Montag, 31. März 2003, 12:36 Uhr

Ich bekomme nichts...

...rechtes fertig. Stehe mir selbst im Weg herum und falle über die eigenen Füße. Fühle mich unendlich müde und gleichzeitig voll Unrast.
In einem Moment möchte ich den Kopf in den Sand stecken - ganz tief - und nichts mehr sehen, nichts hören und vor allem nichts fühlen. Auch nicht den Frühling, der mit Macht und Sonnenschein durchs Fenster dringt, sich aufdrängt, ungebeten.
Im anderen Moment wieder möchte ich aufspringen, los laufen. Hinaus in die Sonne. Möchte den Wind im Haar spüren, Leben fühlen, leben. Laut, wenn mir nach schreien ist, still, wenn ich lieber träume.
Zerrissen fühle ich mich, aufgewühlt und doch wie gelähmt.

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Montag, 31. März 2003, 10:55 Uhr

Wer Rilke lesen will...

...sollte sich wohl doch etwas vorbereiten. Diese Erfahrung habe ich zumindest gestern Abend gemacht, als ich bei HaJüRüs Probe war. Eigentlich wollte ich ihm ja absagen, aber als ich dort ankam, überraschte er mich damit, dass ein anderer Mitwirkender (dessentwegen ich dort nicht hin wollte) seinerseits abgesagt hatte, da er nicht wusste, ob er pünktlich sein würde. So, wie HaJüRü das Programm aufgebaut hatte, kann man aber nicht mehr umdisponieren, wenn jemand ausfällt.
Also bleibe ich nun auch dabei, pflege meine Stimme, damit sie mich morgen nicht im Stich lässt und übe lesen.
Ich war erst gegen 22.30 Uhr von der Probe zurück, habe noch ein wenig mit Chris geschwatzt und bei Musik von KEIMZEIT vor mich hin geträumt.

Für meine Träume...
...bleibt im Moment wenig Zeit. Heute Morgen habe ich mich erst einmal wieder auf einen klitzekleinen Auftrag gestürzt, der aber noch nicht fertig ist, weil ich erst einmal ein paar Fragen an die Auftraggeber habe, die noch nicht beantwortet wurden.
Die Mädels waren zum Frühstück oben. Die zweite Trommel Wäsche dreht sich in der Maschine, die erste hängt schon auf der Leine. Mit meinem Haushalt stehe ich heute ein wenig auf Kriegsfuß, weil ich lieber noch ein wenig Flash üben und ein paar Dinge am Rechner erledigen möchte.
Gestern kam noch eine Anfrage von einer lieben Bekannten, die ein Angebot braucht. Das möchte ich dann heute auch noch fertig machen, hab's versprochen. Aber irgendwie habe ich heute noch mehr als sonst mit Müdigkeit zu kämpfen. Jet Leg meinte Kithy vorhin. Ob es wirklich an der fehlenden Stunde liegt? Wenn ich allerdings auf die Uhr schaue, denke ich, es muss mehr fehlen, als eine Stunde...

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Sonntag, 30. März 2003, 09:58 Uhr

Obwohl...

...ich nach dem Konzert gestern erst gegen 3 Uhr im Bett lag, war ich gegen sieben schon wieder auf. Es sollte noch ein Brot gebacken werden, bevor PeLe kam.
Wir liefen stundenlang über den Flohmarkt. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange das überhaupt her ist, dass ich zuletzt auf einem echten Flohmarkt war. Es war in Budapest vor... In einem anderen Leben.
Ich liebe Märkte, besonders die mittelalterlichen. Aber Flohmärkte haben noch etwas Besonderes. Nicht das Kaufen, das Herumschorcheln ist DAS Erlebnis. Tatsächlich habe ich drei Häkelnadeln erstanden, für die Jette eine Tortenplatte und für mich eine Bluse (originalverpackt) und insgesamt ganze 3 Euro ausgegeben. War schon witzig.
Weniger witzig war, dass ich mich durch die Herumlauferei fühlte, als sei ich in der Mitte durchgebrochen.
Als wir gegen 15.30 Uhr wieder hier ankamen, wollte ich PeLe noch etwas mit geben, aber mein Rechner streikte. So ging sie, und ich - schlief prompt vor dem Rechner ein.
Chris bewegte sich ganz leise durch die Wohnung, dabei wollte ich ja gar nicht schlafen. Aber nachdem ich beim Konzert die ganze Zeit getanzt hatte und nun noch fast 6 Stunden herum gelaufen war, hatte mein Körper wohl Probleme, die ungewohnt viele Bewegung zu verkraften.
Später kam noch Banani, und wir strickten ein paar Runden und schwatzten. Die Gespräche drehen sich immer nur um ein und das selbe Thema. Es war trotzdem nett.
Gegen acht rief Katja an, die wissen wollte, ob es mir gut ginge. Sie machte sich ein wenig Sorgen, weil die Heimfahrt von Annaburg recht anstrengend gewesen war. Es war so dicker Nebel, dass man nicht einmal von einem Fahrbahnbegrenzungsstein zum nächsten schauen konnte. Nachdem ich sie abgesetzt hatte, war mein Weg zwar nicht mehr weit, aber sie wollte sich eben trotzdem vergewissern, ob ich heil angekommen bin. Ich hätte sie noch mal anrufen sollen. Beim nächsten Mal mache ich das.

