Sonnabend, 28. Juli 2001, 13:06 Uhr

Zwei Tage kein Rechner...

...für mich die Katastrophe!

Und nun ist die verlorene Zeit aufzuholen, sind die Wichtigkeiten der letzten beiden Tage nachzuholen.

Aber noch wichtiger ist wohl Entspannung, damit ich nicht irgendwann umfalle.
Deshalb ist heute "Hanne-Tag" mit chinesisch Essen gehen und Rumklumpern und vielleicht zum See bummeln oder was uns sonst noch einfällt.
Und viel, viel schwatzen.

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Sonntag, 22. Juli 2001, 23:59 Uhr

Was ist Glück?

Heute Morgen war Glück, von einem Sonnenstrahl wachgekitzelt zu werden. Nach dem Grau gestern morgen, hat das heute zum Glücklichsein schon fast gereicht.
Aber es kam noch besser! In der Mailbox lag eine Nachricht von Middel.
Hm, ich weiß, mich über Post freuen, ist eine Seite, selbst zu schreiben, wäre die andere.

Mein Glück hat einen Schatten. Wie ein hauchzarter Schleier legt er sich über den Tag, über alles, was ich tu. Er ist so dünn, dieser Schleier, dass ich manchmal vergesse, dass er da ist, aber dann wieder sehe ich die Farben des Tages, die Farben meines Lebens, und dann bemerke ich ihn wieder, denn der Schleier ist schwarz.

Ich sorge mich um meine Schwester. Auch wenn sie mich dafür verteufelt, fühle ich mich für sie verantwortlich. Klar, ich kann weder für sie noch für meine Mutter die Welt verändern und die Gesetze auch nicht, deshalb habe ich versucht, sie wenigstens darauf aufmerksam zu machen, was geschehen kann, wenn sie Gesetze verletzen, weil sie sie nicht kennen.

Was ich aber auch überhaupt nicht kann, ist loslassen. Ich kann diesen Gedanken nicht denken: Ihr habt meine Warnung in den Wind geschlagen, nun seht, wie Ihr klar kommt. Vielleicht würde ich mich besser fühlen, wenn ich so denken könnte, aber auch nur vielleicht. Tatsächlich hat es die Große Alte Dame wieder geschafft, mir ein schlechtes Gewissen zu erzeugen.

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Sonnabend, 21. Juli 2001, 23:59 Uhr

...

Ich kann die Welt für Dich nicht ändern.
Vieles ist eben so, wie es ist.
Harte Gesetze, harte Methoden
bleiben bestehen, auch wenn Du sie nicht willst.

Ich kann die Vergangenheit nicht ändern.
Was einmal geschah, wisch auch ich nicht mehr weg.
Ich kann Dir zuhörn und mit Dir reden,
etwas anderes zu tun, hat im Moment keinen Zweck...

Ich kann nichts dafür, dass das Leben nicht so ist,
wie Du es für Dich und andere planst.
Ich trag nicht die Schuld, dass Menschen anders
reagieren, als Du es ahnst.

Ich kann die Last, die Du trägst, mit Dir teilen,
doch ganz von Dir nehmen, kann ich sie nicht.
Sei doch so fair, das zu akzeptieren
und schlag mir die Tür nicht ins Gesicht.

An meine Mutter, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sie es je liest.

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Mittwoch, 18. Juli 2001, 23:59 Uhr

...

Wenn das Glitzern in Deinen Augen erlischt
und ein Schatten sich darüber legt,
weiß ich nicht mehr, ob Du noch zu mir sprichst,
oder Dich ich fremden Welten bewegst.

Wenn das Lächeln auf Deinen Lippen erstarrt
und Dein Gesicht zu einer Maske gefriert
sag ich all meine guten Worte in den Wind,
der sie unterwegs zu Dir wieder verliert...

