr, man könnte also sagen, es gäben genug Zeit, mich vielleicht sogar vorher noch mal hinzulegen, oder meine Steuererklärung zumindest anzufangen, oder die Umräumaktion im zweiten Zimmer weiterzuführen oder die Schäden zu beseitigen, die der Katz angerichtet hat. Ja, ja, genug Zeit für das alles, weil, jedes für sich betrachtet, ist ja nix weiter, auch nicht, wenn man übermüdet ist und Kopfschmerzen hat.
Aber Jürgen meinte neulich. "Du liest da eine Geschichte".
Na gut, auch kein Problem. Wenn ich sowieso bei der Party bin, kann ich auch mal eine Gruselgeschichte lesen. Das macht ja auch noch Spaß. Aber am Mittwoch teilte Jürgen mit, dass wir uns schon 18 Uhr treffen. Schließlich muss noch einiges vorbereitet werden, das Café dekoriert, die Akteure geschminkt und und und...
So wird das, was als Abwechslung innerhalb einer netten Veranstaltung gedacht war, schon wieder zur Arbeit, zur Verpflichtung. Und das in meiner derzeitigen Verfassung.
Ich muss mir jetzt dringend etwas Gutes tun, damit ich aus dieser Miss-Stimmung heraus komme. Und ich muss mit Chris reden. Irgendetwas muss mit dem Katz geschehen. Meine Freundin hatte nur allzu recht, als sie meinte, eine Katze (überhaupt ein Tier) passe nicht in mein wirbeliges Leben.
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Sonntag, 30. Oktober 2005, 06:45 Uhr
...von gestern wurde durch den heutigen Morgen gründlich getrübt. Ausschlafen wollte ich. Einmal, das erste Mal seit einem halben Jahr ohne Wecker aufstehen, nicht raus müssen, mich wieder herum drehen können. Und das noch in einer Nacht mit einer zusätzlichen Stunde...
Aber weit gefehlt, wenn man glaubt, ich hätte das genießen dürfen.
Der Katz beschloss gegen 4 Uhr, das heißt, gegen 3 Uhr jetziger Zeit, unbedingt spielen zu wollen. Also sprang er in mein Bett. Toll, wenn einem mitten im Schlaf ein paar Pfund Fell mitten auf die Brust poltern. Ich schüttelte ihn ab, aber er pirschte sich wieder heran, schnappte meine Hand und biss sich daran fest. Alle Versuche, ihn loszuwerden, blieben ergebnislos. Also sperrte ich ihn aus dem Zimmer, mit dem Ergebnis, dass er draußen randalierte, Kerzenhalter herunter warf überhaupt allerlei zerstörte. Im Bad einsperren, wo er den wenigsten Schaden anrichten und immerhin seine Katzentoilette erreichen kann, brachte den Erfolg, dass er herzzerreißend jammerte. Also ließ ich ihn wieder heraus. Aber nun erlaubte er sich die Krönung. Meine Grünpflanzen, die ich jahrelang gehegt habe, die meine Freude waren, weil sie endlich einen kleinen Urwald bilden, der mir Entspannung bietet, diese Pflanzen hat der Katz in einer einzigen Stunde in einer Attake, in der er seinen Übermut ausleben oder mich dafür strafen wollte, weil ich mich nicht zerbeißen ließ, völlig riuniert.
Das ist der Punkt, an dem ich mich frage, wieso ich blödes Weib ein Tier zu mir nehme, das mir nicht gehört und das ich eigentlich nicht haben wollte. Nur weil mir dieses Tier Leid getan hat, weil es von seiner Besitzerin nicht so gehalten werden konnte, wie es für das Tier gut gewesen wäre. Ich bin so bescheuert, dem Tier was Gutes tun zu wollen und es zu mir zu nehmen, und was macht das Tier? Mir das bissel Freude kaputt, das ich in meinem von Arbeit überlasteten Leben habe.
Ich hab es gründlich satt.
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Sonnabend, 29. Oktober 2005, 18:31 Uhr
Es begann damit, dass ich gestern schon um 6.30 Uhr in der Firma war, weil ich die Hoffnung hatte, 13.30 Uhr zum regulären Feierabend gehen zu können. Schließlich wollte ich noch einkaufen und danach noch ein wenig ruhen, bevor ich zu [Oxxx] in den Nachtdienst wollte.