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Sonntag, 30. März 2003, 09:29 Uhr

Zu müde...

...war ich gestern, um mich noch an den Rechner zu setzen. Angenehm müde. So, wie man es nur wird, wenn man viele angenehme Dinge getan und erlebt und sich auch körperlich angestrengt hat.

Nachdem ich am Freitag so überhaupt keine Lust hatte, zum Konzert zu fahren, war es natürlich, wie es immer ist: Wenn man keine Lust hat, wird es besonders schön. Ich glaube, ein wenig liegt das wohl daran, dass man ohne Erwartung hin geht, und dann kann es ja nur besser werden, besser als nichts. Schließlich ist all... nein das stimmt so wohl nicht ganz, aber ich will heute Morgen nicht philosophieren.
Das Konzert selbst war wieder einmal (fast) so, wie ganz früher. Klar, ein paar Dinge haben sich schon (zum Negativen) verändert und werden wohl leider auch so bleiben... So zum Beispiel der Eintrittspreis. Lange Zeit, während die Preise für vergleichbare Bands in vergleichbaren Sälen auf 18,--, 20,-- gar 25,-- DM kletterten, beharrten KEIMZEIT im Interesse ihrer Fans eigensinnig auf Kartenpreisen von 15,-- DM. Ich erinnere mich, dass ich damals einmal "Opi" Kallweit, den Techniker, fragte, bei welcher Besucherzahl wohl der Punkt liegt, an dem eine Band anfängt, abzuheben. Er meinte damals "Bei dieser Band - nirgends. Das passiert nie. Die heben nicht ab!"
Das war damals diese Zeit, als wir drei mal am Wochenende bei KEIMZEIT-Konzerten waren, und jedes war anders. Je nach Saal, Publikum und Stimmung in der Band. Norbert hatte damals so kleine Zeichen, mit denen er der Band und vor allem den Technikern anzeigte, was als nächstes gespielt werden sollte. Katja und ich kannten sie alle und wussten schon vor dem ersten Ton, was als nächstes kommt.
Das war auch die Zeit, da die Konzerte über vier Stunden lang waren. KEIMZEIT war die einzige Band (die wir kannten), die pünktlich begann. Wenn es hieß 21 Uhr, dann erklang Punkt neun auch wirklich der erste Ton. Gegen elf gab es die erste Pause, gegen halb eins die erste Verabschiedung. Dann folgten die Zugaben, und selten ging vor halb zwei wirklich das Licht im Saal wieder an. Diese Zeit ist wohl endgültig vorüber. Denn inzwischen beginnt man mit einer halben Stunde Verspätung, spielt ohne Pause bis elf und lässt sich gerade noch zwei mal heraus klatschen - egal, wie die Stimmung im Saal ist. Und der Eintrittspreis? Nun, mit dem ist es, wie überall. Man ist wieder, wie in den ganz alten Zeiten, bei 15,--, nur dass es nun Euro sind.
Dennoch gelang es, die "alte" Stimmung herauf zu beschwören. Ob das an dem Saal in Annaburg lag, wo Konzerte immer schon etwas familiäres hatten? Oder doch eher an den vielen Remakes lang nicht gespielter und fast vergessener Titel? Die waren sehr gut gemacht, gefielen mir manchmal besser als das Original, obwohl ich in diesem Punkt eher "altmodisch" bin. Es wurden auch wirklich alle meine Lieblingstitel gespielt, und nur bei "Flugzeug ohne Räder" fehlt mir Ulle ein wenig. (Er hat sich im letzten Dezember entschlossen, die Band zu verlassen.) Obwohl ich fest damit gerechnet hatte, war ich besonders begeistert, dass sie "Reiches Land" wieder spielen.