Mehr dazu später! Ich kann nicht schreiben, wenn rings um mich eine meiner Welten in sich zusammen stürzt.
Man sollte gehen, sobald man erkennt, dass das Haus, in dem man wohnt, ein Kartenhaus ist oder auf Sand gebaut wurde. Treibsand in meinem Fall.
Trügerisch, der Gedanke, dass Menschen sind, was man in ihnen sieht. Auch Mütter nicht!

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Dienstag, 17. Juli 2001, 22:55 Uhr

Dies hier sollte Nachtbuch heißen.

Was ist los mit mir?
Ich wollte doch so viel erledigen heute. Aber jetzt hab ich sogar vergessen, von welchem Teil des heutigen Unterrichts ich noch eine Zusammenfassung und Bedienanleitung schreiben wollte. Na, hoffentlich hält diese Zustand nicht an. Es ist erst Dienstag, was soll das werden bis zum Wo'ende?
Ich hab mal irgendwo gehört, dass man bei permanentem Schlafmangel verblödet. Nee, echt, die haben da tatsächlich behauptet, dass bei normaler Intelligenz schon bei nur 7 statt 8 Stunden Schlaf täglich, der IQ nach einer Woche bereits so abgesackt ist, dass man es nur noch mit Fünftklässlern aufnehmen kann. Wenn das wahr wäre, müsste ich vollkommen degeneriert sein. Hm, naja, heute komme ich mir tatsächlich so vor. Hab gestern Nacht "Excel" ohne "c" geschrieben, es erst heute morgen gemerkt und keine Zeit zum Korrigieren gehabt. Wollte in der Schule die drei Seiten noch mal ausdrucken und dann erst zum kopieren geben, aber als ich da ankam, fiel mir endlich auf, dass die Diskette noch zu Hause im Laufwerk steckte. Na toll!!!
Jetzt stand ich vor der Wahl, die Schreibfehler drin zu lassen, oder keine Unterlagen zu haben. Unkompliziert, wie ich zu sein glaubte, entschied ich mich für die Schreibfehler. Die müssen doch nicht lernen, wie man Excel schreibt, die sollen's bedienen können.
Ohoh, falsche Einstellung! Der Rüffel kam prompt, per Telefon - kein fehlerhaftes Material herausgeben!
Najaaaaa, er hat ja recht, wenn er meint, es kommt nicht so gut. Aber muss er da extra anrufen? Hätte doch der Sekretärin auch sagen können, sie soll mir das Zeug zurück geben. So viel Aufhebens!
Ich weiß, ich bin albern. Reg mich auf, weil er sich aufgeregt hat. Ich müsste da so weit drüber stehen, aber... Was mich daran so geärgert hat, war ja gar nicht, dass er den Fehler bemängelt hat, sondern dass ich ihn gemacht habe!

Ihr kennt doch diese Steckbrief-Interviews?!
Ihre größte Stärke: Zu meinen Fehlern stehen!
Ihre größte Schwäche: Fehler zu machen!


Heute waren "Die Boegers" gar nicht soooo schlimm. Das liegt aber wirklich nur an dem M. Fitz bzw. an der Rolle des Robi. Und jedenfalls liegt es wohl daran, dass ich Typen wie diesen Robi besonders mag. Irgendwie erinnert er mich ganz extrem an B.
Irgendwas war noch, aber ich weiß nicht mehr, was. Nur so ein unbestimmtes Gefühl, nicht alles erledigt zu haben. Das kenne ich ja nun schon. Ich hab immer zu viel vor (oder schaffe zu wenig). Vielleicht sollte ich mich einfach an dieses Gefühl gewöhnen!

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Montag, 16. Juli 2001, 23:45 Uhr

Schon wieder mal gleich Mitternacht.

Titelliste und Hörproben
1. Wo will ich hin
2. Back in a minute
3. Die Wand
4. Gleichgewicht
5. Chi
6. So schwer
7. Was glaubst du
8. Sortir de ma peau
9. Because
10. Sei vorsichtig
11. If I were you
12. Musst du selber sein
Die Musik ist nicht geklaut. Die Links führen zu seiner Homepage.Da kann man die CD übrigens auch kaufen.
Das lohnt sich, glaubt mir!