Es begann damit, dass ich nach langer Zeit einmal wieder bei Gabi einen Kommentar hinterließ und sie mich spontan zum Kaffee einlud - ist nicht weit von hier bis zu ihr, knappe 50 km - und es begann damit, dass der Schatzi so traurig war, ich ihn gern aufmuntern wollte und mit einer Idee heraussprudelte, ohne darüber nachzudenken, ob die anderen das vielleicht wollen.
Und dann auf einmal geriet die Zeit aus den Fugen, überschlug sich und alles wurde einfach gut.
Ich kam natürlich nicht 13.30 Uhr aus der Firma, sondern wieder erst 18.00 Uhr, dafür ist mein Schreibtisch aber auch leer, und ich kann ruhigen Gewissens die freien Tage genießen.
Jaaaha, ich hab wirklich mal frei.
An Schlaf war nicht zu denken, aber wenigstens an etwas Ruhe, bevor ich pünktlich um Mitternacht meinen Dienst bei [Oxxx] antrat. Der hätte ruhig werden können, war er auch, bis gegen 1:30 Uhr eine SMS eintrudelte, die ich völlig missverstand, woraufhin der Techniker wenige Minuten später im Büro auftauchte und bis zum Morgen blieb. So bekam der Nachtdienst eine eigene, sehr angenehme Note, und der Morgen sang, und es war mit einem Mal überhaupt nicht mehr schlimm, dass ich mich 10.00 Uhr schon wieder mit meinem Chef in der ungeliebten Firma treffen musste.
Zwischendurch flogen noch ein paar Mails zwischen Sachsen und Anhalt hin und her und ein paar Telefonleitungen glühten - und der Mittag sang noch immer.
Kurz vor 15 Uhr war ich daheim, verschickte noch ein paar Nachrichten, versprach dem Blechlein, das auch irgendwie klang, als müsse es aufgemuntert werden, sie am Abend anzurufen und packte mich nun endlich nach 34 Stunden wieder ins Bett.
Vor einer Stunde, also nachdem ich gerade mal 2 Stunden geratzt hatte, stand Chris hier auf der Matte. Er machte ganz leise, um mich nicht zu wecken, aber der Katz war der Meinung, er müsse mir sagen, wenn hier jemand durch die Wohnung schleicht und biss mich in die Hand. Mein kleines Alarmsystem.
Nun hab ich zwei Pötte Tee getrunken, mit Chris geschwatzt, der inzwischen wieder fort ist, und diesen Eintrag hier geschrieben.
Ich bin so müde, wie man nach 34 Stunden auf Achse und 2 Stunden Schlaf eben sein kann UND ich bin so durch den Wind, wie man es im angenehmen Sinne sein kann, weil ich mich so sehr auf Montag freue, weil mir ein super schönes freies 3-Tage-WoEnde bevor steht [der Dienst kommende Nacht wurde gestrichen], weil ich immer wieder an den seltsamen Nachtdienst denken muss und mich schon auf den nächsten freue, weil wir morgen im Café eine tolle Gruselnacht [wir-feiern-in-den-Halloween-Party) haben, weil ich morgen früh bei Mutti zum Frühstück eingeladen bin u n d [nochmal] weil ich mich sooooo sehr auf Montag freu.
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Sonnabend, 29. Oktober 2005, 00:45 Uhr
Ich habe eben festgestellt, dass ich über den IE mein Design gar nicht sehe. Allerdings kann es nicht daran liegen, dass die CSS nicht interpretiert wird, denn sonst wäre hier alles verrutscht, und das ist zum Glück nicht der Fall.
Wer weiß, vielleicht liegt es auch am System hier bei [Oxxx].
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Donnerstag, 27. Oktober 2005, 00:41 Uhr
...wundervolle, anregende Kommentare hatte ich noch nie. Allen, die hier geschrieben haben und auch denen, die still lesen - schön, dass Ihr da seid.
Heute (das heißt gestern) hatte ich eine Einladung ins Cafe meiner Freunde. Erst waren wir allein, dann kam ein Angelerverein - und es wurde sehr lustig.
Ein paar Fotos habe ich auch geschossen, von denen ich aber noch nicht weiß, ob sie gelungen sind.