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Freitag, 28. März 2003, 18:16 Uhr

Ich habe viel geschafft...

...trotzdem war das ein seltsamer Tag heute. Chris war früh zu Hause, und ich hatte mich auf und über ihn gefreut, aber auch er war gefrustet. es nervt uns beide, dass sich unsere Gedanken in letzter Zeit wieder so oft um Geld drehen. Drehen müssen, weil Ämter, Versicherungen und wer sonst noch in diesem Staat machen kann, was er will immer häufiger, immer fordernder riesengroße Hände auf halten und mit der anderen gleichzeitig bei dem, was wir bekommen könnten, den Hahn zu drehen.
Ich will nicht jammern, nein. Aber mir ist die Lust vergangen, heute mit Katja zum Konzert zu fahren. Das kostet Sprit, kostet Eintritt, und heute ist mir einfach nicht danach, lachende Gesichter zu sehen und die Frage, wie es mir geht, mit irgend einer Lüge zu beantworten. Wenn Katja nicht extra ihren Dienst getauscht hätte, um mit mir zu diesem Konzert fahren zu können, würde ich absagen und mich mit einem Buch ins Bett verkriechen.

Morgen früh wird PeLe mich abholen, um mich mit zum Flohmarkt zu nehmen. Ich hatte mich die ganze Zeit darauf gefreut, aber jetzt würde ich auch darauf am liebsten verzichten.
Dann wieder sage ich mir, dass PeLe größere Sorgen hat als ich. Ihre Tochter ist zur Zeit in Kuwait. Und ich jammer hier, wegen ein paar Euro, die ich ja zweifellos bekomme, nur eben nicht rechtzeitig.

Am Sonntag Abend steht mir noch etwas recht Blödes bevor. Ich habe HaJüRü zugesagt, bei seinem Rilke-Abend zwei Gedichte zu lesen. Am Sonntag ist Probe. Nun hat er mich gestern angerufen und mir gesagt, wer außerdem noch lesen wird. Und da ist jemand dabei, dem ich nicht einmal begegnen möchte, erst recht nicht, mit ihm ein Programm gestalten. Wenn ich nur wüsste, wie ich da wieder raus komme. Wahrscheinlich gar nicht. *huuu*

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Freitag, 28. März 2003, 06:08 Uhr

Sehr früh am Morgen...

...es war genau 4.44 Uhr, als ich zur Uhr schaute und wusste, ich würde nicht wieder einschlafen können. Es gibt da schon wieder ein paar kleine private Sorgen, die den Weltschmerz verblassen lassen.
Mein cleverer Steuerberater teilte mir mit, dass ich aus 2001 noch Umsatzsteuer nachzuzahlen habe, weil WIR das etwas falsch gemacht hätten. Er hatte alle Einkünfte als umsatzsteuerpflichtig eingestuft, obwohl ich überwiegend Honorar bezogen habe. Ich hatte damals zwei getrennte Ordner abgegeben, sowohl für die Einnahmen, als auch für die Ausgaben. Hatte alles fein säuberlich zugeordnet, bis er mir sagte, das sei nicht notwendig. Und jetzt soll ich nur mal so innerhalb der nächsten vier Wochen 300 Euro nachzahlen. *grrr*
Die KfZ-Versicherung für Christophs Auto, das jetzt über mich läuft, will auch 285 Geld, aber den zuviel gezahlten Beitrag für mein abgemeldetes Auto habe ich natürlich noch nicht zurück bekommen.
Miete wird natürlich auch fällig, aber weder die Schule, noch die Stadt haben bisher ihre Rechnungen beglichen. Warum auch? Meine Leistungen habe ich erbracht, und das reicht ja wohl für's Erste. *nochmalgrrr*