Das mit dem "zeitig ins Bett" sollte ich gar nicht mehr versuchen, es macht mich nur grillig, wenn ich es nie erreiche!
Glücklich bin ich! IMMER NOCH - IMMER WIEDER!!!

Ich höre schon den ganzen Abend "gleichgewicht" von Michael Fitz. Frag mich inzwischen, wieso er mir nicht schon viel früher aufgefallen ist. Das ist doch genau DIE Musik. Zum oben-drauf-Legen und Wegträumen und doch das Nachdenken nicht verlernen.
Ich meine, als Schauspieler kannte ich ihn schon, und hab mir gewünscht, ihn in besseren Rollen als "Robi Boeger" zu sehen, obwohl diese Rolle und seine Musik das einzig Gute an dieser Serie sind.
'Tschuldigung an alle, die womöglich doch den Plot mögen.

Montags regnet es jetzt scheinbar immer. In D. war die Brücke unterflutet, aber richtig heftig. Und sicher nicht nur dort.

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Sonntag, 15. Juli 2001, 23:59 Uhr

Es ist gar nicht Tag geworden

...und doch schon wieder Nacht!
Das Wetter war nicht angetan, überhaupt munter zu werden. Brunch mit Kaja und D. hatte etwas Trauriges, nicht fassbar, aber da. Bin mir nicht sicher, ob es am Wetter lag, an Kajas Verfassung oder einfach an mir.
Manchmal reicht die Kraft einfach nicht für mehr als einen.

Verlorener Engel

Die Nacht webt tiefschwarze Schatten
und hüllt Dich darin ein.
Ich entzünde für Dich eine Kerze,
schenk Dir ihren wärmenden Schein.

Die Nacht komponiert Choräle,
denen versonnen Du lauschst.
Meine Stimme gefriert in der Stille,
durchdringt nicht den finsteren Rausch.

Ich seh die verlorenen Engel
tanzen in Deinen Augen.
Werd Dich an die Nacht verlieren!
Ich weiß es und kann es nicht glauben.

Ich nehme Dich fest in die Arme,
Dich zu schützen vor Schattengestalten.
Die Nacht reißt Dich in ihren Strudel.
Bin bei Dir, doch ich kann Dich nicht halten

Sonnabend, 02. Dezember 2000



Ich hab das im letzten Dezember für bzw. über Kaja geschrieben.
Sie ist noch immer nicht zurück gekehrt.

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Sonntag, 15. Juli 2001, 12:41 Uhr

Ich war mal

...wieder bei Engelbert, weil ich ein Mindestmaß an Entspannung brauchte, blieb aber diesmal nicht lange bei den traumhaften Bildern, sondern beschäftigte mich einmal mit seinen Ausführungen zu ADD.
50 Fragen hat er zusammen gestellt. Nach deren Beantwortung war ich einigemaßen erschrocken: Ganze 8 konnte ich mit "nein" beantworten.
Was heißt das nun für mich? Sollte ich mal mit meiner Ärztin darüber sprechen? Ist das überhaupt eine Krankheit, oder doch nur ein "Problem"? Und überhaupt, selbst wenn ich dieses Syndrom habe, ich leide nicht daran. Ich möchte doch eigentlich gar nicht anders sein. Würde eine Behandlung nicht bedeuten, dass sich an oder in meinem Leben etwas ändern würde? Will ich das denn? - Eindeutig nein!!! Außerdem - bisher hatte ich all diese Symptome, die ich zweifellos aufweise, für Ausdrucksformen meines Charakters gehalten....

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Sonnabend, 14. Juli 2001, 22:38 Uhr

Das kann eine lange Nacht werden!

Ich bin extra nicht mit Kerstin, Heike und Detlef zur Bierbörse gegangen, obwohl wahrscheinlich P70 dort gespielt hat, weil ich unbedingt heute Abend die Veranstaltungsdatenbank für Kultzeit mit Inhalten füllen wollte. Aber der Server verweigert den Zugriff.