Da ich jetzt sehr müde bin und nachher früh raus muss (will), werde ich später berichten.
Gute Nacht Euch da draußen. Passt auf Euch auf.
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Dienstag, 25. Oktober 2005, 19:57 Uhr
...ich hab so Lust zu schreiben, ich weiß nur gar nicht, was.
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Dienstag, 25. Oktober 2005, 19:15 Uhr
...heute auf dem Heimweg angehalten und ein Foto geschossen hätte, würde ich jetzt schon wieder das Design wechseln. Denn heute auf dem Heimweg herrschte Neonengellicht, und meine Stimmung ist auch neonengelartig. Dieser Wind, diese Temperaturen [immerhin immernoch - um diese Uhr- und Jahreszeit - 18°C], dazu der wolkenverhangene Himmel und inzwischen Dunkelheit...
Der Wind bläst die Depressionen weg. Es ist einer dieser Tage, an denen es mich kaum auf einem Fleck hält.
Natürlich ist Chris hier. Er ist ja fast jeden Abend hier. Und manchmal nervt mich das ein wenig.
Das ist diese Unrast, dieser Drang, etwas zu unternehmen, ohne zu wissen, was...
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Montag, 24. Oktober 2005, 19:02 Uhr
Nachdem ich am Morgen dieser Weltuntergangsstimmung nachgegeben hatte, bekam ich erst richtig Probleme, kurz bevor ich das Haus verließ. Die Tränen stürzten mir aus den Augen, ohne dass ich eine Ahnung hatte, warum ich heulen musste. Ich versuchte, mich abzulenken, schleppte mich zum Auto, kam aber gerade mal bis zum Ortsausgang, bevor ich anhalten musste, weil ich wegen der Heulerei nichts mehr sah.
Ich kam mir sowas von überflüssig und nutzlos vor.
Der Weg vom Parkplatz zur Firma wurde immer länger, weil meine Schritte immer langsamer wurden, je näher ich kam. Es war schon spät, 7.45 Uhr, das heißt, nein, es war drei nach halb, aber ich rechne nur volle Viertelstunden.
Als ich ins Büro kam, waren alle Rechner eingeschaltet, aber niemand zu sehen. Da ich bei Martin Licht gesehen hatte, ging ich zu ihm und fragte nach den anderen.
"Die sind rauchen!" meinte er. "Alle???"
Er sah mich nur an, und das war fatal, weil er entdeckte, dass irgend etwas nicht stimmte mit mir und natürlich danach fragte.
Und schon liefen wieder die Tränen. Dabei hatte mein Weltschmerz mit der Firma gar nichts zu tun - diesmal nicht.
Ich schniefte ein wenig herum, startete meinen Rechner und beschloss, mich in Arbeit zu vergraben, um auf andere - besser gesagt, um überhaupt auf Gedanken zu kommen.
Nach einer Weile kam Martin an meinen Platz: "Die rauchen aber ganz schön lange!"
"Weißt Du, wie egal mir das ist? Ich muss es nicht mehr verantworten!"
Es war mir wirklich angenehm gleichgültig. Ich hatte mich auf meine Aufträge konzentriert, und die Tränen waren versiegt.
Und dann kamen die anderen - alle zugleich. Einige begrüßten mich mit Handschlag und strahlten mich an. DiBeca hatte mir eine neue Sorte Kaffeebonbons mitgebracht. Normalerweise esse ich keine Bonbons, nie. Aber seit ich vor drei Wochen so schwer erkältet war und dauernd husten musste, habe ich immer irgendwelche Kräuterbonbons im Schreibtisch und seit ich bei DiBeca sitze und ihren Job mache, probieren wir immer mal was anderes aus.
Gegen 10.45 Uhr stellte ich plötzlich fest, wie schnell die Zeit dahin gerast war. Ich befand mich mitten im Tag, und es fühlte sich gut an.
Fast pünktlich um 17 Uhr konnte ich heim fahren.
Inzwischen dreht sich die Waschmaschine, und ich hab die Küche aufgeräumt.
Sehr viel mehr werde ich heute wohl nicht machen, denn es macht sich doch langsam bemerkbar, dass ich seit 2 Uhr nicht mehr schlafen konnte.
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Script by Alex