Ganz langsam...
...wird es hell. Der Nebel draußen ist so dicht, dass ich zuerst dachte, die Fensterscheiben wären beschagen. Ein paar Vögel zwitschern und erwecken trotz des düsteren Grau ein Gefühl von Frühling.
Vor dem Hotel drüben knallen Autotüren. Ein Transporter fährt weg. Monteure, die zur Arbeit fahren. Ein letztes Mal für diese Woche, bevor es am Mittag heimwärts geht, gen Westen. Immer, wenn ich den Transporter unten stehen sehe, kommen mir wieder die Gedanken, wieviel Unsinn in unserer Wirtschaft verzapft wird. Diese Beiden, die mit dem Transporter unterwegs sind, kommen jeden Montag aus (wenn ich mich nur mit Bundesländern auskennen würde...) NRW glaub ich. Sie verlassen am Sonntag Abend ihre Familien, kutschen hunderte Kilometer hier her und an jedem Freitag wieder zurück. Und in umgekehrter Richtung fahren montags Leute aus Sachsen und Thüringen zur Arbeit nach Stuttgart oder München.

Die Jette...
...hat heute Geburtstag. Aber das sie keinen Internet-Zugang hat, gibt es hier auch keine Smilies.

Meine Trostpflästerchen...
...habe ich gestern per Email verteil an Oe und die anderen. Und gewühlt habe ich, bis mir die Augen brannten und die Schultern schmerzten. Fertig bin ich aber noch immer nicht.
Also werde ich mich nachher gleich wieder in die Arbeit stürzen. Dabei hätte ich noch so viel anderes vor. Ein paar (mir) wichtige Mails an liebe Menschen schreiben, mich meiner Homepage widmen, meine Gezumbel zu Ende stricken...
Was Gezumbel sind? Kleidungsstücke, die man nicht näher definieren kann. Irgend etwas aus Garn oder Stoff oder auch Leder, das man über T-Shirts, Bodies oder Tops tragen kann und das diese aufpeppt. Meist asymetisch und immer irgendwie witzig. Im Moment habe ich zwei verschiedene in Arbeit, die ich hier vorstellen werde, sobald sie fertig sind.
Übrigens - Wollreste aller Art (auch Sockenwolle) sind mir sehr willkommen. Und wer ein Gezumbel haben möchte, auch das ist möglich. Naja, aber dazu müsst Ihr natürlich erst mal wissen, wie die aussehen. Noch ein paar Tage, dann kann ich eines hier zeigen.
Aber jetzt sind erst einmal die Homepage-Änderungen dran. Also, bis irgendwann heute Nachmittag.

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Donnerstag, 27. März 2003, 07:40 Uhr

Ich muss arbeiten...

...dringend! Es waren schon "Mahnungen" im Mailfach, wo denn die Änderungen geblieben sein. Auch besorgte Anfragen, weil etwas längert dauerte, als von mir gewohnt.
Dabei stürzt ausgerechnet heute der Rechner ab, mein Schädel brummt und meine Augen brennen.
Es nutzt nix, ich muss da durch. Hab es schließlich versprochen. Und ich der Werkstatt muss ich auch noch mal anrufen. Chris schafft es einfach nicht, das Auto heute zur Reparatur und morgen zum TÜV zu bringen. Zeitlich nicht und finanziell erst recht nicht. Wobei mir einfällt...

Frühstück mit den Mädels fällt heute aus. Möglicherweise hängen die anderen nachher bei Banani herum, aber ich muss mich heute ausblenden. Rechnerzeit.
Schlecht ist nur, dass ich im Moment dazu neige, mich zu verzetteln. Klicke hier, lese da. Dann fällt mir wieder etwas ein, was ich unbedingt erledigen oder schon immer mal wissen wollte. Und schon sind zwei Stunden vorüber.

20 Minuten bleiben noch, bis Oe ins Büro kommt. Nach den Änderungen zu schauen, wird hoffentlich nicht ihre erste Amtshandlung sein, aber ich will trotzdem wenigstens ein "Trostpflästerchen" hochladen bis dahin, damit sie sieht, dass ich noch (oder wieder) am Leben bin.