Zuerst habe ich noch das Museum aktualisiert. War ja auch wieder fällig. Aber nun muss ich mich langsam um die Veranstaltungen kümmern, denn mein Plan, der jetzt noch im Netz steht, ist reichlich überaltert. Nun bleibt mir nichts anderesn übrig, als es, wie immer zu Fuß zu erledigen. Nur leider ist es da nicht so komfortabel, was die Abfragen betrifft. Allerdings... mir fällt da gerade etwas ein, ja, das könnte gehen.
Hilferuf an Euch da draußen!
Kann mir irgend jemand bei Datenbanken behilflich sein? Hat jemand Erfahrung mit baseportal.de oder kennt (nur für den Fall, dass die ihre Software nicht wieder zum Laufen kriegen) etwas Vergleichbares?
Mailt mir bitte!!! mira@kultzeit.de


Also dann, da habe ich jetzt wirklich noch heftig zu tun, wenn ich das ausprobieren will. Und ausprobieren muss ich diese neue Idee einfach.

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Sonnabend, 14. Juli 2001, 07:20 Uhr

Ein kühler grauer Morgen.

Hatte ich mir nicht vorgenommen, heute einmal etwas länger zu schlafen? Klar, es ist nicht gerade 5.12 Uhr, wie an mehreren vergangenen Tagen, aber dafür war ich ja auch nicht vor 2 Uhr im Bett. Andererseits - man könnte ja was verpassen.
# Ich brauche Brot und frisches Gemüse.
# Im Garten steht das Gras wer weiß wie hoch.
# Ich muss ein paar Handgriffe im Excel ausprobieren, falls am Montag Fragen dazu kommen.
# Die Leute in Landshut warten auf den Link zu einem Entwurf für ihre Homepage (Bevor sie den erfahren können, muss das Teil ja erst mal ins Netz)
# Für das Bowling-Center geistern mir mindestens zwei Entwürfe durch den Kopf, die ich mal zusammenstellen möchte.
# Die Veranstaltungsdatenbank ist immer noch leer!!!
# Meine E-Mail-Freundschaften zu Middel, Tom, und Andy habe ich sträflich vernachlässigt, ganz zu schweigen von meiner Freundschaft, zu Stephanie und Dani, die ich im Moment auch nur per Mail aufrecht erhalten kann.

Ganz abgesehen davon, dass diese Wohnung hier dringends aufgeräumt gehört. Und die Einträge aus der vergangenen Woche liegen immer noch auf dem Laptop rum....
»»««
Nach dem Einkauf (es war dann doch etwas mehr, als nur frisches Gemüse) musste ich mich erst mal um meine Familie kümmern. Mit Mutti zu telefonieren war das mindeste, was ich tun konnte, leider auch das einzige.
Was bleibt zu tun, wenn eine Angehörige unserer Familie allein und ohne Geld auf einer Nordseeinsel sitzt und alle Welt für ihr Scheitern verantwortlich macht, aber keinen Moment lang bereit ist, auch nur zuzuhören, wenn wir versuchen, ihr zu helfen? Geld schicken, ja, das ist eine Möglichkeit, aber wenn man keines hat? Und selbst wenn: Für die letzte größere Summe, die sie bekommen hat, hat sie sich ein uraltes Auto gekauft, und es in der Pfalz bei einem Kumpel gelassen, weil es ihr auf der Insel nichts nutzt. Als ich versucht habe, ihr den Kauf auszureden, unterstellte sie mir, ich gönne ihr entweder das Auto nicht, oder ich traue ihr gar nichts zu.
Das ist nicht wahr! Ich hätte ihr das Auto gegönnt, aber ich dachte, sie könnte damit noch warten. Oder wenigstens ein kleineres kaufen. Sie warf mir vor, wir im Osten seien alle so kleinkariert, mit unserem Sicherheitsdenken.
Ich weiß nicht: Würde ich arbeitslos werden und mit dem Job gleichzeitig die Unterkunft verlieren (weil beides miteinander gekoppelt war) und hätte ich nicht einen roten Heller auf der hohen Kante, und würde ich dann 5000 Mark geschenkt bekommen, dann würde ich diese einfach nicht für ein Auto ausgeben, das ich dann nicht einmal nutze. Erst recht nicht, wenn alles Geld für den Kauf drauf ginge und nicht einmal mehr etwas für die Versicherung und die Anmeldegebühren übrig wäre.
Klar kann jeder tun und lassen, was er will, aber wenn ich in solch einer Situation gefragt werde, was ich davon halte, kann ich nun mal nicht in Begeisterung ausbrechen.
Und überhaupt, hätte nicht der erste Weg zum Arbeitsamt führen müssen?