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Mittwoch, 26. März 2003, 13:16 Uhr

Jetzt habe ich...

...hier schon wieder so lange herum geschraubt, dass ich darüber fast vergessen hatte, etwas einzutragen. Großartig geändert hat ich nichts, jedenfalls nicht optisch, aber die Seite müsste schneller laden jetzt. Schleppt nicht mehr so viel Quelltext mit.

Ich habe Unsinn geträumt, weil ich mich gestern mit einem Script herum geschlagen habe, welches einfach nicht funktionieren wollte.
Da haben sich meine Schüler bei keepfree 50 MB kostenlosen Webspace gesichert und eine Homepage zusammengeschraubt, die sich sehen lassen kann. Ein paar Tage lief alles gut, aber seit gestern wird ein Werbebanner eingeblendet. Dagegen hat ja grundsätzlich niemand etwas, aber dass dieses Popup bei jedem, aber auch jedem Klick wieder geladen wird und das entsprechende Script tatsächlich in sämtliche Unterseiten einkopiert wurde, nervt doch gewaltig. Nun würde ich gern eine Lösung finden, die ermöglicht, dieses Script außer Kraft zu setzen. Ohne den Anbieter wechseln zu müssen. ;-)
Kann man so etwas mittels .htaccess realisieren? Hat jemand von Euch eine Idee?

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Dienstag, 25. März 2003, 07:39 Uhr

Was ist hier los...

...schon zwei mal ist mir der Rechner abgeschmiert. Dabei wollte ich heute endlich mal ein paar von den "Kleinigkeiten" erledigen oder zumindest damit beginnen, bevor die "Mädels" kommen.

Ein Brot habe ich inzwischen angesetzt, falls niemand Brötchen holt zum Frühstück. Banani [nee, nicht Bruno] wollte sich heute an der Runde beteiligen, bevor sie zu ihrem Praktikum muss. So hab ich auch noch Wurst aus dem Frost genommen. Ich weiß ja nicht, was sie alle so mögen.
Katja hat sich zu Mittag Patisson gewünscht. Ich weiß noch nicht, ob ich Auflauf mache, oder Suppe. Im Moment ist mir nach gar nix. Außer nach Milchkaffee, woran Ihr erkennt, dass ich wieder gesund bin.

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Montag, 24. März 2003, 23:13 Uhr

Ganz nach meinem Geschmack...

...ich war nicht bei Kithy zum Frühstück, sondern sie bei mir. Danach musste ich noch mal zum Steuerberater, was aber nicht lange dauerte. Ich telefonierte mit Hainer und später mit Katja und hatte den ganzen Tag über dieses tolle Gefühl, mich in meinem Leben rundherum wohl zu fühlen.
Am Nachmittag kam Kithy noch mal, eigentlich um meine Digi- zur Webcam umzufunktionieren. Das gelang zwar nicht, aber dafür haben wir Sekt getrunken und Musik gehört. Den Kindern habe ich Apfelschorle in Sektgläsern verabreicht, was sie "cool" fanden.
Später gab es bei Kithy Hühnerkeulchen zum Abendessen.
Morgen kommt Katja. Wahrscheinlich hält die gute Stimmung an. Nur für die "Kleinigkeiten", die ich noch erledigen wollte, habe ich vor lauter Urlaub genießen gar keine Zeit.
Wundert Euch bitte nicht, dass ich es wage, mich gut zu fühlen, obwohl Krieg ist. Glaubt bitte nicht, ich wäre so abgestumpft oder so egozentrisch, dass ich nichts davon mitbekomme, was um ich herum geschieht. Aber wisst Ihr, ich möchte nicht über Dinge schreiben, die wir alle wissen und die Menschen, die ihre Stimme bereits erhoben haben, viel besser ausdrückten, als ich es je könnte. Wenn ich hier nicht darüber schreibe, heißt das nicht, dass der Krieg nicht mein gesamtes Denken beeinflusst. Das bleibt wohl nicht aus, wenn ein lieb gewordener Mensch dort unten sein Leben in Gefahr bringt, um die zu schützen, die für diesen Wahnsinn nichts können.
Still sein kann viele Gründe haben, nicht immer ist es Desinteresse.
Glücklich sein kann viele Gründe haben, manchmal ist es Ablenkung.

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Script by Alex