Was hab ich denn damals im Sommer '98 gemacht, als ich in München rausgeflogen bin? Ich hab das Auto mit all den Klamotten und Einrichtungsgegenständen vollgepackt, die Wohnung ausgeräumt und bin nach L. zurück gefahren. Dort habe ich den Audi an die Firma zurückgegeben, obwohl ich dieses Auto wirklich gern fuhr und für ganze 6000 Mark auch hätte kaufen können, selbst dann wäre ich noch nicht ganz blank gewesen, aber ich hatte immerhin noch Chris zu versorgen.
Ja, ich bin auf Nummer sicher gegangen, aber ist das wirklich spießig?
Gut, die Situation war insgesamt besser, weil ich hier sowieso eine Wohnung hatte und auch noch mein uralter Ford bei M. vor der Tür stand. - Andererseits hat sie ja in der Pfalz auch gleich dieses Häuschen gemietet, Wohnung hätte sie also erst mal gehabt. - Ich habe mir damals den Ford von M. zurück geholt, den ich ihm als Dauerleihgabe überlassen hatte, solange ich ihn selbst nicht brauchte. Naja, und dann bin ich als erstes zum Arbeitsamt gerannt, hab all die blöden Unterlagen und Anträge ausgefüllt und dann versucht, irgend einen Kurs zu bekommen, was dann ja auch geklappt hat.


Ich hatte damals, noch von München aus, versucht, einen Job in Berlin zu finden. Ich wäre da sehr gern hin gegangen. Aber als es auf Anhieb nicht geklappt hat, hab ich's erst mal aufgegeben, weil mir der Spatz (in der Hand) in L. eben lieber war als die Taube (auf dem Dach) in Berlin.
Und nun, drei Jahren später, habe ich inzwischen seit über einem Jahr meine eigene kleine Firma, aber ich bin immer noch hier, und ich fahre immer noch den alten klapperigen Ford.
Sie nennt mich kleingeistig, ich nenne sie unvernünftig. Ich denke darüber nach, mir im Herbst eine Woche Urlaub zu leisten (wenn das mit dem Lehrerjob so gut weiter geht wie bisher). Sie sitzt ohne Dach über dem Kopf auf dieser Insel und hungert.
Was soll ich nun tun? Wie kann ich ihr helfen?
Eben kam ein Anruf von ihr, und nun klingt alles schon wieder gar nicht mehr so ausweglos.
Ich glaube, ich bin ein ziemlich dummer Mensch! Da kommt dieser Anruf, in dem mir jemand erzählt, es ginge ihm schlecht. Er sei ungerecht behandelt worden, habe zwei Wochen in einer Firma geschuftet und keinen Pfennig dafür bekommen und wisse nun nicht, wovon er sich etwas zu Essen kaufen solle. Und schon gehe ich hin und grüble, wie ich ihm helfen kann. Denke darüber nach, was ich tun könnte, damit es demjenigen besser geht.
Und dann muss nur ein Tag vergehen, und schon sehen die anderen die Welt wieder in hellem Licht und ich bin die Bekloppte, die mit der Laterne angerannt kommt.

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Script by Alex